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Angebliche Chemtrails über Frankfurt

Als Chemtrails (engl. etwa Chemie-Spuren) bezeichnet man Kondensstreifen aus speziellen chemischen Zusätzen. Laut den Anhängern der Chemtrails-Theorie werden jeden Tag Unmengen von Chemtrails in der oberen Troposphäre versprüht.

Der genaue Zweck dieser Maßnahmen ist umstritten, wobei man aber meist davon ausgeht, dass die Chemtrails die Sonneneinstrahlung vermindern und die Globale Erwärmung kompensieren sollen. Die Anhänger der Chemtrails-Theorie verurteilen diesen Vorgang, da die versprühten Chemikalien sehr starke negative Wirkungen an Mensch und Natur hätten.

Offizielle Chemtrails Bearbeiten

Im Allgemeinen werden die offiziellen Chemtrails nicht als solche bezeichnet.

FlugshowsBearbeiten

Die bekannteste Anwendung von Chemtrails ist die Einfärbung von Kondensstreifen bei Flugshowvorführungen. Hierbei wird hinter das Triebwerk eine Patrone mit Farbpulver angebracht, die vom Piloten geöffnet wird.

HagelfliegerBearbeiten

In Süddeutschland und Österreich sind in den Sommermonaten sogenannte Hagelflieger bei besonderen Wetterlagen im Einsatz, die Silberiodid fein verteilt möglichst genau unter die Gewitterwolken sprühen. Die AgI-Moleküle werden mit den dort herrschenden starken Aufwinden in große Höhen gebracht und vervielfachen die Zahl der vorhandenen Kondensationskerne, die zur Bildung von Wassertröpfchen erforderlich sind. Regen bzw. Hagel werden dadurch nicht - wie vielfach angenommen - verhindert, es wird lediglich die Zahl der Wasser- bzw. Eiströpfchen stark erhöht und die Hagelkörner sollen nicht jene Größe erreichen, ab der sie große Schäden in der Landwirtschaft, an Gebäuden, Fahrzeugen u. dgl. anrichten können.

Da der Einsatz von Hagelfliegern beträchtliche Kosten verursacht, werden sie in Österreich nur in Gebieten mit Spezialkulturen, vorwiegend im Weinbau, eingesetzt. Die Piloten sind bei gewitterträchtiger Wetterlage permanent im Einsatz und verfolgen mit Hilfe des Regenradars die Wolkenentwicklung über ihren Einsatzgebieten. Mit kleinen aber bulligen ein- bis zweimotorigen Propellermaschinen versuchen sie dann, möglichst genau unter den aufsteigenden Gewitterturm (Cumulonimbus) zu fliegen und dort das Silberiodid aus zwei unter den Tragflächen angebrachten Brennern zu versprühen. Sie setzen sich dabei einem nicht unerheblichen Risiko aus, da die Turbulenzen unter diesen Gewittertürmen enorm sind (Vertikalgeschwindigkeiten bis zu 150 km/h).

Nach einem ähnlichen Prinzip können Regenwolken auch gezielt zum Abregnen gebracht werden, dieses Verfahren wurde in der Vergangenheit einige Male (z.B. Moskauer 1. Mai-Paraden) eingesetzt, um Großveranstaltungen vor Regen zu bewahren.

Fuel-DumpingBearbeiten

Mit Fuel-Dumping wird der Vorgang des Ablassens von Kerosin in Notfällen bezeichnet. Um bei Notlandungen das Landegewicht zu verringern und eine mögliche Brandgefahr bei Notlandungen zu minimieren, wird in solchen seltenen Fällen in der Luft das Kerosin aus den Tanks über spezielle Auslassdüsen abgepumpt; dieses verteilt sich in der Atmosphäre und kann für einige Zeit vom Boden aus als Kondesstreifen erkennbar sein.

