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Kofferbombenfunde vom 31. Juli 2006

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Am 31. Juli 2006 wurde in einem herrenlosen Koffer, den man in einem Regionalexpress, der zwischen Aachen und Hamm verkehrte, fand, eine Propangasflasche mit einer scheinbaren Zündvorrichtung gefunden. Am Folgetag wurde beim Öffnen eines anderen Koffers, der vom Bahnpersonal am Bahnhof Koblenz abgegeben wurde, ein baugleicher Sprengsatz entdeckt.

Die Umstände die zu diesem Anschlagsversuch führten werden derzeit Untersucht, als Tatverdächtig gelten die zwei Libanesen Youssef Mohamed El Hajdib und Jihad Hamad. Doch es gibt auch inzwischen Zweifler, die hinter dem Anschlag eine gezielte Verschwörung sehen die die Bundesrepublik auf den Krieg gegen den Terror einschwören soll.

AblaufBearbeiten

Beide Koffer wurden am Bahnhof Köln in die Züge verbracht, dabei wurden die Täter auf Videokameras aufgenommen (Veröffentlichte Videos vom BKA). Die Zünder beider Koffer waren auf 14:30 eingestellt.

Der erste Koffer wurde am Montagnachmittag des 31. Juli 2006 an einem Viererplatz gefunden und um 15:45 vom Zugbegleiter des RegionalExpress 10121 (Aachen - Hamm) an einen Service-Mitarbeiter der mit der Fundstelle des Dortmunder Bahnhofs betraut war. Als dieser den Koffer untersuchte um den Besitzer festzustellen entdeckte dieser dann die Konstruktion im inneren. Der Bahnhof wurde evakuiert und teilweise abgesperrt.

Ein Entschärferteam wurde angefordert, welches gegen 18 Uhr eintraf und feststellte das der Sprengsatz über einen Wecker als Zünder verfügte. Mittels einer Wasserkanone wurde um 19:35 der Wecker vom Sprengsatz getrennt.

Ähnlich verhielt es sich mit der baugleichen Bombe die am Bahnhof Koblenz gefunden wurde, sie stammte aus dem Zug RB 12519 (Mönchengladbach - Koblenz). Der Koffer wurde bereits am Montag gefunden, aber erst Dienstagnachmittag geöffnet. Der Reiseverkehr wurde unterbrochen und das Gebäude geräumt.

Die Suche nach den Terroristen verlief bis zur Veröffentlichung der Videobilder auf einer Pressekonferenz am 18.08.06 ohne nennenswerte Ergebnisse. Als die Bilder veröffentlicht wurden rief einer der vermeintlichen Täter bei seiner Familie im Libanon an, dieses Gespräch wurde vom libanesischen Geheimdienst mitgeschnitten und die Informationen wurden an Deutschland weitergegeben (Der Täter wurde also nicht wie oft angenommen durch die veröffentlichten Bilder gefunden). Am 19. 8 um 3:53 wurde der 21-jährige libanesische Student, Youssef Mohamed El Hajdib, offenbar mit gepackten Koffern beim Versuch sich abzusetzen festgenommen. Angeblich sollen von ihm DNA-Spuren sowie ein Fingerabdruck in den Bombenkoffern gefunden worden sein.

Am 22. August fand die Durchsuchung von zwei Häusern, eines in Köln-Ehrenfeld und eines in Oberhausen, statt (siehe unten: Die inszenierte Razzia).

Der mutmaßliche zweite Täter, Jihad Hamad, hatte sich wahrscheinlich schon aus Deutschland abgesetzt. Gegen ihn wird am 23. August ein Haftbefehl wegen "Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung und des vielfach versuchten Morde" erlassen. Einen Tag später stellte sich Hamad in Tripoli und wird am 25. August in Beirut vernommen, er soll gestanden haben den Koffer platziert zu haben (Da im Libanon kein Folterverbot besteht, vermutet Gerhard Wisnewski das solche bei der Vernehmung zum Einsatz kam). Die Polizei geht von weiteren Helfern und Mitwissern aus. Es wird von einer unabhängigen Terrorzelle gesprochen. Bis zum 28. August wird gegen insgesammt 5 Männer ein Haftbefehl erlassen, von denen 2 in Deutschland und 3 im Libanon festgenommen wurden.

