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HAARP

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HAARP (High Frequency Active Auroral Research Program) ist ein US-amerikanisches Forschungsprogramm, das teilweise vom amerikanischen Verteidigungsministerium, und teilweise von mehreren Universitäten finanziert wurde. Gegenstand der Forschungen an einem abgelegenen Ort in Alaska waren das Verhalten der Ionosphäre und die Ausbreitung von elektromagnetischen Wellen.

Die Anlage in Gakona (Alaska) wurde mit 180 Antennenmasten betrieben. Die Sendeleistung der sporadisch aktiven HAARP-Anlage erreicht dabei fast die Leistung der entsprechenden europäischen Anlage EISCAT in Spitzbergen und liegt über der Sendeleistung der russischen Sura-Anlage.

Nach letzten Experimenten im Juni 2014 soll die HAARP-Anlage stillgelegt werden [1]

Neben einer ähnlichen kleineren Anlage (HIPAS) in Alaska und einer Station in Puerto-Rico (Arecibo) gibt es ähnliche Anlagen auch in Europa (EISCAT) und Russland (Projekt Sura).

Technische DatenBearbeiten

HAARP verfügt über eine leistungsfähige Phased-Array-Kurzwellensendeanlage mit einer Sendeleistung (CW) von zur Zeit 960 kW. Im Jahre 1993 wurde mit 18 zusammengeschalteten Elementen begonnen, 1998 wurde die Anzahl auf 48 erhöht. Im Endausbau 2007 sollen 180 Sender betriebsbereit sein. Die derzeitige ERP liegt bei 84 dBW, was etwa 500 MW entspricht, und soll im Endausbau bei 96 dBW liegen, was dann 2007 fast 4000 MW entsprechen würde. Die einzelnen Sender des Typs Continental Electronics D616G (Datenblatt) mit jeweils 10 kW maximaler Sendeleistung wurden speziell für dieses Projekt entwickelt. Der von der Anlage nutzbare Frequenzbereich ist 2,8 bis 10 MHz (Kurzwelle). Zwei der von HAARP benutzten Frequenzen sind 3,39 MHz und 6,99 MHz.

Verschwörungstheorie Bearbeiten

Zu dieser Anlage gibt es mehrere Verschwörungstheorien. Manchmal werden die Theorien um HAARP auch mit Chemtrails verknüpft.

AnwendungsmöglichkeitenBearbeiten

WetterbeeinflussungBearbeiten

Viele Verschwörungstheoretiker halten das HAARP Projekt für einen Versuch zur Wettermanipulation. Durch das Projekt sollen große Mengen Energie an jeder beliebigen Stelle in die Ionosphäre induziert werden können, wodurch es möglich sei das Wetter zu beeinflussen, z.B. etwa künstliche Stürme, Dürren oder Überschwemmungen [1] zu erschaffen.

Kritiker merken hier an, daß dies aufgrund der geringen Leistung von HAARP nicht möglich sei (siehe unten).

ErdbebenBearbeiten

Zum Teil kursiert die Behauptung HAARP könne gezielt Erdbeben verursachen. Dies wurde etwa durch venezolanischen Staats-Medien nach dem Erdbeben von Haiti 2010 behauptet. (siehe auch: Erdbebenwaffe)

Mind ControlBearbeiten

Die Wirkung elektromagnetischer Wellen auf das Bewusstsein ist in etwa 150-200 wissenschaftliche Studien erforscht. Elektromagnetische Felder hoher Intensität konnten in einigen Versuchen (A.Schienle) tatsächlich das EEG-Muster des Menschen beeinflussen. Allerdings waren diese Studienergebnisse nicht reproduzierbar, in allen diesen Fällen blieben die EEG-Veränderungen stets asymptomatisch. Einen Beweis für die Hypothese, dass die Anlage in Alaska Effekte auf das Bewußtsein des Menschen hätte, gibt es bislang nicht. (siehe auch: Montauk-Project)

Störung von Kommunikation und ElektrikBearbeiten

Einige Theoretiker sehen die Möglichkeit das HAARP durch eine gezielte Erhitzung von geladenen Partikeln in der Ionosphäre die Mikrowellentransmissionen von Satelliten zu stören, wodurch man diesen Kommunikationsweg abschneiden könnte.

