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Die Antivirus-Verschwörungstheorie geht davon aus, dass die Vertreiber von Antivirussoftware selbst Computer-Viren und Trojaner verbreiten, um sich so den Verkauf bzw. die Verbreitung ihres Produktes zu sichern. Die Entwickler von Antivirus-Software würden so eine verschleierte Form von Schutzgelderpressung betreiben .

Der Theorie wird entgegen gehalten, dass bislang keinem Unternehmen der Verbreitung von Schadsoftware überführt wurde. Allerdings erscheint der Übergang zwischen den bösen viren-programmierenden Crackern und den guten Antivirenunternehmern sehr fließend zu sein, viele Mitarbeiter von Antivirenunternehmen waren früher als Cracker tätig und wurden gerade wegen der daraus resultierenden Kenntnisse eingestellt. Es ist hierbei natürlich ein leichtes sich Vorzustellen, dass diese Mitarbeiter immer noch ihre alten Kontakte in die Cracker-Szene pflegen und ein reger Austausch in beide Richtungen besteht, ohne dass eine Seite für die Aktionen der anderen verantwortlich gemacht werden könnte (plausible deniability).

Darüber hinaus lassen sich die Spuren der Verbreiter von Viren im Internet leicht verwischen, viele Urheber bleiben unbekannt, wohl auch weil die Behörden bei der Verfolgung eng mit den Antivirenunternehmen zusammenarbeiten. Vielfach würden auch im Internet Programme verbreitet, mit denen sich Skript-Kiddis ihre eigenen Viren nach dem Baukastenprinzip zusammen klicken könnten. In einem solchen Fall werden die Skript-Kiddis für die Verbreitung der Viren verantwortlich gemacht, während der Programmierer des Viren-Baukastens im dunkeln bleiben.

kostenlose AntivirenprogrammeBearbeiten

Kritiker dieser Theorie verweisen darauf, dass viele Vertreiber von Antiviren-Software eine kostenlose Version ihrer Programme anbieten, wodurch sie keinen Profit machen würden. Dem wird entgegengehalten, dass diese Unternehmen auch weitere Interessen verfolgen könnten.

GeheimdiensteBearbeiten

Viele Unternehmen würden enge Beziehungen zu Polizeibehörden und Geheimdiensten ihrer jeweiligen Herkunftsländer unterhalten, in deren Interesse es natürlich nicht ist, dass ihre eigene Spionagesoftware als Malware erkannt wird.

So sollen Magic Latern oder Carnivore, Überwachungsprogramme des FBI, nicht durch Programme von die US-Unternehemen McAfee oder Symantec entfernt werden können. Entsprechend eng sollen auch die Beziehungen von Kaspersky zu den russischen Behörden sein.

Darüber hinaus gibt es wohl kaum eine bessere Tarnung für Spionagesoftware als ein Antivirenprogramm, welches regelmäßig die Rechner durchsucht und live die Aktivitäten am Rechner überwacht.

snake oilBearbeiten

Vielen Antivirenprogrammen wird auch unterstellt, als Schlangenöl zu fungieren, also keinen wirklichen Nutzen zu haben bis hin dazu Virenfunde vorzutäuschen um den Nutzer von der Sinnhaftigkeit des Erwerbs des Programms zu überzeugen.

Dies kann natürlich nicht für alle Virenprogramme gelten, da ja wirklich Schadsoftware im Umlauf ist gegen die Antivirensoftware schützt. Allerdings würde die Aufmachung der Virenschutzprogramme sich kaum von diversen Schadprogrammen unterscheiden, welche beim Nutzer selbst mit klickibunti Sicherheitswarnungen bombardieren, um ihm zum Kauf einer Programmlizenz zu verleiten. Auch gibt es berichte davon, das sich Antivirenprogramme, wie "McAfee Security Scan Plus", plötzlich ungefragt wie ein Trojaner installiert hätten, ohne das der Nutzer dies gewollt hätte.

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