LöschflugzeugeBearbeiten

Löschflugzeuge sind speziell zur Waldbrandbekämpfung mit Tanks ausgerüstete Flugzeuge welche Wasser oberhalb der Brände abwerfen. Das Löschwasser kann dabei mit speziellen Chemikalien versetzt sein, um die Wirkung zur Brandbekämpfung zu erhöhen. Z.B. kann durch Tenside die Oberflächenspannung von Wasser verringert werden, wodurch das Wasser das Brennmaterial besser benetzt und die Sauerstoffzufuhr verringert.

Solche Chemikalien können eine deutliche Verfärbung des abgeworfenen Löschwassers bewirken.

Für gewöhnlich können Löschflugzeuge aufgrund ihrer geringen Größe und ihrer niedrigen Einsatzhöhe deutlich von jenen die den inoffiziellen Chemtrails zugeschrieben werden unterschieden werden. Dennoch haben Bilder von Testflügen von speziell zur Waldbrandbekämpfung von Evergreen International Aviation umgerüsteten Boeing 747, dem "Evergreen Supertanker", den Verdacht erweckt, es könnte sich hierbei um ein Chemtrail-Sprühflugzeug handeln.

DüppelBearbeiten

Bei Düppeln, Chaff oder Window handelt es sich nicht um Chemikalien (also auch nicht um Chemtrails), sondern um ein Täuschmittel, das Radargeräte stört. Düppel bestehen meist aus metallbedampften, hauchdünnen Kunstfasern oder leitfähigen Kohlefasern. Anfangs wurden für diesen Zweck Stanniol-Streifen verwendet.

Düppel werden in der Luft verteilt und fungieren als Dipolantenne, die die Radarstrahlung reflektieren, sofern ihre Länge mit der Wellenlänge des Radarstrahls korrespondiert, d.h. einem Vielfachen der halben Wellenlänge entspricht. Da nun sehr viel Radarstrahlung zurückgeworfen wird, lössen sich massive Objekte (Flugzeuge, Hubschrauber) schwerer lokalisieren. Um die von Flugzeugen reflektierte Strahlung von der der Düppel zu trennen, wird heute in modernen Anlagen der Dopplereffekt ausgenutzt, mit dem man die Geschwindigkeit des Objekts bestimmen kann, dass die Radarstrahlung reflektiert.

Düppel werden als Ursache von sogenannten Geisterwolken (vgl. Geisterwolke über Niedersachsen) gesehen, welche nur auf dem Wetterradar existieren.

Inoffizielle ChemtrailsBearbeiten

Datei:Kondensstreifen am Suedhimmel.jpg

Unterscheidung zum KondensstreifenBearbeiten

Die Chemtrails sollen sich vor allem durch ihre extreme Langlebigkeit auszeichnen. Wahre Kondensstreifen sollen laut den Theoretikern höchstens einige Stunden, bzw. 20 Minuten (je nach Quelle) am Himmel stehen, in den meisten Fällen schon nach wenigen Sekunden verschwunden sein. Kondensstreifen sollen weitestgehend homogen weiß sein, während Chemtrails sich mit der Zeit breit ausdehnen und z.T. besondere Merkmale wie Ausflockungen, Regenbogeneffekt oder Färbung entwickeln. Normale Kondensstreifen sollen sich erst in einigem Abstand hinter dem Flugzeug zeigen und seien deutlich den Triebwerken zuzuordnen. Chemtrails hingegen beginnen direkt hinter dem Triebwerk oder würden von Düsen an Flügeln und/oder Leitwerk versprüht. Einen haltbaren Beweis für diese Behauptungen gibt es nicht.

ZusammensetzungBearbeiten

Den meisten Theorien zufolge bestehen gewöhnliche Chemtrails aus Aluminium- und Barium-Verbindungen.

FlugascheBearbeiten

J. Marvin Herndon, einem interdiziplinären Wissenschaftler, Physiker und Nuklearphysiker, publizierte 2015 im International Journal of Environmental Research and Public Health ein Paper mit dem er angeblich Chemtrails nachgewiesen hat.

