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Cubana Flug 455

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Cubana Flug 455 war eine Douglas DC-8 welche von Guayana über Trinidad, Barbados und Kingston nach Havanna (Kuba) flog.

Am 6. Oktober 1976 wurde der Flug durch einen Terroranschlag zum Absturz gebracht. Alle 73 Insassen, 48 Passagiere und 25 Besatzungsmitglieder, kamen dabei ums Leben. Die zwei mit Zeitzünder versehenen Bomben explodierten wenige Minuten nach Start von Barbados.

Vermutetes Ziel des Anschlags waren die 24 Mitglieder der kubanische Fechtmannschaft, welche gerade alle Goldmedailen in der zentralamerikanischen und karibischen Meisterschaft erhalten hatte, an Bord waren auch kubanische Beamte (vornehmlich von Sportverbänden) und fünf nordkoreanische Regierungsoffizielle.

Wenige Stunden nach dem Vorfall wurden die zwei Venezuellaner Freddy Lugo und Hernan Ricardo Lozano (unter dem Namen José Vázquez García), welche den Flug von Trinidad nach Havanna mit Gepäck gebucht hatten, aber die Maschine in Barbados verließen und nach Trinidad zurück flogen. Die beiden gestanden den Anschlag und sagten aus das sie auf Befehl des Exil-Kubaners Luis Posada Carriles gehandelt hätten und mit Orlando Bosch zusammenarbeiteten.

Am 14. Oktober wurden Posada und Bosch in Venezuela festgenommen. Bei der Durchsuchen einer Firma von Posada (Investigaciones Comerciales e Industriales C.A), bei der auch Ricardo gearbeitet hatte, wurden Waffen, Sprengstoff und Funksender gefunden.

In einem Militärgerichtsverfahren in Venezuela wurde die vier Angeklagten 1980 freigesprochen. Wegen einer mangelnden Zuständigkeit des Militärgerichts erfolgte eine weitere Verhandlung vor einem Zivilgericht. Lugo und Ricardo wurden 1985 zur Mindeststrafe von 1985 zur Mindeststrafe von 20 Jahren verurteilt. Posada gelang vor der Urteilsverkündung 1985 die Flucht. Orlando Bosch wurde frei gesprochen, weil Beweise von Barbados zu spät und unübersetzt nach Venezuela gesendet wurden, ein Versuch, Boschs Fall an ein höheres Gericht zu übergeben scheiterte, und Bosch kam 1987, nach 11 Jahren Haft, frei.

Posada floh zunächst nach Panama und später in die USA. Auch Bosch siedelte später in die USA über.

Mehrfache Auslieferungsgesuchen Venezuelas unter dem USA-kritischen Präsidenten Hugo Chavez wurden abgelehnt, da es in Venezuela Folter gäbe. Mit gleicher Begründung wurden auch Auslieferungsgesuche aus Kuba beantwortet.

Geheimdienstliche VerwicklungenBearbeiten

Der Exilkubaner Posada arbeitete von 1967 bis 1974 als Direktor der Spionageabwehr für den venezuelanischen Inlandsnachrichtendienst DISIP und erhielt in dieser Zeit auch ein Zubrot von 300 US-$ pro Monat von der CIA. Nach dieser Arbeit, blieb er der CIA als Quelle erhalten, so das diese auch über Anschlagspläne auf ein Flugzeug wusste. Posada arbeitete mit der Cuban-American National Foundation zusammen.

Orlando Bosch Ávila gehörte zu den Gründern der Coordination of United Revolutionary Organizations (CURO), welche vom FBI als eine terroristische anti-Castro-Organisation eingestuft wurde und für mehrere Anschläge verantwortlich gemacht wird. Der CURO gehörte auch Posada an. Später FBI-Dokumente zeigten, das die Anschlagspläne offenbar im Umfeld der CURO entstanden waren.

Es gibt Spekulationen, das Posadas Flucht aus dem venezuelanischen Gefängnis mit Schmiergeldern erkauft war.

siehe auchBearbeiten

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