Der in Deutschland festgenommene Syrer Fadi A. S. wurde am 14. September wieder auf freien Fuß gesetzt, da kein dringender Tatverdacht mehr festgestellt werden kann.

MerkwürdigkeitenBearbeiten

Funktionsfähigkeit der BombenBearbeiten

Laut Aussage des Sprengstoffexperte Bodo Plewinsky waren die Sprengsätze dilettantisch (sic!) gebaut und unfähig zur Explosion (Quelle: Spiegel Online vom 21. August 2006, Plewinsky stütze sich bei dieser Aussage auf die öffentlichen Angaben, der genaue Aufbau der Bombe wird laut Angabe des BKA nicht genannt um Nachahmern keine Anleitung zu geben).

Die Bomben bestanden aus Zünder (Wecker, Glühdrat einer Leuchtbirne (Tagesspiegel: Angriff durch Dilettanten)), Behälter mit einem Benzingemisch und einer Gasdruckflasche. Das Benzingemisch sollte zuerst durch den Zünder in Brand gesetzt werden, die Gasdruckflasche unter dem Druck des erwärmten Gases zum Bersten bringen und dann sollte sich das Gas mit der Luft vermischen und zünden, was verheerende Schäden und mit großer Wahrscheinlichkeit auch Tote bedeutet hätte.

Laut Angabe von Bild.de ([1]) befand sich das Benzin in 3 1,5 Literflaschen für Orangen Brause aus dem Sortiment von Aldi-Süd. Auch die Koffer stammten aus dem Sortiment von Aldi-Süd.

Doch die ganze Sache funktionierte vorne und hinten nicht, weder wurde das Bezingemisch gezündet, noch hätte wahrscheinlich die Wärme der Verbrennung ausgereicht die Gasflasche zum Bersten zu bringen.

Das Bezin zündete offenbar nicht weil die Mischung von Luft und Bezin zu fett war, dass heist zuviel Benzin vorlag. Der Glühdraht aus einer simplen Leuchtbirne glühte so einfach durch. Auch eine direkte Zündung der Propangasflasche wäre erfolglos geblieben, da auch in ihr zu wenig Sauerstoff vorliegt.

Selbst wenn die Zündung funktioniert hätte man das brennende Benzin in der Bahn wohl schnell bemerkt, möglicherweise wäre auch der Inhalt des Behälters sogar vergossen worden und hätte sich auf dem Boden verteilt (im schlimmsten Fall Zug-Mobiliar in Brand gesteckt). Ein solcher Brand wäre vermutlich gelöscht worden bevor man überhaupt merkte das eine Gasflasche im Koffer war.

Jihad H. machte im Verhör Aussagen darüber, wie man zu der ungewöhnlichen Bauweise gelangte. Die Bauanleitung für die Bombe soll schlicht in Internet recherchiert worden sein, auch der merkwürdige Beutel mit Speisestärke sollte eine Funktion haben: In Verbindung mit dem Luft-Bezin-Gemisch sollte die Speisestärke wie ein heißer öliger Film auf der Haut der Opfer wirken und sich tief in diese einbrennen.

"Zu" eindeutige BeweiseBearbeiten

Laut Gerhard Wisnewski verhielten sich die vermeintlichen Bombenleger viel zu offensichtlich. Sie umgingen weder die Sicherheitskameras und hinterließen in den einem Koffer einen Zettel mit arabischer Schrift und in den anderem eine libanesische Tüte Speisestärke. Bei dem Zettel handelt es sich laut Bild.de um eine Einkaufsliste auf der neben Brot und Oliven auch der Namen eines libanesischen Jogurts stand, auch eine libanesische Telefonnummer sei notiert worden. Die Speisestärke wurde von einem Libanesischen Händler rund 200 mal im Großraum Essen verkauft.

Wisnewskis Meinung nach sei dies ein eindeutiges Anzeichen dafür das die Sprengsätze nicht von Libanesen stammen können, den diese hätten den Verdacht eher auf eine andere Gruppe gelenkt als den Ermittlern so leicht eine Spur zu liefern.