Durch Vergleich der elementaren Zusammensetzung von Flugasche mit den Verunreinigungen von Regenwasser und Luftfiltern will Herndon nachgewiesen haben, dass Flugasche von Flugzeugen als Mittel zum Geoengineering verwendet wird. Neben systematischen Mängeln wird vor allem kritisiert, das Herndon keine Vergleiche zu anderen möglichen Verunreinigungen vorgenommen hat, etwa normalen Boden, der als Staub ständig in der Atmosphäre präsent ist und vom Regen ausgewaschen wird. Die elementare Zusammensetzung der Erdkruste, Böden und von Flugasche sind sehr ähnlich und Herndons Ergebnisse entsprechend nicht signifikant.

Paper
Kritik

Welsbach-PatentBearbeiten

(Welsbach-Patent)

Im März 1991 sollen die beiden chinesisch-stämmigen US-Forscher David Chang und I-Fu Shih in den USA ein Patent für zur "Stratosphärischen Welsbach-Anreicherung zwecks Reduktion der globalen Erwärmung" angemeldet haben.

Welsbach-Partikel sind Metall-Oxide, die in der Stratosphäre (8 - 18 km bis 50 km Höhe) ausgebracht werden sollen, um dort das einstrahlende Sonnenlicht in Infrarotlicht umwandeln, welches in den Weltraum abgestrahlt wird. Zum Ausbringen werden sie in den Flugzeugtreibstoff gemischt.

Dies ist vielen Theoretikern ein Beweis für die Chemtrails. Kritiker hingegen verweisen darauf, dass in den USA Patente kaum auf Funktionsfähigkeit geprüft werden, weshalb es sich lediglich um eine Idee handeln könnte. Auch wäre die bloße Existenz eines Patents kein Beweis für die Ausbringung der Chemtrails.

SprühverfahrenBearbeiten

Es scheint eine große Anzahl von Verfahren zu existieren, mit denen die Chemikalien versprüht werden. Zum Versprühen soll laut einigen Quellen eine über 1000 Flugzeuge große, vermutlich militärisch Flotte eingesetzt werden, andere vermuten die Kooperation mit zivilen Luftfahrtunternehmen. Einen haltbaren Beweis für diese Behauptungen gibt es nicht, die erwähnten Quellen sind mehr als dubios.

TreibstoffBearbeiten

Eine vermutete Methode zum Ausbringen der Chemtrails soll die Beimischung von Chemikalien zum Treibstoff sein. Dies setzt voraus, dass die Chemikalien hitzeresistent sind. Einen haltbaren Beweis für diese Behauptungen gibt es nicht.

Zusätzliche SprühdüsenBearbeiten

AngeblicherChemtrailer videocut at 0-16s.jpg

Besonders bei den Chemtrails, die keinen direkten Zusammenhang zu den Triebwerken des Flugzeugs erkennen lassen, wird vermutet, dass es sich um zusätzliche Düsen handelt. Es gibt mehrere Fotos, die angebliche Düsen zum Ausbringen der Chemikalien von am Boden stehenden Flugzeugen zeigen. Einen haltbaren Beweis für diese Behauptungen gibt es nicht.

Ziel(e)Bearbeiten

Bekämpfung des TreibhauseffektsBearbeiten

Die USA haben das Kyoto-Protokoll gegen den anthropogenen Treibhauseffekt nicht unterzeichnet. Dies führte immer wieder zu Spekulationen, dass man dieses Problem anders angehen würde.

Eine Möglichkeit wäre, das Sonnenlicht daran zu hindern den Erdboden zu erreichen. Dies soll nach Aussagen einiger Leute durch das Versprühen feinstverteilten Aluminiumoxids geschehen.

Kritiker dieser Theorie verweisen darauf, dass es nicht nur notwendig ist, die solare Strahlung (UV-Strahlung, sichtbares Licht) abzublocken, sondern auch der terrestrischen Strahlung (Infrarot-Licht) eine Möglichkeit zu geben, in den Weltraum abzustrahlen. Wissenschaftliche Ergebnisse legen nahe, dass bei Wolken, die keine große Dichte haben, deren häufigere Entstehung unter anderem dem Flugverkehr zugerechnet wird, die Einstrahlung gegenüber der Ausstrahlung überwiegt, weshalb ein genau gegenteiliger Effekt, eine zusätzliche Aufheizung, entsteht.

