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Hiram Abif (auch Hiram Abiff oder "Sohn der Witwe") ist in einer bedeutenden Legende der Freimaurerei der Chefarchitekt des Tempels von König Solomon in Jerusalem. Die Legend existiert in mehreren Versionen.

biblische QuelleBearbeiten

In der Bibel heist zu seiner Gestalt:

1. Könige 7

13 "Und der König Salomo sandte hin und ließ holen Hiram von Tyrus," 14 "einer Witwe Sohn aus dem Stamm Naphthali, und sein Vater war ein Mann von Tyrus gewesen; der war ein Meister im Erz, voll Weisheit, Verstand und Kunst, zu arbeiten allerlei Erzwerk. Da er zum König Salomo kam, machte er alle seine Werke." 15 "Und machte zwei eherne Säulen, eine jegliche achtzehn Ellen hoch, und ein Faden von zwölf Ellen war das Maß um jegliche Säule her."
21 "Und er richtete die Säulen auf vor der Halle des Tempels. Und die er zur rechten Hand setzte, hieß er Jachin, und die er zur linken Hand setzte, hieß er Boas."

2. Cronik 2

3 "Und Salomo sandte zu Huram, dem König zu Tyrus, und ließ ihm sagen: Wie damals, als du meinem Vater David Zedern sandtest, daß er sich ein Haus baute, um darin zu wohnen ,so tue auch an mir."
7 "So sende mir nun einen weisen Mann, der zu arbeiten versteht in Gold, Silber, Erz, Eisen, Purpur, in Stoffen von Karmesinfarbe und von blauem Purpur, und der sich auf die Bildhauerei versteht, Damit er arbeite mit den Weisen, die bei mir sind, in Juda und Jerusalem, für welche mein Vater David gesorgt hat."
11 "Da antwortete Huram, der König von Tyrus, schriftlich und ließ Salomo sagen: Weil der HERR sein Volk liebt, hat er dich zum König über sie gemacht."
13 "So sende ich nun einen weisen Mann, den Künstler Huram-Abi." 14 "Derselbe ist der Sohn eines Weibes aus den Töchtern Dans, sein Vater ist ein Tyrer gewesen. Der weiß in Gold, Silber, Erz, Eisen, Stein und Holz, in rotem und blauem Purpur, in feiner Baumwolle und in Stoffen von Karmesinfarbe zu arbeiten und versteht alle Arten von Bildhauerei und weiß jedes Kunstwerk, das ihm aufgegeben wird, auszuführen mit Hilfe deiner Künstler und der Künstler meines Herrn David, deines Vaters."


LegendeBearbeiten

In der Freimaurerlegende wird Hiram Abif zu einem Meister verklärt. Die Arbeiter teilen sich in drei Grade, Lehrlinge, Gesellen und Meister (Johannesgrade). Um bei der großen Zahl der Arbeiterschaft die einzelnen Grade zu unterscheiden erhält jeder der Grade ein geheimes Wort, ein geheimes Zeichen und einen geheimen Handgriff, mit denen sie sich bei der Auszahlung des Lohnes zu erkennen geben. Die Lehrlinge erhalten das Wort "Boa", die Gesellen "Jachin" und die Meister "Jehova".

Eines Tages nach der Vollendung des Tempels, als Hiram in diesem betete, näherten sich ihm die drei Gesellen oder Lehrling Jubela, Jubelo und Jubelum (auch Giblon, Giblas und Giblos). Sie versperrten Hiram den Weg durch das Westtor und forderten von ihm die geheimen Zeichen eines Meisters. Als dieser das verweigert fallen die drei über ihn her.

Je nach Version unterscheiden sich die Hiram beigebrachten Verletzungen, deren Reinfolge, die Werkzeuge und die Türen des Tempels an denen ihm die Verletzungen zugefügt wurden.

Hiram erhält drei Wunden. In einigen Versionen trifft ein Schlegel oder Hammer seinen Kopf, eine Wasserwaage die eine Schläfe und ein Lot die andere. In einer anderen Version sind die Verletzungen an Kopf, Kehle und am Herzen.

