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Erdöl

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Erdöl ist ein in der Erdkruste eingelagertes, hauptsächlich aus Kohlenwasserstoffen bestehendes Stoffgemisch.

Das als Rohstoff bei der Förderung aus Speichergesteinen gewonnene und noch nicht weiter behandelte Erdöl wird auch als Rohöl bezeichnet. Es ist derzeit der wichtigste Rohstoff der modernen Industriegesellschaften und wird deshalb auch „Schwarzes Gold“ genannt. Allein in den Jahren von 2000 bis 2007 wurden etwa 200 bis 220 Milliarden Barrel –(ein Barrel entspricht ungefähr 159 Liter) weltweit gefördert. Erdöl ist ein fossiler Energieträger und dient zur Erzeugung von Elektrizität und als Treibstoff fast aller motorisierter Verkehrs- und Transportmittel. Wichtig ist Erdöl zudem in der chemischen Industrie, es wird zur Herstellung von Kunststoffen und anderen Chemieprodukten benötigt.

ErdölentstehungBearbeiten

biotische ErdölentstehungstheorieBearbeiten

Die gängige Theorie zur Erdölenstehtung ist die biotische. Ähnlich der Kohle an Land, entstehe Erdöl aus der Ablagerungen von toten Meeresorganismen, welche in sauerstoffarmen Regionen von anaeroben Bakterien zu Faulschlamm zersetzt würden. Durch überlagernde Sedimente (Sauerstoffabschluss) würde diese Faulschlämme in 100000 bis zu mehren Millionen Jahren durch Druck und Wärme in Öl umgewandelt. Gelangt das Öl allerdings in zu große Tiefen (4000m) kann es auch zerstört werden.

Das flüssige Öl kann durch Poren in andere, sogenannte Speichergesteine oder Ölfallen, d.h. Lagerstätten, an denen das Erdöl durch undurchlässige Gesteinsschichten nicht mehr aufsteigen kann, wandern (Migration). An vielen Erdöllagerstätten findet sich auch Erdgas, welches auf ähnliche Weise entsteht.

Als Beleg für die biotische Erdölentstehung gilt das Vorhandensein von sogenannten Biomarkern im Erdöl, also Stoffen die als spezifische Überreste von Lebensformen betrachtet werden.

abiotische ErdölentstehungstheorieBearbeiten

Die abiotische Erdölentstehungstheorie geht davon aus, dass Erdöl im Erdmantel permanent nachgebildet wird, wodurch Erdölfelder immer wieder aufgefüllt würden.

Probebohrungen, welche am Siljan See in Schweden nach abiotischen Erdöl suchten, blieben allerdings ohne Erfolg [1].

Von Anhängern der abiotischen Erdöl-Entstehungstheorie wird auch das Eugene Island block 330 oil field, dessen Ölförderung nach dem Peak einen erneuten anormalen Anstieg erlebte, als Beleg für das Nachströmen von abiotischem Öl gesehen. Kritiker hingegen verweisen darauf, dass das nachströmende Öl vermutlich aus einer älteren Öl-Lagerstätte stammte, die nun in das Ölfeld einfloss. Das Vorhandensein von Biomarkern, welche auf das Jura oder die frühe Kreidezeit schließen ließen, würde diese Annahme bestätigen und der neue Peak sei inzwischen überschritten. Darüber hinaus stelle das Feld nur eine einzelne Anomalie unter vielen Ölfeldern dar, in die kein Öl nachströme.

Erdöl aus dem WeltraumBearbeiten

Immanuel Velikovsky behauptete, dass Erdöl als Teil des Schweifs der Venus bei einem Beinahezusammenstoß auf die Erde herabgeregnet sei.

Wirtschaftliche BedeutungBearbeiten

ErdölkonzerneBearbeiten

Aufgrund der großen Bedeutung, die Erdöl für die Wirtschaft in allen Teilen der Welt hat, verfügen Erdölkonzerne über einen bedeutenden politischen Einfluss, welcher wiederum Korruption und Verschwörungstheorien begünstigt.

Als bedeutsames Beispiel hierfür gilt John D. Rockefeller (1839-1937), welcher mittels der Öl-Industrie zum reichsten Mann seiner Zeit wurde und die Rockefeller-Dynastie begründete.

Liste von bedeutenden Erdölkonzernen:

siehe auch: OPEC, Energieversorgungsunternehmen

Öl- und ErdgaskonflikteBearbeiten

Insbesondere im Nahen Osten und einigen GUS Staaten kommt es immer wieder zu Konflikten, welche mit der Förderung und dem Transport von Erdöl und Erdgas in Verbindung gebracht werden.

Ereignisse die mit der geostrategischen Bedeutung von Erdöl verbunden waren u.a.:

peak oilBearbeiten

siehe peak oil

Ausgehend von der Annahme, dass Erdöl ein sehr begrenzter Rohstoff sei, gibt es die Theorie des peak oil, also des globalen Ölfödermaximums. Der Zeitpunkt dieses Maximums und die Folgen für die Menschheit, deren Wirtschaft heute in weiten Teilen auf Öl basiert, sind Gegenstand weitreichender Diskussionen.