Von einigen Wissenschaftlern, wie dem Chemienobelpreisträger Paul Crutzen und dem australischen Forscher Tom Wigley, wird der Einsatz von Schwefelinjektionen in der Stratosphäre (oberhalb der Tropopause, in der die Chemtrails angeblich versprüht werden) gefordert, um auf diese Weise die Erderwärmung zu reduzieren.

Einige Chemtrail-Anhänger sehen in dem Effekt auf das Klima lediglich einen Vorwand, während der wahre Zweck der Chemtrails noch verschleiert wird.

Schutz vor solarer und kosmischer StrahlungBearbeiten

Von einigen Theoretikern wird vermutet, dass die Ozonschicht bei weitem stärker geschädigt sei, als dies bisher zugegeben wurde. Zum Schutz des Lebens auf der Erde würde deshalb mittels Chemikalien eine zusätzliche Schutzschicht aufgebaut, die die UV-Strahlung abblocken soll.

Angeblich sollen Barium-Salze in der Atmosphäre vermischt mit Aluminium ein diffuses elektrisches Feld erzeugen, welches unter Einfluss von ULF-Wellen zu großen Blitzentladungen zwischen Stratosphäre und Troposphäre führt, wobei Ozon entsteht.


Ein weiterer denkbarer Plan wäre die Vorbereitung auf einen globalen Polsprung. Offizielle Schätzungen gehen davon aus, dass sich ein solcher innerhalb der nächsten 3.000 bis 4.000 Jahre ereignen wird (durchschnittlich ereignet sich ein Polsprung alle 1/4 Million Jahre, der letzte liegt 3/4 Millionen Jahre zurück). In der etwa 4.000 bis 10.000 Jahre andauernden Phase der Polumkehr bietet das Erdmagnetfeld kaum Schutz gegen kosmische und solare Strahlung. In einer solchen Zeit kommt es zwangsläufig zum Aussterben einiger Arten und zum Tod vieler Individuen, was Milliarden Menschenleben bedeuten könnte. Der Aufbau athmosphärischer Schichten, die dieser Strahlung entgegenwirken, wäre eine denkbare, wenn auch logistisch überfordernde Methode, um ein Massensterben zu verhindern.

Lokale WettermanipulationBearbeiten

Einige (?) heben hervor, dass hinter dem Chemtrail-Projekt besonders das US-Militär stünde, weshalb die Chemtrails wohl auch für lokale Wettermanipulation eingesetzt würden.

Begründet wird dies oft mit dem auftreten merkwürdiger Wetterlagen bei Einsätzen des Militärs (vgl. oben Hagelflieger).

Mind ControlBearbeiten

Es heißt, daß Chemtrails auch zur Versprühung psychisch aktiver Mittel und anderer Drogen dienen könnten. Dies setzt voraus, dass die Substanz über externe Düsen verprüht werden, da solche Verbindungen nicht hitzebeständig sind.

Allerdings ist es unwahrscheinlich, dass eine ausreichende Dosierung bei der Verdünnung in der Luft erreichbar wäre, insbesondere dann, wenn es sich um Flugzeuge in 10 km Höhe handelt. Viel wahrscheinlicher erscheint es, dass kleinere Flugzeuge, wie sie z.B. in der Landwirtschaft zum Besprühen von Feldern eingesetzt werden, solche Substanzen in sehr geringen Höhen ausbringen, in denen sich aber keine Kondensstreifen bilden. Ein solches Versprühen wäre allerdings auch sehr auffällig.

Selbst wenn die Droge in extrem kleinen Mengen wirksam wäre, wäre eine angepasste Dosierung nicht möglich, da Wetter und die individuelle Dosis den letztendlichen Effekt unberechenbar mache.

