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Vielleicht liegt es gerade an den nahezu uneingeschränkten Glauben an eine solche Verschwörung, weswegen diese so gut wie nie als Verschwörungstheorie bezeichnet wird. Allerdings dürfte bereits nach kurzer Betrachtung klar werden, dass es sich um eine eben solche handelt.

Die Mafia ist als Geheimbund der, aus dem Berufsstand der Jäger, von den Landbesitzern traditionell für die Kontrolle ihres Familienbesitzes eingesetzt, heute ein internationales Synonym für organisierte Kriminalität aller Art, für eine gewalttätige und verschworene Geheimgesellschaft, für kriminelle Klans; das italienische Mafia rührt vermutlich aus dem süditalienischen mahyah = Prahlerei.

Der Ursprung der Mafia ist schwer zu bestimmen, da man Sie ja nur an Ihren Taten erkennen konnte und über alles anderen sich der Mantel des "große Schweigens", genannt Omerta (Schweigegebot der Mafia) legte. 1860 waren erste Spuren zu erkennen und in den Wirren dieser Zeit der Integration Siziliens in den italienische Staat mit der Konsequenz -erkennbar ab 1876- einer Verbreitung bis nach Norditalien.

Eine Verbreitung bis in die höchsten Staatsämter fand gleichermaßen statt, da über 130 Jahre die Mafia von den Staatsorganen ingnoriert wurde. Eine undurchsichtige Rolle in der heutigen Zeit spielt nach wie vor ein Mitarbeiter Berlusconis -Dell?Utri-, dem Verbindungen zur Mafia nachgesagt werden.

Folgende kriminelle Organisationen werden der Mafia zugerechnet:

  • Sizilien: Cosa Nostra
  • USA: amerikanische Cosa Nostra (siehe auch: Al Capone)
  • Apulien: Sacra corona unita
  • Kalabrien: N'Drangheta
  • Neapel: Camorra

Cosa Nostra Bearbeiten

Der Begriff Cosa Nostra stand ursprünglich nur für die sizilianische Mafia in den USA; heute wird er auch für die Mafia im Mutterland verwendet. Beide Organisationen sind in so genannte Familien aufgeteilt, denen jeweils ein Boss (Capo) vorsteht. Die sizilianische Mafia in den USA wird La Cosa Nostra genannt.

Die Hierachie in der sizilianischen Mafia:

  • Capo (Führer, Chef)
  • Vize Capo (Stellvertreter des Capo)
  • Consigliere (Berater des Capo, ein Capo hat max. 3 Consigliere)
  • Capodecina (Anführer von einer kleinen Gruppe, 10 Soldati)
  • Soldati (die "Ehrenmänner", also einfache Mitglieder)

Als integrierendes und verbindendes Organ agiert in der Cosa Nostra die "Commissione". Sie behebt Grenzstreitigkeiten der "Familien" untereinander.

Die Hierarchie in der amerikanischen Mafia:

  • Boss
  • Underboss
  • Consigliere
  • Capo/Captain
  • Soldier, Full Member, Man of Honour, "One of Us", "A Friend of Us", Goodfella
  • Associate (nicht eingeschriebenes Mitglied)

Die Aufgabe eines Mafioso besteht entgegen der landläufigen Meinung nicht etwa aus Mord, sondern hauptsächlich darin, möglichst viel Geld einzunehmen. Für Morde, die meist von Mitgliedern niedrigen Ranges ausgeführt werden, bezahlt die Familie niemandem Geld; sie sind die Gegenleistung für den Schutz, welchen die Mafia ihrem Mitglied bietet.


