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Das Jahr 2012 wird in esoterischen Kreisen als ein Jahr großer Veränderungen gehandelt, da in diesem Jahr zwischen dem 20. und 24. Dezember der Zyklus des Maya-Kalenders enden soll.

Maya-KalenderBearbeiten

Die Maya verwendeten für unterschiedliche Zwecke drei verschiedene Kalender, welche jeweils auf der Basis ihres 20-ziffrigen Zahlensystems funktionierten.

Der Haab Kalender wurde für den zivilen Gebrauch verwendet und hatte eine Länge von 365 Tagen. Der Kalender verfügte über 18 je 20 Tägige Zyklen mit den Namen: Pop, Uo, Zip, Zotz, Zec, Xul, Yaxkin, Mol, Chen, Yax, Zac, Ceh, Mac, Kankin, Muan, Pax, Kayab und Cumku. Die letzten 5 Tage wurden dem Zyklus Uayeb („namenlos“) zugeteilt. Bis zur Eroberung durch die Spanier wurden die Tage vom 0. bis zum 19. gezählt.

Der Tzolkin Kalender wurde für rituelle Zwecke verwendet und besteht aus zwei sich überlagernden Zyklen. Zyklus der Tageszählung läuft hierbei von 1. bis zum 13. und der Zyklus der Schutzgottheiten Ahau, Imix, Ik, Akbal, Kan, Chiccan, Cimi, Manik, Lamat, Muluc, Oc, Chuen, Eb, Ben, Ix, Men, Cib, Kaban, Edznab, Cauac. Auf den 1 Ahau folgte der 2 Imix usw.. Wie zu sehen hat der Tageszyklus 13 und der Schutzgötterzyklus 20 Tage, daraus ergibt sich das die Spanne 260 Tagen bevor sich ein Datum im Tzolkin Kalender wiederholt.

Das kleinste gemeinsame Vielfache von 365 und 260 ist 18980 (52*365, 73*260), d.h. das nach genau 52 Durchläufen des Haab-Kalenders bzw. 73 Durchläufen des Tzolkin-Kalenders, die beiden Kalender wieder die selbe Kombination von Daten haben. Dieser Zeitraum wir als Kalenderunde bezeichnet.

Für größere Zeitspannen wurde die Lange Zählung verwendet. Ein Datum in der Langen Zählung wird mit 5 Stellen wiedergegeben. Die Schreibweise der Langen Zählung lautet zum Beispiel

9.12.11.5.18

und bedeutet 9 Baktun 12 Katun 11 Tun 5 Uinal 18 Kin.

Dabei ist

  	        	1 Kin   	= 	1       	Tag
20 Kin         = 	1 Uinal 	= 	20      	Tage
18 Uinal       = 	1 Tun 	        = 	360     	Tage
20 Tun         = 	1 Katun 	= 	7.200   	Tage (ca. 20 Jahre)
20 Katun       = 	1 Baktun 	= 	144.000 	Tage (ca. 394 Jahre)
20 Baktun      = 	1 Pictun 	= 	2.880.000 	Tage (ca. 7880 Jahre)

Die Werte in der längen Zählung werden von 0 bis 19 gezählt, mit Ausnahme der Uinal, welche nur von 0 bis 17 laufen.

Ein Problem bei der Umrechnung des des gregorianischen Kalenders mit dem Maya-Kalender stellt die Synchronisation dar. Die heute gängigste Annahme legt den 0.0.0.0.0 4 Ahau 8 Cumku, welcher nach Maya-Schriften den Anfang des Kalenders bildet, auf den 11. August 3114 v.d.Z. (584283 im julianischen Datum), zum Teil allerdings gibt es auch erheblich abweichende Annahmen.

Die Bedeutung des Jahrs 2012 bei den MayaBearbeiten

Nach dem Schöpfungsmythos der Maya, dem Popol Vuh, gab es vor ihrer Zeit bereits drei Versuche in denen die Schöpfung des Menschen Fehlschlug, weshalb der Anfangstag des Maya-Kalender im Tzolkin-Kalender der 4 Ahau ist. Da sowohl die Kin in der Langen Zählung als auch die Schutzgötternamen in Tzolkin in einem zwanziger Zyklus gezählt werden fällt ein x.x.x.x.0 immer auf einen x Ahau.

Ein Baktun hat 144000 Tage, das entspricht 553 Durchläufen des Tzolkin-Kalenders + 220 Tage, es fehlen also noch 40 Tage um Tzolkin-Jahr zu vollenden. Die Tageszählung im Tzolkin-Kalender hatte einen Zyklus von 13 Tagen, daraus lässt sich errechnen das die Tzolkin-Tageszählung nach einem Baktum um einen Tag nach hinten verschoben ist. (-40=(3*-13)-1)

Es folgt also das wenn die Schöpfung am 0.0.0.0.0 4 Ahau stattfand der 1.0.0.0.0 ein 3 Ahau ist. Nach 13 Baktun hat sich die Tageszahl einmal durch den gesamten Zyklus geschoben, ist also wieder bei 13.0.0.0.0 4 Ahau angekommen. Im gregorianischen Kalender entspricht dieses Datum (bei einem angenommenen Anfangspunkt am 11. August 3114 v.d.Z.) dem 21. Dezember 2012.

Dieses Datum war für die Maya von Bedeutung, da es die wiederkehr des Schöpfungstages x.0.0.0.0. 4 Ahau darstellte, welches den Beginn einer neuen langen Zählung einläutet.