Jo Conrad beruft sich auf die Homöopathie, eine medizinischen Pseudowissenschaft, welche von extrem verdünnten Medikamenten ausgeht, in seiner Aussage, dass Barium und Alluminium eine schwächende Wirkung auf die Willenskraft hätten.

Möglich wären auch negative Auswirkungen auf Gedächtnis, Sozialverhalten, Intelligenz und Kontinenz, um wiederum die Erkenntnis zu verschleiern, dass die Menschheit manipuliert wird. Als Beweis hierfür zeigen sich Personen, die häufig Chemtrails beobachten (also da wohnen, wo viel gesprüht wird) gerne mit deutlichem Mangel an oben aufgeführten Merkmalen. Dies unterstreicht nochmals, wie perfide das System möglicherweise ausgeklügelt ist.

BC-WaffentestBearbeiten

Die Auswirkungen von biologischen und chemischen Waffen lassen sich nur äußerst schwer beurteilen, da ihr Einsatz international geächtet wird und deshalb nur wenige, meist schlecht dokumentierte Fälle bekannt sind. Auch gibt es Bestrebungen BC-Waffen zu entwickeln, die die Opfer nur kampf- bzw. arbeitsunfähig machen.

Das Ausbringen solcher Kampfmittel über eigenen Städten könnte als Test genutzt werden, allerdings ergeben sich hier wieder die Probleme der Luftverdünnung und Dosierung, wie sie im vorhergehenden Abschnitt angesprochen wurden.

BevölkerungsreduktionBearbeiten

Einige sehen hinter den Chemtrails ein Programm zur "New World Order", welches angeblich vorsieht, die Weltbevölkerung drastisch zu reduzieren. Die Chemtrails würden die Bevölkerung gezielt vergiften: Die Fruchtbarkeit der Bevölkerung würde abnehmen und Krankheiten, insbesondere Lungenkrankheiten, würden zunehmen.

Von Kritikern dieser Theorie wird darauf verwiesen, dass derjenige hinter den Chemtrails sich letztendlich auch selbst vergiften würde, da sich bei einer Flughöhe von 10 km das Gift überall auf der Welt verteilen würde.

Einige Anhänger dieser Theorie verweisen darauf, dass diejenigen, die hinter dem Plan steckten, sich vermutlich längst in unterirdische Anlagen zurückgezogen hätten, wo sie vor diesen Giften geschützt seien.

Hier lässt sich leicht eine Parallele zur Alternative 2 und 3 ziehen, laut der eine Elite der Menschheit daran arbeiten würde, die Erde zu verlassen, bevor diese durch die Umweltzerstörung der Menschen unbewohnbar wird. Eine Bevölkerungsreduktion würde den Zeitpunkt des totalen Klima-Kollapses verzögern und es ermöglichen, dass mehr Mitglieder der Elite sich retten könnten.

Des Weiteren gibt es Theorien, die hinter den Weltverschwörern Reptiloide sehen, weshalb sich das Problem der Selbstvergiftung für diese gar nicht ergibt.

ChembustersBearbeiten

Chembuster, Cloudbusters oder Towerbusters sind unterschiedliche Geräte, die angeblich Chemtrails abwehren bzw. auflösen können. Die Funktionsweise von Chembustern ist für viele sehr schwer zu verstehen, weshalb oft das Funktionieren an sich als Beleg für die Funktionsfähigkeit gilt (ein solches Denken hat aber den Nachteil, dass eventuelle negative Effekte erst bemerkt werden können, wenn es zu spät ist).

Um die Chembusters zu verstehen, bedarf es Kenntnisse der Orgon-Theorie, welche von Wilhelm Reich postuliert wurde.

Kritiker halten solche Geräte meist für pseudowissenschaftlich und sehen hinter ihnen die Geldmacherei einiger Quacksalber. Bei eBay werden Chembusters für um die 200 Euro€ verkauft.

KritikBearbeiten

Kondensstreifen DefinitionBearbeiten

Kritiker der Chemtrails-Theorie verweisen vor allem darauf, dass es keine typischen Kondens- bzw. Sublimationsstreifen von Flugzeugen gibt, wie er von den Chemtrail-Theoretikern beschrieben wird. Sie versuchen vor allem, die von den Theoretikern beschriebenen Chemtrails als normale Kondensstreifen herauszustellen.