PetrodollarBearbeiten

Als Petrodollar wird die Menge des gegen Erdöl gehandelten US-Dollars bezeichnet.

Der US-Dollar ist die auf dem Öl-Markt dominante Handelswährung, was auch zu seiner enormen Bedeutung auf dem Weltmarkt beiträgt, da so auch eine beständige Nachfrage nach US-Dollars existiert. (Wikipedia)

Nach dem Verschwörungstheoretiker F. William Engdahl sei die Ölkrise 1973 als Antwort auf den Zusammenbruch des Bretton-Woods-Systems von den Bilderbergern inszeniert worden. Durch Bretton-Woods war festgelegt worden, dass die USA sich - zumindest auf zwischenstaatlicher Ebene - bereiterklärten, Dollar-Devise gegen Gold zu tauschen, wodurch der Dollar scheinbar gedeckt war(Goldwährung). Die USA kamen aber nach 1971 dieser Verpflichtung nicht mehr nach, wodurch die stabilen Wechselkurse zu europäischen Währungen nicht mehr aufrechterhalten werden konnten und es zu einem starken Wertverfall des Dollars kam.

Nach Engdahl soll sich die Saudi-Arabische Königsfamilie, im Gegenzug zu einer US-Protektion, verpflichtet haben, Erdöl nur in US-Dollar zu handeln, wodurch dies die bestimmende Währung in der OPEC wurde. Mit der Erdölkrise 1973 stieg der Öl-Preis und damit die Nachfrage nach Petrodollars, wodurch sich der US-Dollar wieder stabilisieren konnte (er sei quasi mit Erdöl gedeckt).

Der Iran kündigte 2006 an, eine eigene Iranische Ölbörse (IOB) zu eröffnen, auf der Erdöl gegen Nicht-Dollar-Währungen gehandelt werden sollten. Dies wurde von einigen als Bedrohung des (erdölgedeckten) US-Dollars angesehen. Seit 2007 handelt der Iran Erdöl nicht mehr gegen US-Dollar.

Als es im Jahr 2008 zusätzlich zu einer Reihe von Seekabelbrüchen kam, welche den Internetverkehr in Teilen des Nahen und Mittleren Ostens (insbesondere Indien) beeinträchtigten, gab es Spekulationen, dass dies eine gegen die Eröffnung der IOB gerichtete Aktion sei (ein ursächlicher Zusammenhang der Seekabelbrüche oder eine gezielte Zerstörung wurde nie nachgewiesen). Die IOB eröffnete am 17. Februar 2008 und handelt seitdem Erdöl gegen den Iranischen Rial, welcher vermutlich in Folge von westlichen Sanktionen im Jahr 2012 einen massiven Wertverlust erlitt.

Wirkung auf die UmweltBearbeiten

Öl-KatastrophenBearbeiten

Bei der Förderung und insbesondere beim Transport von Erdöl kommt es immer wieder zu Katastrophen, bei denen große Mengen von Erdöl in die Umwelt gelangen. Folge dieser Katastrophen sind meist große und langanhaltende Schäden an der Natur.

Als eine der letzten bedeutsamen Ölkatastrophen gilt die Ölpest im Golf von Mexiko 2010.

Radioaktive AbfälleBearbeiten

Eine weniger betrachtete Wirkung der Ölförderung ist das Anfallen von radioaktiven Abfällen. Dieses werden meist nicht oder nur unzureichend entsorgt.

Bedeutung bei der Globalen ErwärmungBearbeiten

Durch den Verbrauch von Erdöl als Brennstoff zur Energieerzeugung werden große Mengen von CO2 frei, welches eine große Rolle bei der Diskussion um die Globale Erwärmung spielt.

Erdöl-AlternativenBearbeiten

Der Hauptbedarf des Erdöls liegt vor allem in den Bereichen Energie und Treibstoff. Ein drittes Gebiet ist die Verwendung von Erdöl in der Chemie (z.B. Kunststoffe).

Energie Im Bereich der Energie gelten vielfach regenerative Energiequellen als bedeutsam, dies wären:

  • Windräder
  • Sonnenkollektoren/Solarzellen
  • Wasser (Fließwasserkraftwerke, Staudämme)
  • Wellenkraftwerke
  • Gezeitenkraftwerke
  • Biologisch gespeicherte Energie (z.B. Holz) bzw. Biogas
  • Erdwärme
  • Speicherkraftwerke (zur Regulierung der Energieversorgung)
  • u.s.w.

Kohle und Kernspaltung (Uran-235) hingegen gelten nur als Übergangslösungen, da dies selbst begrenzte Rohstoffe sind.

Treibstoff Ein Treibstoffersatz erscheint als schwieriger

  • biologische Quellen (z.B. Palmöl, deren Gebrauch aber sehr umstritten ist)
  • Neue Antriebssysteme
    • Elektromotoren mit
      • Batterien
      • Brennstoffzellen
    • Erdgas
    • Ethanol (herstellbar etwa aus Zucker)

siehe auchBearbeiten

  • F. William Engdahl, Verschwörungstheoretiker, der sich mit der Rolle der Erdölwirtschaft befasst hat

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