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Immanuel Velikovsky (*1895; †1979 ) war Arzt, Psychoanalytiker und Autor. Er wurde insbesondere durch seine Ideen bekannt, dass während der Menschheitsgeschichte es mehrfach innerhalb des Sonnensystems zu kosmischen Katastrophen kam, welche ihre Ausprägung in den Mythologien der Menschheit insbesondere der Bibel gefunden hätten. Bei seinen Ideen zur Ursache dieser kosmischer Katastrophen betont er insbesondere die Rolle elektromagnetischen Wechselwirkungen.

Velikovsky Auffassungen wurden und werden nicht von der wissenschaftlichen Gemeinde geteilt. Er wird in seinem Denken dem Katastrophismus zugeordnet, welcher die Erdgeschichte im wesentlichen als ein Resultat punktueller Ereignisse sieht im Gegensatz zum Aktualismus, welcher die Erdgeschichte als ein Resultat permanenter Ereignisse sieht.

Welten in ZusammenstoßBearbeiten

In seinem Buch "Worlds in Collision" (Welten im Zusammenstoß), welches ihn bekannt machte, spekuliert Velikovsky das es sich bei der heutigen Venus ursprünglich um einen Kometen (mit Schweif) gehandelt habe der sich vom Jupiter gelöst hätte. Dies belegt er unter anderm damit das nach griechischer Mythologie Athene aus dem Kopf des Zeus (römisch Jupiter) entsprungen ist.

Dieser Venuskomet sei um 15. Jh. v.d.Z. die nahe an der Erde vorbei geflogen und hätte dabei zahlreiche Katastrophen ausgelöst und die Erdbahn verändert. 52 Jahre später sei der Venuskomet der Erde wieder sehr nahe gekommen und hätte dabei kurzzeitig die Erdrotation angehalten und weitere Naturkatastrophen bewirkt. Durch diese Beinahe zusammenstöße mit der Venus sei auch der Mythos vom gefallenen Morgenstern (Luzifer, Höllensturz) entstanden. Kohlenwasserstoffe aus dem Schweif der Venus hätten sich wiederum auf der Erde abgeregnet und die Erdölreserven gebildet.

Die Venus hätte dann den Mars beim Zusammenprall aus seiner bisherigen Umlaufbahn geworfen, wobei sie ihren Schweif verlor und zum Planeten wurde. Im 7. und 8. Jh. v.d.Z. habe der Mars dann die Erde passiert und weitere Naturkatastrophen bewirkt. Nach diesem Ereignis hätte sich die heutige Ordnung des Sonnensystems gebildet.

Aufgrund seiner Theorie machte Velikovsky einige Vorraussagen, deren teilweises Zutreffen seinen Ideen eine scheinbare Glaubwürdigkeit verlieh:

  • Die Venus müsse in Folge ihrer Kollision mit Mars und ihrem Abbrechen von Jupiter immer noch sehr heiß sein.
  • Die Atmosphäre der Venus müsse aus Kohlenwasserstoffen bestehen
  • Die Venus müsse über einen unnormalen Orbit verfügen, infolge ihrer ungewöhnlichen Entstehung.

KritikBearbeiten

Diese Aussagen sind nach der heutigen wissenschaftlichen Erkenntnis teilweise richtig, die Venus ist etwa sehr heiß, allerdings kühlt sie sich nicht ab, wie man nach Velikovsky Vorhersage vermuten würde, sondern wird durch den Treibhauseffekt aufgewärmt, welcher durch das CO2 der Atmosphäre bewirkt wird, welcher entgegen Velikovskys Vorhersage 96,5% der Venusatmosphäre ausmacht.

Auch sei es aufgrund der Masse der Venus nicht möglich, dass sie einen Kometenschweif bildet. Ebenso unwahrscheinlich sei es, dass sich die Venus vom Gasriesen Jupiter abspaltete, da dieser durch seine Masse selbst Asteroiden aus seiner Umgebung an sich bindet. Einige von Valikovskys Aussagen widersprechen den grundlegenden Sätzen der Mechanik wie etwa der Drehimpulserhaltung.

Zum Teil sind Velikovskys Ansätze auch durch neuere Theorien unnötig geworden. War es etwa zu seiner Zeit unmöglich zu erklären, wie tropische Pflanzen in den geologischen Schichten in der Antarktis zu finden waren, ohne dass eine plötzliche Veränderung der Erdneigung oder Erdbahn stattgefunden hat, so ist dies heute mit der Plattentektonik erklärbar.

[Kritik: Reiner Unsinn. Die Venus ist so heiss auf Grund des spezifischen Molgewichts von CO2. Das ist der Haupteffekt. Die Nähe zur Sonne spielt auch eine Rolle, aber eine WESENTLICH geringere Rolle.

Keine Ahnung haben, aber die Klappe groß aufreissen = PFUI!]

Andere Kosmologische ThesenBearbeiten

In seinen Manuskripten entwickelte Velikovsky weitere Thesen, welche z.T. erst von seinen denkerischen Nachfolgern veröffentlicht wurden.

Velikovsky spekulierte so auch, ob die Erde in früheren Zeiten ein Trabant eines proto-Saturns gewesen sei und die Nova dieses proto-Saturn, wobei viel Masse in den Weltraum geschleudert wurde, und für die Mythen um die Sintflut verantwortlich sei.

Er vermutet auch, dass der Planet Merkur in die Geschichte vom Turm von Babel verwickelt war und Jupiter in die Geschichte von Sodom und Gomorrha.

Zeitalter im ChaosBearbeiten

In seinem Buch "Ages in Chaos" verfolgt Velikovsky eine Neudatierung der ägyptisch-antiken Geschichte. Hierbei geht er davon aus das der Plagenbericht im biblischen Buch Exodus zur gleichen Zeit stattfand wie der Ipuwer-Papyrus, dessen Plagenbericht zahlreiche parallelen aufweist.

Dementsprechend sei Djedhotepre Dedumose der Pharaoh des Exodus,
die Hyksos seien die biblischen Amalekiter,
Hatschepsut sei die biblische Königin Saba und das Land Punt der ägyptischen Inschriften sei das Königreich Salomos,
Pharaoh Thutmoses III. sei der biblische Pharaoh Schischak welcher Jerusalem eroberte,
und die Amarna-Briefe würden Ereignisse zur ungefähren Herrschaftszeit von König Ahab beschreiben

In weiteren Büchern beschreibt Velikovsky Echnaton als Vorlage des griechischen Ödipus-Mythos, mit Amenophis III. als Laios und Tutanchamun als Eteokles.

siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

http://www.wort-und-wissen.de/index2.php?artikel=disk/d94/4/d94-4m.html

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