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Johannes Paul I. (mit bürgerlichem Namen Albino Luciani) (1912-1978) war für 33 Tage (26. August 1978-28./29. September) Papst der katholischen Kirche.

Da sein Pontifikat nur von kurzer Dauer war gibt es Spekulationen ob er einem Mordanschlag zum Opfer gefallen ist. Trotzdessen wurde er auf verlangen seiner Familie und des Vatikan ohne obduziert zu werden beerdigt, weshalb nie geklärt werden konnte ob der Papst vergiftet wurde oder doch eines natürlichen Todes starb.

TodBearbeiten

Als Ursache für den Tod des Papstes vermutete man eine Herzerkrankung, welche im Zusammenhang mit der starken Belastung des Amtes als Papst und einem Wetterumschwung am 28. September (Herbststurm) zu dem Ableben des Papstes führte. Es ist dokumentiert das es dem Papst am betreffenden Abend nicht gut ging und er über Husten und Schmerzanfälle klagte. Als er um 21:30 ins Bett ging wurde er zuletzt lebend von John Magee gesehen.

Der Papst wurde gegen fünf Uhr morgens von der Vorsteherin des päpstlichen Haushaltes, Schwester Vincenza, in seinem Schlafzimmers aufgefunden. Vincenza verständigte daraufhin die Privatsekretäre Diego Lorenzi und John Magee. John Magee verständigte wiederum um genau 5:37 Kardinal-Staatssekretär Villot. Im folgenden wurden auch der Arzt des Vatikan Dr. Renato Buzzonetti und der Leibarzt des Vatikan Dr. DaRos verständig. Man schätzte den Tod auf etwa 23 Uhr.

Die Darstellung des Vatikans zur Art und Weise wie der Papst vorgefunden wurde wird bezweifelt. Laut dieser hätte man den Papst aufrechtsitzen, lächelnd mit einer Druckschrift in seiner Hand gefunden. Diese Haltung hätte angeblich eine Toter nicht beibehalten können da mit dem Tod die Muskeln erschlafen.

Der österreichische Pathologe Hans Bankl erklärt es sich so warum keine Obduktion stattfand: "Eine Obduktion hätte nur eines von zwei möglichen Ergebnissen haben können: entweder Tod aus natürlicher Ursache bei einem vorher schon kranken Menschen. Wie konnte ihn aber dann das Konklave gewählt haben? Es wäre das Eingeständnis, man hätte sich geirrt! Das andere Ergebnis, ein gewaltsamer Tod, wäre noch schlimmer gewesen! So entschloss man sich, alles unklar zu lassen und nahm dafür die Entstehung von Gerüchten in Kauf."

Motive für einen MordBearbeiten

Laut David A. Yallop wollte der Papst die korrupten Machenschaften der Vatikanbank aufdecken. Diese ständen angeblich in direktem Zusammenhang zu der Affäre um Banco Ambrosiano, Paul Marcinkus, Roberto Calvi und Michele Sindona und die von Licio Gelli 1944 neugeründete Propaganda Due. Auch sollten die Kardinäle Jean-Marie Villot, der Kardinalstaatssekretär, sowie John Cody, der Erzbischof von Chicago, ihrer Ämter enthoben werden.

LiteraturBearbeiten

  • David Yallop: Im Namen Gottes?, ISBN 3499611759
  • Hans Bankl: Viele Wege führten in die Ewigkeit. Schicksal und Ende außergewöhnlicher Persönlichkeiten, Verlag Wilhelm Maudrich, ISBN 385175574X