Allerdings hat dieses Argument von Wisnewski eine gewisse Doppelbödigkeit: Wenn Terroristen den Verdacht auf jemand anderen lenken wollen, dann müssten sie Zettel in den Koffer tun die auf eine andere Gruppe verweisen, aber dadurch das sie auf eine andere Gruppe verweisen zeigen sie laut Wisnewski genau das es diese Gruppe nicht war. Legen sie also Zettel ihrer eigenen Gruppe in die Koffer haben sie ein Alibi.

Dies setzt natürlich vorraus das die Terroristen davon ausgingen das man diese Hinweise findet, was wenn der Sprengsatz hochgegangen wäre schwierig, wenn auch nicht unmöglich, gewesen wäre. Das der Sprengsatz offenbar in keinster Weise dazu geeignet war zu explodieren (siehe oben) hätte dies durchaus eingeplant gewesen sein können.


Es scheint übrigens keine Seltenheit zu sein das Kofferbombenleger auch belastendes Material im Koffer vergessen: Nach einem wegen defektem Zünder gescheiterten Kofferbombenanschlag auf den Dresdner Hauptbahnhof am 6. Juni 2003 wurde der Koffer zerstört (Praxis bei herrenlosen Koffern die im Verdacht stehen Sprengstoff zu enthalten). In den Überresten fand man einen Bibelkalender der wie sich herrausstelle nur im Vogtland verteilt wurde. Diese Spur führte die Polizei unter anderem zum Täter, dem Rentner Ulrich V..

Zu auffällige KofferBearbeiten

Die Koffer wurden in einer vierer Gruppe von Sitzen abgestellt. Ein Recht auffälliger Platz. Wisnewski sieht in dieser Auffälligkeit ein Zeichen dafür das der Koffer gefunden werden sollte. Es müssen aber wohl auch andere Faktoren bedacht werden, ob man z.B. die Koffer einfach hinlegen konnte oder ob sie aufrecht stehen mussten (damit das Benzin nicht ausläuft) und wann wäre der Ablaufzeitpunkt der Zünder gewesen (wollte man vielleicht bewusst das der Koffer gefunden und als Fundstück behandelt wird, damit er, wenn das Benzin zündet, zusätzlich eine Menge anderer Koffer entzündet).

Kein BekennerschreibenBearbeiten

Bis heute hat sich niemand zu dem Anschlag bekannt. Das BKA glaubt das dies nur natürlich sei, da ein fehlgeschlagener Anschlag, insbesondere wenn man den Täter im nachhinein Dilettantismus unterstellt, wohl nichts ist mit dem man sich rühmt. Wisnewski widerspricht dem und verweist auf das fehlgeschlagene Attentat der RAF auf Hans Tietmeyer, nachdem die RAF sich in einem Brief dazu bekannte.


Die inszenierte RazziaBearbeiten

(Quelle: Die Welt:BKA inszeniert Terror-Razzia) Am 22. August fand in der Wohnung von Jihad Hamad in Köln-Neuehrenfeld eine Razzia statt. Beamte betraten das Haus, in der Peter-Bauer-Straße 13-15, in dessen vierten Etage der 2. vermeintliche Attentäter im Einzimmerapartment 421 gelebt hatte. Doch die Fotografen die vor dem Haus warteten kriegten nichts zu sehen außer den Beamten. Nachdem gegen 19 Uhr ein Journalist mit einem Polizisten gesprochen und sich erkundigte ob man noch etwas zu sehen kriege sagte dieser das er sich darum kümmern würde. Wenige Minuten darauf verließen Beamte mit einem leeren Karton und teilweise extra dafür Maskiert das Gebäude. Einer der Fotografen beschwerte sich zwar Lautstark das dies gestellt wurde, doch scheinbar kriegten es nicht alle der Fotografen mit bzw. wollten es nicht mitkriegen, wodurch die inszenierten Bilder als scheinbar autenthisch von den Medien aufgenommen wurden.

WeblinksBearbeiten

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