Die durch HAARP verursachbaren elektrischen Störungen sollen sogar soweit gehen, daß sie moderne Flugzeuge oder Raketen (ICBMs) vom Himmel holen könnte (vgl. SDI).

KommunikationssystemBearbeiten

Einige Theoretiker halten es für möglich, daß man mit HAARP ein Kommunikationsnetzwerk aufbauen könne, das vollkommen ohne Stützung von Satelliten die nördliche Halbkugel abdecken könnte.

ELF-Wellen werden etwa auch zur Kommunikation mit U-Booten benutzt. Allerdings sind die Datenübertragungsraten, aufgrund der niedrigen Frequenz, nur sehr gering.

Kritik: mangelnde LeistungBearbeiten

Die Sendeleistung der amerikanischen HAARP Anlage mit 960 KW (oder der vergleichbaren russischen Sura oder europäischen EISCAT Analge) ist nicht in der Lage einen Sturm künstlich zu erschaffen, die 960 KW entsprechen etwa der Leistung von 680 Haushaltsstaubsaugern. Zum Vergleich: eine einzige Elektrolokomotive der Deutschen Bahn hat mit 7 MW eine etwa 7-fache elektrische Leistung wie die HAARP-Anlage. In Europa ist es außerdem wegen der großen Entfernung bis Alaska nicht leicht die sporadischen Aussendung der HAARP-Anlage zu empfangen, ein guter Kurzwellenempfänger und eine gute Außenantenne sind Voraussetzung.

Bericht des EU-ParlamentsBearbeiten

Am 5. Februar 1998 führte Unterausschuß für Sicherheit und Abrüstung des Europäischen Parlaments eine Anhörung durch, die auch HAARP behandelte. Angehörter war der Lehrer und Buchautor Nick Begich, der in seinen Büchern die Meinung vertritt, daß HAARP für "geophysikalische Kriegsführung" genutzt werden kann und somit gegen das ENMOD-Gesetz verstoße. Das Ergebnis dieser Anhörung ging in den "Bericht über Umwelt, Sicherheit und Außenpolitik" vom 14. Januar 1999 ein, indem HAARP als "Ein klimabeeinträchtigendes Waffensystem" stark kritisiert wird. Begich betreibt einen Onlinehandel für Handyaufkleber die angeblich die Strahlung von Handys günstig beeinflussen soll, er erhielt ein Dr. hc einer indischen Fernuniversität, die derartige Titel an Einzahler von 350 US Dollar vergibt.

http://www.nexus-magazin.de/artikel/autor/dr-nick-begich

"HAARP-Technologie"Bearbeiten

Der Begriff HAARP ist in der verschwörungstheoretischen Szene inzwischen so populär, dass er zum Teil auch völlig losgelöst von der eigentlichen Anlage benutzt wird, sofern die verdächtigen Anlagen nur mit irgendeiner Form von elektromagnetischer Strahlung arbeitet oder auffällige Antennen hat (sog. "HAARP-Technologie").

HAARP-ähnliche AnlagenBearbeiten

andere verdächtige AnlagenBearbeiten

LOFAR / LOISBearbeiten

In Europa wird etwa auch dem Low Frequency Array (LOFAR) oft eine angebliche HAARP-ähnliche Funktion unterstellt[3]. LOFAR[4] ist ein Radiointerferometer, also eine Anordnung aus vielen Radioteleskopen, und dient offiziell der Radioastronomie ohne zu senden. Es besteht zur Zeit aus 48 größeren Stationen, davon 40 in den Niederlanden, fünf in Deutschland und jeweils eine in Großbritannien, Schweden und Frankreich. In Südschweden entsteht mit LOIS (LOFAR Outrigger in Scandinavia) ein größerer Ausleger des Netzwerks mit 32 geplanten Stationen[5].

siehe auchBearbeiten

ReferenzenBearbeiten

  1. http://www.adn.com/2014/05/14/3470442/air-force-prepares-to-dismantle.html
  2. Youtube-Video mit Verschwörungstheorie, Wikipedia
  3. http://www.extremnews.com/berichte/wissenschaft/a7d813067a3d7c2
  4. https://de.wikipedia.org/wiki/Low_Frequency_Array
  5. http://www.researchgate.net/publication/267209681_LOIS

WeblinksBearbeiten

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