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F. William Engdahl

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Frederick William Engdahl, üblich: F. William Engdahl, (* 1944) ist ein deutsch-amerikanischer Publizist, Wirtschaftsjournalist und Dozent.

Leben Bearbeiten

Engdahl ist der Sohn von F. William Engdahl, Sr. und Ruth Aalund (geb. Rishoff) und wuchs in Texas auf. Er studierte Ingenieurwissenschaft und Jura an der Princeton University bis 1966 (Bachelor of Arts) sowie von 1969 bis 1970 als Aufbaustudiengang Wirtschaftswissenschaften an der Universität Stockholm mit dem Schwerpunkt "internationale Wirtschaftsbeziehungen". Er wurde als Wirtschaftsjournalist tätig mit dem Schwerpunkt auf Öl-, Energie- und Wirtschaftspolitik. Seine Beiträge erscheinen in einer Reihe von Tageszeitungen und Wirtschaftspublikationen wie in Asia Times, FinancialSense.com, Asia Inc., GlobalResearch, 321Gold.com, Nihon Keizai Shimbun und Foresight Magazine.

Außerdem publizierte er in der linken Wochenzeitung Freitag, in der dem früheren VPM[1] nahe stehenden Schweizer Periodikum Zeit-Fragen[2], früher auch bei der Bürgerrechtsbewegung Solidarität (BüSo) nahestehenden Wochenzeitschrift Neue Solidarität. Mittlerweile hat sich Engdahl von BüSo abgewandt[3] und veröffentlicht seit 2006 nicht mehr bei Zeit-Fragen. Er lebt seit mehr als 20 Jahren in Deutschland und arbeitet dort als freier Publizist. Seit 1987 ist er mit Ingeborg Rasche verheiratet.

Engdahl lehrt als Lehrbeauftragter an der Fachhochschule Wiesbaden.

ThesenBearbeiten

In seinen Artikeln und Sachbüchern hat er sich mit geopolitischen und politökonomischen Themen befasst, von der Rolle der globalen Öl- und Energiewirtschaft bis hin zum Dollar und der globalen Landwirtschaft. Engdahls "Mit der Ölwaffe zur Weltmacht (Buch)" erzählt die Geschichte des Erdöls, das nach Engdahl (und ähnlich wie bei Anton Zischkas Sachbuchbestseller "Ölkrieg" von 1939) zur Waffe um die Weltherrschaft geworden sei. Die Thesen werden in den späteren, ähnlich gelagerten Veröffentlichungen von Hans Kronberger ("Blut für Öl") und Franz Alt ("Krieg um Öl oder Frieden durch die Sonne") aufgenommen.

Die Publikation weist die Ölkrise von 1973 als eine im Rahmen der Bilderberg-Konferenz auf Saltsjöbaden systematisch vorbereitete Aktion aus. Eine eher ungewöhnliche These ist die Behauptung, die Gründung der Grünen gehe auf einen Versuch der Energiewirtschaft zurück, die in den 1950er Jahren aufkommenende Kernkraftkonkurrenz zu bekämpfen (Anti-Atomkraft-Bewegung). Ein unmittelbar bevorstehendes Ende der Ölvorräte, wie es die Befürworter der Peak-Oil-These vertreten, hält Engdahl mit dem Hinweis auf weitere Ölvorkommen abiotischen Ursprungs für unwahrscheinlich [4] und daher als ökonomisch motiviert.[5] Die von ihm angeführte russische Theorie über einen abiotischen Ursprung des Erdöls wird in der westlichen Geologie mehrheitlich abgelehnt.

In seiner letzten Monographie (2006) kritisiert er das Engagement der Konzerne Monsanto, Syngenta, Dow Chemical, DuPont sowie der Rockefeller-Stiftung in der Grünen Gentechnik und wirft ihnen vor, langfristig eine Kontrolle über den Nahrungsmittelmarkt mit genetisch verändertem Saatgut erlangen zu wollen.[6] Soja, Weizen und Reis werden mit der Terminator-Technologie unfruchtbar gemacht, so dass Landwirte das Saatgut alljährlich neu kaufen und Patentgebühren bezahlen müssen. Engdahl verweist insbesondere auf den Genehmigungsprozess für gentechnisch veränderte Pflanzen. Danach habe der damalige US-Präsident George H.W. Bush 1992 die Anordnung erlassen, dass die US-Bundesbehörden die GVO-Pflanzen als "substanziell äquivalent" ("substantial equivalent") zu herkömmlichen Pflanzen betrachten und daher nicht deren Schädlichkeit zu untersuchen haben.[7]

Seit Jahren kritisiert er die unregulierte Vergabepraxis der Derivate, die bewusst von Fed-Direktor Alan Greenspan herbeigeführt worden wäre.[8] Er schätzt die Folgen der Subprime-Krise als die schwerste Rezession seit den 1930er Jahren ein, die noch mehrere Jahre lang die US-Wirtschaft beeinträchtigen wird, wodurch die wirtschaftliche Vorherrschaft der USA verloren ginge.

Werke Bearbeiten

Weblinks Bearbeiten

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