Die sizilianische Cosa NostraBearbeiten

Die sizilianische Mafia entstand in der Mitte des 19. Jahrhunderts aus bewaffneten Banden, welche die Güter der vorwiegend adligen Großgrundbesitzer vor allfälligen Aufständen der Bauern schätzten. Da Sizilien schon seit langem Kolonialland war und weit enfernt von der Regierung in Rom, konnte sich hier die Mafia besonders gut verbreiten. Die Großgrundbesitzer schafften sich Söldner, die so gennanten Soldati an, welche das Land vor Wilderern und Verbrechen schätzten. Der Adel in Sizilien legte die Verwaltung seiner Güter weitgehend in die Hände korrupter Statthalter, welche diese Banden gründeten und auch den Grundstein für politische Korruption auf der Insel legten. Die Cosa Nostra ist heute eine international operierende Verbrecherorganisation, die über Jahrzehnte unentdeckt, von Sizilien aus ein Drogenhandelsnetzwerk etablierte. Diese Organisation wurde/wird von einer Kuppel befehligt, die sich aus den Oberhäuptern der wichtigsten Familien zusammensetzt. Seit den 60er Jahren vertreibt diese Organisation den Großteil des Heroins in Amerika und Europa, auch ein großer Teil des Kokainmarktes wird von ihr betrieben. Unglaubliche Mengen an Heroin wurden jährlich geschmuggelt und verkauft, alleine in den USA mehrere Tonnen im Jahr. Die Mafia besitzt mehr Geld als viele unabhängige Länder und macht jährlich einen Gewinn von etwa 2,25 Milliarden Dollar.

Die La Cosa NostraBearbeiten

Die Anfänge:

Unter den italienischen Immigranten, die ab 1870 in Scharen nach Amerika strömten, befanden sich auch viele Kriminelle, welche bald begannen, ihre Landsleute in den Großstädten zu erpressen. Viele von ihnen Übernahmen die völlige Kontrolle über italienische Viertel (Little Italy) in New York City, Chicago oder New Orleans, indem sie sich mit Gewalt zu den einzigen Lieferanten für importierte Waren aus Sizilien (Olivenöl, Käse, Brot usw.) machten oder sich das Monopol für Geschäfte mit italienischen Lotterien verschafften. Nicht zu verwechseln mit diesen Kriminellen ist die Black Hand oder Mano Nera (Schwarze Hand), eine ursprünglich anarchistische Organisation, welche ausschließlich Erpressung betrieb und bald wieder verschwand. Berühmte Mafiosi, wie Al Capone, waren in dieser Organisation. Die Mafia in den USA wurde aus ehemaligen Straßengangs gegründet.


Die Prohibition:

In den 20er-Jahren war in ganz Amerika Handel und Produktion von Alkohol verboten. Dies führte zur Entstehung eines riesigen Schwarzmarktes. Kriminelle aller Art importierten hauptsächlich Schnaps und Bier aus Kanada, Mexiko und sogar Schottland oder stellten den Alkohol in illegalen Brauereien selbst her. Darunter waren Iren, Juden, Griechen, Neapolitaner (wie Al Capone), Kalabrier und "echte" Amerikaner, aber die erfolgreichsten von ihnen waren die Sizilianer. Zu Beginn der 30er-Jahre wurde Al Capone in Chicago verurteilt, und ein zunächst zusammengewürfeltes Syndikat, das bald von Sizilianern übernommen wurde, entstand, das so genannte Outfit. In New York City kam es zum Krieg von Castellammare, einem blutigen rein sizilianischen Konflikt, der gut ein Jahr dauerte und schließlich mit dem Sieg eines Mafioso namens Salvatore Maranzano endete. Maranzano machte sich selbst zum Vorsteher einer landesweiten Mafia-Organisation, welche er La Cosa Nostra nannte, doch seine Tributforderungen führten schließlich dazu, dass er auf Anweisung von Charles "Lucky" Luciano ermordet wurde. Luciano gründete die so genannte Kommission bzw. das National Crime Syndicate, ein zunächst siebenköpfiges Gremium, das sich vor allem aus New Yorker Bossen zusammensetzte.


1930 bis heute:

In New York hatte sich die sizilianische Mafia 1931 in fünf Familien aufgeteilt, die später unter den Namen Gambino, Genovese, Colombo, Lucchese und Bonanno bekannt wurden. Alle fünf Familien mussten in den letzten Jahrzehnten starke Machteinbußen in Kauf nehmen. In etwa zwei Dutzend weiteren amerikanischen Großstädten entstanden ebenfalls Mafia-Clans. Die wichtigsten von ihnen waren jene von Philadelphia, Boston, New Orleans, Tampa, Dallas, Cleveland, Detroit, Buffalo und Kansas City.