LanglebigkeitBearbeiten

Als "Beweis" für die Existenz von Chemtrails wird immer wieder die Erscheinung lange sichtbarer Kondensstreifen beschrieben. Allerdings können solche Kondensstreifen auch bei bestimmten Wetterlagen auftreten. Die entsprechende meteorologische und Luftfahrtfachliteratur erwähnt diesen Umstand seit den 40er Jahren des letzten Jahrhunderts, etwa 50 Jahre bevor die Chemtrail-Hypothese entstand.

AbreißenBearbeiten

Ein weiterer "Beweis" für Chemtrails soll das plötzliche Abreißen von Kondensstreifen an Flugzeugen sein, welches als Abschalten des Sprühvorgangs betrachtet wird.

Um das Abreißen eines Kondensstreifen als unnatürlich zu betrachten, setzt man allerdings voraus, dass in der Tropopause durchweg ein homogenes Verhältnis von Luftfeuchtigkeit, Temperatur etc. herrscht, was ebenso bedeuten würde, dass Wolken in der uns bekannten Weise nicht existieren könnten. Die ungleichmäßige Verteilung etwa der Luftfeuchtigkeit bewirkt, dass sich Kondesstreifen, ebenso wie Wolken, an bestimmten Stellen besser halten als an anderen, wodurch der Eindruck abreißender Kondensstreifen entsteht.

NetzstrukturBearbeiten

Die Netzstruktur von Chemtrails ist für viele ein Beleg dafür, dass die Chemtrails kontrolliert versprüht wurden. Kritiker verweisen darauf, dass diese Netzstruktur durch Flugstraßen entsteht. Da die Flugbahn zweier Flugzeuge auf einer Flugstaße aber nicht vollständig identisch ist, bilden sich Parallelen, welche dort wo sich Flugstraßen kreuzen, wiederum eine Gitterstruktur ergeben.

RegenbogeneffekteBearbeiten

Einige Anhänger der Chemtrailtheorie verweisen auf bestimmte Lichteffekte, welche bei normalen Wolken nicht auftreten würden und deshalb nur durch Chemikalien erklärbar seien. Kritiker wiederum beharren darauf, dass optische Effekte an Wassertröpfchen alltäglich sein (z.B. bei Regenbögen) und Wolken nichts anderes als Wassertröpfchen sind.

Farbige KondensstreifenBearbeiten

Die Existenz von schwarzen und andersfarbigen Kondensstreifen wird als Argument verwendet, dass diese offensichtlich mit chemischen Zusätzen versehen seien. Kritiker wiederum verweisen darauf, dass unter bestimmten Bedingungen normale Wolken in ungeahnter Farbenpracht erstrahlen können. In den Morgen oder Abendstunden können Wolken, da sie sich über der Erdoberfläche befinden, noch vom Morgen- oder Abend-Rot beschienen werden und so von gelb bis rot erscheinen. Zu solchen Zeiten können sich auch Wolken schwarz gegen den Hintergrund abheben, da sie bereits stärker im Schatten der Erde liegen als die blaue Atmosphäre, die Sonnenlicht auf die Erde reflektiert. Zu anderen Tageszeiten können normale Kondensstreifen auch einen Schatten auf halbdurchsichtige Wolkenschichten werfen, so das der Eindruck eines zweiten, 'dunklen' Kondensstreifens entsteht.

Kein direkter BeweisBearbeiten

Solange keine Proben aus diesen Kondesstreifen entnommen und in Laboratorien untersucht wurden, ist bei solchen Erscheinungen nicht von Kondensstreifen mit chemischen Zusätzen auszugehen. Bisher gab es auch noch keine Untersuchung, die die Zunahme der in den Chemtrails vermuteten Chemikalien am Boden nachvollziehen konnte und das obwohl ein Anstieg dieser Chemikalen sich praktisch an jedem Ort, an dem auch Regen fällt, auswirken müsste.