Nach jeder Verletztung taumelt Hiram bluten zu einer anderen Tür und stirbt schließlich, da sind sich die Berichte einig, an der östlichen. (Wo in Kirchen meist der Altar und in Logen der Stuhl des Logenmeister steht)

Jubela, Jubelo und Jubelum verbergen die Leiche Hirams an einem nahegelegenen Hügel, wo sie ihn unter lockerer Erde begraben. Auf das Grab setzten sie einen Akatzienschößling, damit der Boden unberührt wirkt. Sieben Tage später beginnen neun von Hirams untergebenen Meistern nach ihm zu suchen. Einer von Ihnen greift dabei die Akatzie um sich am Hügel hochzuziehen, diese reist aus der Erde und die Leiche wird entdeckt.

Als einer der Meister beim Ausgraben die Hand Hirams greift, rutscht die verweste Haut wie ein Handschuh von ihr ab und der Meister ruft aus "Macbenac!" (oder "Macbenach"), was in einer unbekannten Sprache heißen soll "Das Fleisch fällt vom Knochen", "Die Leiche ist verfault" oder "Der Tod eines Baumeisters". Dieses wird zum neuen Meisterwort, da man fürchtet Hiram hätte das alte verraten.

Jubela, Jubelo und Jubelum werden kurz darauf entdeckt und reuig bestraft.

Hiram wird in einer großen Zeremonie im Tempel beigesetzt, wobei alle Meister einen Schurz und Handschuhe aus weißem Leder als Zeichen der Unschuld tragen.

InterpretationenBearbeiten

3 WundenBearbeiten

Laut Albert Pike sollen die drei Wunden an Kopf, Hals und Herz den spirituellen Tod der Menschheit durch Tyrannei und Aberglauben darstellen. Die Wunde am Kopf stehe für den Tod des Gedanken, die Wunde am Hals für den Tod der freien Rede und die Wunde am Herzen für den letztendlichen Tod der Gefühle.

Jacques de MolayBearbeiten

Laut Robert Anton Wilsons "Lexikon der Verschwörungstheorien" würde im 32. Grad des Schottischen Ritus enthüllt, dass es sich bei Hiram, ebenso wie bei Parzival um eine Allegorie zum letzten Großmeister der Templer Jacques de Molay handele.

MenschenopferBearbeiten

In der "Der Tempel und die Loge" spekulieren die Journalisten Michael Baigent und Richard Leigh darüber ob die Legende von Hiram nicht tatsächlich in entstellter Form die Praktik des Menschenopfers darstellt. In vielen archaischen Kulturen war es üblich einen heiligen Platz mittels eines Opfers zu entprofanisieren. Auf ähnliche Praktiken bei den Israeliten würde etwa Geschichte von Abraham und Isaak verweisen.

Auch fände man in vielen heiligen Häusern Grabstätten von Kindern, Jungfrauen, Königen oder anderen Personen königlichen Blutes, Priestern, Heiligen (Reliquien) oder Baumeistern, welche das Gebäude weihen sollten.

Die Journalisten verweisen auch auf den Roman Hawksmoor (dt. "Der Fall des Baumeisters" ISBN 3499128705) in dem Peter Ackroyd schreibt das viele Londoner Kirchen aus dem frühen 18. Jahrhundert (also der Entstehungszeit der Freimaurerei) auf den Stätten von Menschenopfern gebaut wurden.

Allerdings ist bei den Autoren zu bedenken das sie es verstehen mittels zahlreicher Effekthaschereien die Auflage ihrer Bücher zu steigern. So spekulieren sie etwa auch ob es sich beim Salomonischen Tempel nicht etwa um einen Tempel der Astarte handelte, einer Göttin der laut Bibel Salomon einmal verfallen war, obwohl historisch heute nahezu sicher ist, dass es einen König Salomon, in der Form wie er in der Bibel beschrieben ist, nie gegeben hat.

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