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Als Gedankenlesen (Mind reading) werden Techniken bezeichnet, mit denen man die Gedanken eines anderen Menschen herausfinden oder zumindest abschätzen kann.

In der Psychologie wird die Möglichkeit des Erkennens von Gedanken aus Augenbewegungen, Gestik, Mimik, sprachlicher Ausdrucksweise oder dem Aussehen sowie mittels Fragetechnik oder Suggestionen (Cold Reading) diskutiert. Vielfach werden solche Techniken im Rahmen von NLP oder von Mentalisten verwendet, wobei hier allerdings selten eine kritische wissenschaftliche Auseinandersetzung stattfindet.

In den Neuro-Wissenschaften werden oft technische Möglichkeiten des Gedankenlesens behandelt (Thought identification), insbesondere mit Hilfe von funktioneller Magnetresonanztomographie (fMRT).

Die Parapsychologie beschäftigt sich mit Gedankenlesen als Form von Telepathie.

TechnikBearbeiten

funktionellen MagnetresonanztomographieBearbeiten

Mit der funktionellen Magnetresonanztomographie (fMRT) können durch ein bildgebendes Verfahren Gehirnregionen ermittelt werden, die, zu einer Vergleichsmessung, stärker durchblutet werden. Da sich mit bestimmten Gehirnarealen auch bestimmten Aktivitäten (Sprechen, Sehen, Tasten) oder bestimmte Körperregionen zuordnen lassen, gibt dies eine schwache Assoziation zur Gedankenwelt des Probanden.

Da ein Mangnetresonanztomograph, auch Kernspintomograph, ein teures und lautes Gerät ist und der Proband bei der Untersuchung längere Zeit ruhig in einer Röhre liegen muss, erscheint dieses Verfahren recht aufwendig.

ElektroenzephalografieBearbeiten

Bei der "Elektroenzephalografie" (EEG) wird mit mehreren Sensoren die zeitliche Schwankung der Spannung an der Kopfoberfläche (zwischen 5 bis 100 μV) aufgezeichnet. Ursache für diese Spannungsschwankungen ist die elektrische Aktivität der einzelnen Nervenzellen die sich zusammen zu den Spannungsschwankungen am Kopf summiert. Die Ortsauflösung des üblichen EEGs liegt bei mehreren Zentimetern, höhere Auflösungen lassen sich nur durch Öffnung des Schädels und aufbringen der Sensoren auf die Hirnrinde erreichen (Elektrocorticographie, ECoG).

Aus der Aufzeichnung der Spannungsschwankungen, dem Elektroenzephalogramm (ebenfalls EEG abgekürzt), lassen sich Muster erkennen, welche, von einer geschulten Person oder mittels Computeranalyse, mit bestimmten Aktivitäten verknüpft werden können (z.B. alpha-Wellen mit 8-13 Hz, welche mit einem wachen Bewusstseinszustand bei geschlossenen Augen verknüpft sind).

Für ein EEG muss ein Proband in der Regel nur eine mit Sensoren bestückte Haube aufsetzen, was es zu einer einfach verwendbaren Methode macht.

Ein Proband kann das EEG durch Konzentration auch gezielt beeinflussen, was letztendlich auch therapeutisch (siehe Biofeedback) oder als Gedankensteuerung benutzt werden kann (siehe: Mensch-Maschine-Schnittstelle).

MagnetoenzephalographieBearbeiten

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ImplantateBearbeiten

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AnwendungsmöglichkeitenBearbeiten

BiofeedbackBearbeiten

Beim Biofeedback werden Menschen eigene biologische Zustandsgrößen, welche nicht direkt Wahrnehmbar sind, auf technischem Wege wahrnehmbar gemacht. Auf diesem Weg können Menschen lernen unbewusste Körperfunktionen bewusst zu beeinflussen.

Dies lässt sich gerade im Bereich des Gehirnes anwenden, beispielsweise kann ein ein Schmerzreiz im fMRT direkt sichtbar gemacht werden und ein Patient lernen diesen Schmerzreiz gezielt abzuschwächen. Ein anderes Beispiel ist das Erwerben der Fähigkeit gezielt Entspannungszustände herbei zu führen, durch das erzeugen der spezifischen Wellenmuster im EEG (Neurofeedback).

VerhörtechnikBearbeiten

Im Rahmen von Geheimdiensten und Polizeibehörden wurde immer nach Möglichkeiten gesucht, Informationen aus Menschen, gegen deren Willen, heraus zu hohlen. Das bisher häufigste Mittel zu diesem Zweck war die Anwendung von Folter in unterschiedlicher Form (z.B. auch Beugehaft), im Rahmen von Forschungs-Programmen wie MK Ultra wurden aber auch andere Möglichkeiten eruiert (z.B. Wahrheitsseren).

Gedankenlesetechniken stellen hierbei eine ideale Technik dar, da es wesentlich schwieriger ist, die eigenen Gedanken zu kontrollieren, als die eigenen Worte. Auch würden sie oft humaner erscheinen, als Foltermethoden.

Bekannt ist der Einsatz von Lügendetektoren, deren Zuverlässigkeit aber eher Zweifelhaft ist.

Mind ControlBearbeiten

Ein wesentliches Problem bei Bewusstseinskontrolltechniken (Mind Control) stellt die mangelnde Kontrollierbarkeit der Ergebnisse dar. Eine Person könnte etwa vortäuschen, kontrolliert zu werden, um dadurch anderen Kontrolltechniken zu entgehen.

Gedankenlesetechnik könnten hier wesentlich helfen.

Precrime und GedankenverbrechenBearbeiten

Gedankenlese-Techniken bieten ein völlig neues Potental in der Überwachungstechnik.

Sie ließen sich etwa im Rahmen von Precrime (vor Verbrechen) verwenden, in dem kriminelle Absichten noch vor ihrer Ausführung erkannt und damit verhindert werden.

Es wäre allerdings auch möglich mit ihnen eine völlig neue Verbrechenskategorie zu verfolgen, sog. Gedankenverbrechen, bei denen es allein schon das haben von bestimmten Gedanken als strafbares Delikt gilt.

Hirn-Maschine-SchnittstelleBearbeiten

Durch die Nutzung gezielter Funktionsmessungen an Gehirn oder Nervensystem lassen sich auch sogenannte Hirn-Maschine-Schnittstellen (Brain-Computer-Interface) entwickeln, welche es ermöglichen, dass Menschen Computer oder Maschinen mit bloßer Gedankenkraft steuern. Dies könnte etwa zur Steuerung von Prothesen oder elektrischen Rollstühlen verwendet werden.

ArtikelBearbeiten

FilmBearbeiten

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