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Cyberwar ist ein Kofferwort aus den englischen Wörtern Cyberspace und War und bedeutet zum einen die kriegerische Auseinandersetzung im und um den virtuellen Raum mit Mitteln vorwiegend aus dem Bereich der Informationstechnik. Zum anderen sind damit – in einem erweiterten Sinn – die hochtechnisierten Formen des Krieges im Informationszeitalter gemeint, die auf einer weitgehenden Computerisierung, Elektronisierung und Vernetzung fast aller militärischer Bereiche und Belange basieren.

Typische Methoden von Cyber-Kriegsführung sind:

  • Spionage: Das Eindringen in fremde Computersysteme zum Zwecke der Informationsgewinnung (vgl. SIGINT)
  • Defacement: Veränderungen am Inhalt einer Website, um u. a. Propaganda zu schalten
  • diverse Formen von Social Engineering
  • Einschleusen von kompromittierter Hardware, die bewusst fehlerhaft arbeitet oder Fremdsteuerung erlaubt
  • Nutzung von Botnets, welche die Identifizierung des Angreifers verhindern
  • Denial-of-Service-Attacken, um feindliche Dienste zu stören oder vollständig zu unterdrücken
  • Materielle Angriffe (Zerstören, Sabotage, Ausschalten) von Hardware (z. B. Kabel-, Antennen- und Satellitenverbindungen)

Oftmals lassen sich die Verursacher eines Cyber-Angriffes im Nachhinein nicht mehr ausmachen.

BeispieleBearbeiten

  • 1982 Angeblich soll die CIA durch einschläusen von manipulierter Software eine Sibirische Gas-Pipline zerstört haben. Der Wahrheitsgehalt dieser Geschichte ist allerdings umstritten.
  • 2003/4 Titan Rain, koordinierter Angriff auf mehrer US-amerikanische Computersysteme, wie etwa von Lockheed Martin, Sandia National Laboratories, Redstone Arsenal und der NASA. Die Angriffe wurden vermeintlich chinesischen Hackern zugeschrieben.
  • 2007 wurde Estland Ziel von großangelegten Denial of Service-Angriffen, welche Teile der staatlichen Infrastruktur lahmlegten. Die Hintermänner und der Grund des Angriffs wurden nie ausgemacht, aber es gibt Spekulationen die es mit der Versetzung des Bronze-Soldaten von Tallinn, einem sowjetischen Kriegsdenkmal, in Verbindung bringen und die Quelle des Angriffes in Russland glauben. (Estonischer Cyberkrieg 2007)
  • Juli 2009 Zahlreiche Denial of Service-Angriffe gegen Ziele in Süd-Korea und den USA, der Verursacher konnte nicht ausgemacht werden, einige Spekulationen verweisen auf Nord-Korea.
  • Juli 2010 Bei dem Computer-Wurm Stuxnet, welcher die Siemens-Steuersoftware WinCC und PCS 7 insbesondere auf Rechnern im Iran infizierte, gab es Spekulationen, das westliche Geheimdienste ihn entwickelt hätten um das iranische Atomprogramm anzugreifen [1].

Dazu wurden bei mehreren militärischen Auseinandersetzungen parallel Methoden der Cyber-Kriegsführung angewand, so etwa

siehe auchBearbeiten

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