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Die Europäische Arbeiter-Partei (EAP) war eine kleine politische Partei in Umkreis von Lyndon LaRouche und Helga Zepp-LaRouche (seihe LaRouche-Bewegung).

Bekannt wurde die 1974 gegründete und zunächst – nach Einschätzung des Verfassungsschutzes NRW - eher trotzkistisch ausgerichtete Partei vor allem durch kurze Beiträge im öffentlich-rechtlichen Funk- und Fernsehen, die Parteien im Vorfeld von Wahlen gewährt werden. Dabei sprach sich die EAP prägnant für die Atomkraft aus, was damals nicht wenige Zuschauer überraschte. Die Bundesvorsitzende war Helga Zepp-LaRouche.

Die EAP verfügte wohl über etwa zweitausend Mitglieder. Seit 1986 ist die Partei nicht mehr bei Wahlen angetreten. Zunächst galt die Partei Patrioten für Deutschland, nun die Bürgerrechtsbewegung Solidarität (BüSo) als Nachfolger der EAP.

Helga Zepp-LaRouche kandidiert jetzt für die BüSo.

In der Zeit von etwa 1976/77 bis Ende der Achtziger Jahre galt die Partei bei vielen Kritikern (aber weder in der rechten Szene selbst noch in ihren eigenen Reihen) als rechtsextrem.

Kritiker behaupten, die Partei sei eher eine politische Sekte oder Glaubensgemeinschaft als eine politische Partei.

WahlenBearbeiten

Die Europäische Arbeiter-Partei konnte bei Wahlen folgende Ergebnisse erzielen:

BundestagswahlenBearbeiten

  • Bundestagswahl 1976: 6.811 Stimmen; 0,0 %
    Die Partei war jedoch nur in 8 von 10 Bundesländern angetreten.
  • Bundestagswahl 1980: 7.666 Stimmen; 0,0 %
  • Bundestagswahl 1983: 14.966 Stimmen; 0,0 %

EuropawahlenBearbeiten

  • Europawahl 1979: 31.822 Stimmen; 0,1 %
  • Europawahl 1984: 30.874 Stimmen; 0,1 %

LandtagswahlenBearbeiten

  • Baden-Württemberg
    1976: 191 Stimmen; 0,0 %
    1980: 152 Stimmen; 0,0 %
    1984: 1.632 Stimmen; 0,0 %
  • Bayern
    1978: 335 Stimmen; 0,0 %
  • Bremen
    1979: 167 Stimmen; 0,0 %
    1983: 191 Stimmen; 0,0 %
  • Hamburg
    1978: 269 Stimmen; 0,0 %
    1982: 168 Stimmen; 0,0 %
  • Hessen
    1978: 511 Stimmen; 0,0 %
    1982: 2.377 Stimmen; 0,1 % (+0,1 %)
    1983: 1.224 Stimmen; 0,0 % (-0,1 %)
  • Niedersachsen
    1978: 186 Stimmen; 0,0 %
    1982: 427 Stimmen; 0,0 %
  • Nordrhein-Westfalen
    1975: 311 Stimmen; 0,0 %
    1980: 649 Stimmen; 0,0 %
    1985: 3.701 Stimmen; 0,0 %
  • Rheinland-Pfalz
    1979: 630 Stimmen; 0,0 %

Siehe auchBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Herbert Knoblauch, Wolfgang Weirauch: Das Geheimnis der EAP : Idee, Geschichte, Programm, Praxis, Hintergrund. Flensburger Hefte, Flensburg 1987, ISBN 3926841052
  • Aglaja Beyes-Corleis: Verirrt - mein Leben in einer radikalen Politorganisation, Herder Spektrum, 1994, ISBN 3-451-04278-9 (Erfahrungsbericht einer Aussteigerin)
  • Helmut Lorscheid, Leo A. Müller: Deckname: Schiller: die deutschen Patrioten des Lyndon LaRouche. Rowohlt, Reinbek 1986, ISBN 3-499159-16-3. Online: Teil 1, Teil 2

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