Es gibt hierbei unterschiedliche Deutungen was dieses Datum wirkliche für die Maya bedeutet, wobei manche durchaus auf eine Art Weltuntergang mit Neuschöpfung hinauslaufen. Andere sehen wiederum in dem Datum eine positive Deutung, als Zeitpunkt von Feierlichkeiten zur Vollendung des Zyklus. Zu beachten ist auch das man auch Maya-Datierungen von Jubiläen nach diesem Datum gefunden hat, welche natürlich nur Sinn machen wenn noch jemand am Leben ist um diese Jubiläen feierlich zu begehen.

Auch zu beachten ist, das die ersten Hinweise auf die Städte der Maya sich um 500 v.d.Z. und die ersten Siedlungsspuren im Copan-Tal erst um 1100 v.d.Z. finden, d.h. das die Maya-Kalender vermutlich erst Jahrtausende nach der angenommen Schöpfung entstanden. Auch gibt es Hinweise darauf das der Tzolkin-Kalender ursprünglich in den solaren Kalender eingebettet war und bedeutende Zeitpunkte für den Mais-Anbau markierte. Somit erscheint es mehr als problematisch diese Kalender mit ihren bedeutsamen Daten unabhängig von dem Maya-Glauben und der Maya-Kultur zu betrachten.

TheorienBearbeiten

Um das was letztendlich im Dezember 2012 passieren wird herrscht unter Esoterikern, Pseudowissenschaftlern und Verschwörungstheoretikern recht verschiedene Ansichten.

Wiederkehr der GötterBearbeiten

Einige Anhänger der Prä-Astronautik halten eine Wiederkehr der Schöpfergötter, d.h. einer außerirdischen Spezies um welche die Maya einen Cargo-Kult betrieben hätten, für möglich. Dies wird oft mit der vermuteten Wiederkehr des mysteriösen Planeten Nibiru verbunden, welche Ursprünglich im Mai 2003 vermutet wurde. Mit Nibiru werden auch diverse Naturkatastrophen verbunden.

BewusstseinsprungBearbeiten

Esoteriker deuten das Ereignis meist positiv als eine Transzendenz des globalen Bewusstseins. Hierbei werden meist Vorstellungen vom New Age und vom Wassermannzeitalter verbunden. Zum Teil wird das Ereignis auch als ein Übergang von der 4. zur 5. Dimension oder ein Übergang zu einem höheren Schwingungszustand beschrieben. Mit diesem Übergang wird auch eine gesteigerte Häufigkeit von Channeling-Phänomenen, Orbs, Telekinese-Phänomenen und Ähnlichem verbunden. Häufig wird auch das auftauchen Indigo-Kindern mit diesem Ereignis verknüpft.

astronomische EreignisseBearbeiten

Häufig werden von Astrologen und anderen Theoretikern auch astronomische Ereignisse mit dem Jahr 2012 verknüpft.

So gab es Meldungen der NASA das die Sonne ein besonders starkes Maximums der Sonnenaktivität ende 2012 erreichen würde. Diese Meldungen wurden inzwischen korrigiert und man geht z.Z. von einem sehr schwachen Maximum im Jahr 2014 aus.

Häufig von Astrologen herangezogen, war auch eine angeblich besondere Konstellation von der Erde, Sonnen und galaktischem Zentrum, welche am 21. Dezember 2012 auf einer Linie stehen sollen. Astronomen wenden hierbei ein das diese Konstellation jedes Jahr an diesem Tag stattfinden würde.

Es wird auch oft behauptet das die Länge von 13 Baktun (ca. 13*394 Jahre) bewusst von den Maya als etwa ein fünftel des Platonischen Jahres (ca. 25700 bis 25800 Jahre), d.h. des Zyklus der Präzession, gewählt wurde.

WeltuntergangBearbeiten

Diejenigen die 2012 als einen Weltuntergang betrachten, berufen sich dabei meist auf Überlieferungen der Maya, welche allerdings nur Bruchstückhaft erhalten ist.

Da laut der Maya-Überlieferung ähnliche Ereignisse allerdings schon in der Vergangenheit geschehen sind und einige Maya-Berechnungen über das Jahr 2012 hinausgehen, gehen manche Theorien davon aus das 2012 lediglich ein weltuntergangsähnliches Ereignis stattfinden würde, wie sie etwa schon in früheren UFOlogischen Prophetien um das Millennium oder um Nibiru angekündigt wurden.

Neue WeltordnungBearbeiten

Einige, insbesondere christliche, Verschwörungstheoretiker, welche Esoterik oft als Teil einer okkult (satanischen) Weltverschwörung betrachten, verbinden mit dem 2012-Hype einen Versuch zur Etablierung der "Neuen Weltordnung". Durch die von Esoterikern vorbereitete Aussicht auf ein utopisches Post-2012-Zeitalter würde die Bevölkerung die Veränderungen zuversichtlich hinnehmen. Menschen welche angeblich nur über eine geringe Spiritualität verfügten, insbesondere evangelikale Christen, würden verfolgt werden, da sie die Entwicklung des Globalen Bewusstseins verhindern würden.

Im Rahmen dieses Globalen Bewusstseins würden letztendlich auch Staaten für obsolet erklärt und die Welt von einem Aufgestiegenen Meister regiert werden, bei dem es sich faktisch um einen Welt-Alleinherrscher mit dem Anspruch auf Gottkönigtum handeln wird.

Die Theoretiker speisen diese Vorstellung oft aus dem christlichen Weltuntergangsszenario der Johannesoffenbarung, in der der Antichrist die Macht für eine bestimmte Zeit ergreift.

siehe auch: Projekt Blue Beam

siehe auchBearbeiten

Kristallschädel

WeblinksBearbeiten

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