Heute ist die Mafia hauptsächlich noch in New York City und Chicago aktiv. Die wichtigsten Geschäfte der Mafia waren von je her Prostitution, Drogenhandel und vor allem Glücksspiel und Gewerkschaftskorruption. Ersteres führte die Cosa Nostra zum Besitz mehrerer Kasinos in Las Vegas und auf General Batistas Kuba und zur totalen Kontrolle über Buchmacher und Lotterien in den wichtigsten Großstädten des Landes; letzteres dazu, dass mehrere international tätige Gewerkschaften von der Mafia unterwandert wurden, darunter die Gewerkschaften der Transport- und Hafenarbeiter. Die Macht der Mafia wurde in den 80er- und 90er-Jahren teilweise gebrochen. Die Strafverfolgung feierte große Medienerfolge, darunter die Verurteilung des New Yorker Bosses John Gotti. Der Kodex der Omerta, der Schweigepflicht, ist in Auflösung, und die sizilianischen Traditionen geraten in Vergessenheit. Allerdings könnte die Mafia dadurch, dass sich die Aufmerksamkeit des FBI seit 2001 vor allem auf die Verfolgung von Terroristen gelenkt hat, wieder Aufwind bekommen.

Sacra corona unita, N'Drangheta und Camorra Bearbeiten

Sacra corona unita

Sacra corona unita, oder United Sacred Crown, ist eine Mafia-ähnliche Organisation aus der Süd-Italienischen Region Apulien (Auf Italienisch Puglia), vorallem aktiv in der Hauptstadt der Region, Bari. Sie ist relativ neu, sie trat das erste mal 1983 in Erscheinung.

N'Drangheta

Die N'Drangheta (Calabresisch für ehrenwerte Gesellschaft) oder auch Ndrangheta ist eine Vereinigung der süditalienischen Mafia, deren Aktionsgebiet sich auf die Region Kalabrien beschränkt. Das Zentrum der Organisation liegt in der Provinz Crotone.

Die N'Drangheta zählt aktuell wahrschinlich etwa 4500 Mitglieder und umfasst etwa 90 Clans oder Cosche (benannt nach dem sizilianischen Ausdruck für die Artischocke, die als Symbol für den Zusammenhalt stehen soll). Wie die Cosa Nostra in Sizilien unterhält die N'Drangheta ebenfalls Kontakt zu Mitgliedern in den USA, in Kanada und in Australien sowie im europäischen Ausland. Anders als die Sizilianer basiert die Mitgliedschaft in der N'Drangheta jedoch weit stärker auf Blutsverwandschaft. Dieser Tatsache ist auch ein größerer Zusammenhalt zu verdanken, bislang sind erst 157 Kronzeugen aus dieser Organisation ausgestiegen (zum Vergleich: In Sizilien sind es etwa 390).

Camorra

Die Camorra (italienisch für Schläger) ist eine Verbrecherorganisation, die hauptsächlich in Kampanien/Italien auf den Gebieten Drogenhandel und -schmuggel, Geldwäsche und Erpressung agiert. Zentrum des Klanzusammenschlusses ist Neapel.

Seit den 80er-Jahren totgesagt hat sich die Organisation wieder zusammengefunden und operiert nun auch außerhalb ihres Territoriums. Trotz zahlreicher Bandenkriege zwischen den verschiedenen Klans hat die Camorra bis heute weite Teile der Politik und Wirtschaft Norditaliens unterwandert.

Verschwörungen und TheorienBearbeiten

Die Strukturen der Mafia beruhen häufig auf Erpressung, unter anderem zur Durchsetzung von Monopolen – einerseits eine Wirtschaftsverschwörung. Dazu kommt, dass die Organisation alles andere als transparent ist, eine straffe Hierarchie besitzt und stets bedacht ist, ihre Morde oder schlichtweg genaue Einzelheiten über sie im Dunkeln zu halten.

Neben dieser Tatsache hatte die Mafia allerdings häufig Kontakte mit Geheimdiensten, seien es Auftragsmorde, oder Drogenhandel. Lucky Luciano konnte seine Haftzeit verkürzen, da er neben dem Drogenschmuggel der amerikanischen Invasion in Sizilien am 10. Juli 1943 half. CIA unterstütze Mafiosi konnten auch in Frankreich gegen kommunistische Gewerkschaften vorgehen.

Andreas von Bülow behauptet, dass sich Kapitalismus und Mafia auf natürliche Weise ergänzen. Während es in diktatorischen oder kommunistischen Staaten keine Schlupfwinkel gibt.

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