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Assassinen

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Eine Islamisch-ismailitische Sekte, die in Persien sich von den Sunniten abspaltete. Sie wirkten offiziell in dem Zeitraum vom 11. bis zum 13. Jahrhundert. Sie gelten als die Vorläufer des Islamistischen Terrorismus. Auf ihr Konto gehen zahlreiche politische Morde hauptsächlich an sunnitischen Herrschern zurück, aber auch Kreuzfahrer waren ihre Opfer.

Ihr bedeutender Führer Hassan i Sabbah gilt manchem auch als Gründer der Illuminaten.

NamensherkunftBearbeiten

Es ist umstritten wie der Name entstand, hier ein paar Theorien

  • Assassine ist eine Verballhornung von Hassan i Sabbah
  • Assassine bedeutet Haschischesser, was auf den angeblichen Drogenkonsum der Assassinen hinweisen soll. Andere sehen im Begriff Haschischesser ein damals in Syrien gebräuchliches Schimpfwort für Sekten und gehen davon aus, dass die Gruppe diese Bezeichnung nie selbst verwendete.

GeschichteBearbeiten

Persische IsmailitenBearbeiten

Im späten 11. Jahrhundert bereiste Hassan i Sabbah Nordpersien. In dem durch das Gebirge schwer zugänglichen Land fielen seine Ansichten schnell auf fruchtbaren Boden und es gelang ihm eine große Anhängerschar zu sammeln. Es gelang ihm mehrere Burgen und ein Terretorium auf unterschiedliche Weise zu gewinnen. Seine bekannteste Aneignung und das Zentrum seiner Macht war die Burg Alamut.

Diese Entwicklung war den bisherigen seldschukischen Herrschern natürliche ein Dorn im Auge und so sendeten sie 1092 eine Expedition gegen Hassan i Sabbah. In diesem Jahr fand der erste bekannte politische Mord der Ischmailiten statt. Ein Fida'i (Geweihter) erdolchte am 17. Oktober den seldschukischen Wesir Nizam al-Mulk.

Syrische AssassinenBearbeiten

Um 1100 begann man auch in Syrien zu Missionieren. Der Schock durch den Einfall der Kreuzfahrer machte viele empfänglich für den Glauben der Ismailiten. Hier lief der Erwerb von Burgen schleppender an, doch bald hatte man auch hier im Gebirgszug des Dschebel Ansarieh eine zweite Machtbasis aufgebaut.

1150 wurde der "Alte vom Berge", Raschid al-Din (1133-1193), Machthaber über diese Region. Ihm gelang es durch geschicktes Taktieren mit den Templern und dem König Saladin die Position der Assassinen zu festigen. Um 1230 war ihr Gebiet gefestig und von Kreuzfahrern akzeptiert.

Ende der AssassinenBearbeiten

Mit dem Einfall der Mongolen in den Norden Persiens war das Schicksal der dortigen Assassinen besiegelt. 1256 fiel die Feste bei Alamut wobei die umfangreiche Bibliothek mit vielen naturwissenschaftlichen Schriften verbrannte.

In Syrien änderte sich die Lage mit der Machtübernahme des Mameluckensultan Baibars. Er duldete die Assassinen nicht und ihm gelang es seine Macht so zu nutzen, dass die Assassinen ihm ihre Gebiete im Jahr 1271 übergaben.

Geschichtliche BewertungBearbeiten

Die Geschichte der Assassinen, wie wir sie heute kennen, wurde in großen Teilen von ihren Feinden niedergeschrieben. So ist es wenig verwunderlich das es vermutlich ein Schimpfwort ist, unter dem sie uns heute bekannt sind.

Auch das die Bewertung der Assassinen meist durchweg negativ als brutale Meuchelmörder erfolgt, zeigt wie die Bewertung von ihnen durch ihre Feide bestimmt ist. Durch die Assassinen starben wahrscheinlich weit weniger Menschen als in einer einzigen Schlacht der Templer. Der Herrschermord der Assassinen wurde dennoch von vielen um ein tausendfaches schlimmer bewertet, als das abmetzeln von vielen Machtlosen in einer Schlacht bei der die Herrscher meist abwesend waren, dies wohl auch nicht zuletzt deswegen weil die Herrscher die Geschichtsschreibung lange Zeit bestimmten.

ErzählungenBearbeiten

Das Paradies auf ErdenBearbeiten

Eine heute in der westlichen Welt sehr verbreite Geschichte um die Assassinen lieferte Marco Polo, der aber aus Sicht der heutigen Geschichtsschreiber wenig glaubwürdig ist.

Marco Polo, welcher erst um 1254 geboren wurde, berichtete das Hassan i Sabbah, junge Mitglieder mit Opium betäubte und sie dann in eine der Burg von Alamut angeschlossenen Gartenanlage brachte. Dort sollen die Männer so gut bewirtet und von Frauen betreut worden sein, dass sie glaubten im Paradis zu sein. Man betäubte sie wieder und brachte sie zurück zu Hassan i Sabbah der ihnen sagte das sie nur ins Paradis zurück könnten wenn sie einen heldenhaften Tod sterben würden.

Grabungen an den Überresten der Burg von Alamut lassen heute allerdings auf keinerlei Gartenanlagen schließen.

VerschwörungstheorieBearbeiten

Eine Gruppe von haschischrauchenden, muslimischen, arabischen (semitischen) Terroristen stellt für zahlreiche Verschwörungstheoretiker des rechten Lagers das ultimative Feindbild dar. Es ist also nicht sonderlich Überraschend das sie auch häufig als Anti-Helden in zahlreichen Verschwörungstheorien vorkommen. Einige behaupten sogar, dass diese Gruppe hinter dem islamischen Terrorismus unserer Tage steht und nur als Ziel hätte den Westlichen und Ostlichen Block zu vernichten um die islamische Weltrevolution durch zusetzten.

Ursprung des modernen islamischen Terrorismus?Bearbeiten

Auf den ersten Blick scheint eine Verknüpfung zwischen den Assassinen und den modernen Terroristen als logisch, geht man aber ins Detail fallen einige Unterschiede auf. So töteten die Assassinen nicht wahrlos, wie die heutigen Terroristen, sondern richteten sich nur gegen Führungspersönlichkeiten. Auch richteten sie die Angriffe der Assassinen vorwiegend gegen andere Muslime, die eine Bedrohung für sie darstellten. Nicht selten waren die heute als Schläfer bezeichneten Fida'i monate- oder jahrelang im Umfeld der jeweiligen Machtperson tätig und schlugen meist erst dann los, wenn die Person etwas gegen die Ischmaeliten plante.

WeblinksBearbeiten

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