Ockhams RasiermesserBearbeiten

Selbst wenn sich die Beschaffenheit von Kondensstreifen von früheren unterscheidet, bleiben immer noch andere Erklärungsansätze plausibler: So führt etwa die verbesserte Verbrennung dazu, dass mehr kleinere Partikel (Feinstaub) entstehen, was mehr Kondensationkeime bedeutet, die allerdings nur kleinere Tröpfchen bilden. Auch könnte das Phänomen durch Rückstände von Treibstoffzusätzen entstehen, die die Feuergefahr minimieren sollen.

Anonyme ExpertenBearbeiten

Einige Chemtrail-Theoretiker berufen sich immer wieder auf Quellen, die selbst anonym bleiben wollen. Dies mag zwar in einigen Fällen aus journalistischer Sicht vertretbar sein, aber wenn dies zu einem Dauerzustand wird, stellt sich die Frage, warum keiner von diesen mit seinem Namen zu seiner Aussage steht bzw. wie man die Aussage eines anonymen Experten überhaupt nachprüfen kann. Zum Teil liegt der Vorwurf nahe, dass Aussagen von anonymen Experten schlicht erfunden seinen.

Personeller AufwandBearbeiten

An der Chemtrails-Theorie wird unter anderem kritisiert, dass es trotz des personellen Aufwands, den eine solche Aktion hätte, so gut wie gar keine Menschen gibt, die an die Öffentlichkeit gehen. Befinden sich chemische Zusätze im Treibstoff, sind die Hersteller involviert, ebenso die Flugzeugingenieure, die die Maschine darauf abstimmen müssen. Der Effekt macht sich auch in der Leistungfähigkeit des Flugzeugs bemerkbar, weshalb selbst die Piloten ihn bemerken würden. Zudem stellt sich die Frage, warum, wenn die Chemtrails nur aus Barium- und Aluminium-Verbindungen bestehen, keine Chemtrails beim Start entstehen.

Im Falle spezieller Flugzeuge mit Sprühdüsen müssten spezielle Teile konstruiert werden, was wiederum die Konstrukteure als Mitwisser beansprucht. Die Piloten müssten involviert sein, da sie die Düsen an und aus schalten müssten (dasselbe gilt im Falle von Drohnen für Programmierer). Dies kann in keinem Fall von zivilen Passagiermaschinen betrieben werden, da dort solche Schalter vollkommen öffentlich wären.

Selektive WahrnehmungBearbeiten

Einige Kritiker der Chemtrailstheorie führen die vermehrte Wahrnehmung von Chemtreils auf selektive Wahrnehmung zurück. Der Großteil der Anhänger würde das "Phänomen" erst dann wahrnehmen, wenn sie mit der entsprechenden Geschichte darauf hingewiesen wurden. Da die erste Wahrnehmung somit nicht an das Auftreten des "Phänomens" gebunden ist, lässt sich keine Aussage darüber treffen, ob es ein neues ist, oder gar schon immer vorlag. Hinzu kommt, dass durch den anwachsenden Luftverkehr auch die Kondenzstreifen stärker wahrgenommen werden, was früher nicht der Fall war.

Stellungnahme der Bundesregierung 2004Bearbeiten

Quelle: Deutscher Bundestag Drucksache 15/3694

"'Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 6. September 2004 eingegangenen Antworten der Bundesregierung
...
Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit
75. Abgeordneter
Herbert
Frankenhauser
(CDU/CSU)
Werden über der Bundesrepublik Deutschland zur Erforschung der Reduktion der globalen Erwärmung so genannte Chemtrails (von Flugzeugen versprühte chemische Spuren) ausgebracht?
Antwort der Parlamentarischen Staatssekretärin Simone Probst vom 8. September 2004
Der Bundesregierung liegen keine Erkenntnisse darüber vor, dass Flugzeuge in Europa so genannte Chemtrails in die Atmosphäre einbringen.

Siehe auchBearbeiten

ReferenzenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

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