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Marcel Vervloesem war ein belgischer Aktivist der "Werkgroep Morkhoven". 1998 war er in die Aufdeckung des angeblichen Kinderpornohändlers Gerrit-Jan Ulrich verstrickt.

Vervloesem hatte nach eigenen Angaben unter abenteuerlichen Umständen kinderpornografisches Material aus einer Wohnung in Zandvoort beschafft und es an die Medien weitergegeben. Er machte weitere Anschuldigungen über ein von Berlin aus agierendes Kinderhändlernetzwerk, welche allerdings nie bestätigt wurden. 2006 wurde Vervloesem selbst wegen Vergewaltigung von drei Minderjährigen zu fünf Jahren Haft verurteilt.

Ablauf nach VervloesemBearbeiten

Nach eigenen Angaben hatte Vervloesem den Computerhändler Gerrit-Jan Ulrich über den 24-jährigen Prostituierten Robby van der Plancken kennengelernt. Ulrich habe schnell zu Vervloesem vertrauen gefasst und war bereit, ihm beim ersten Besuch eine verschlüsselte Diskette sowie Videos mit kinderpornografischem Inhalt zu geben. Nach ominösen Anrufen aus England habe sich der schwer krebskranke Ulrich dazu entschlossen aus dem Geschäft mit der Kinderpornografie auszusteigen.

Robby van der Plancken und Ulrich seien darauf bald nach Italien gereist. Drei Wochen später hätte Robbys Mutter Vervloesem darüber informiert, dass van der Plancken in Pisa in Haft sitze, weil er Ulrich erschossen haben soll. Vervloesem sei daraufhin, aus Angst das Ulrichs Mittäter Beweismaterial verschwinden lassen wollten, mit zwei Frauen, eine davon die Schwägerin Ulrichs, in dessen Wohnung in Zandvoort eingedrungen. Ein Nachbar hätte daraufhin die Polizei alarmiert, welche die beiden Frauen stellen konnte, Vervloesem entkam aber mit einem Teil des Beweismaterials, welches er später an die Medien weitergab.

Angaben der PolizeiBearbeiten

Laut den Angaben der Polizei habe Ulrichs Familie bereit 16. Juni 1998 mitgeteilt das Gerrit-Jan Ulrich in Italien verwundet oder verstorben sei. Das Außenministerium berichtete am 22. Juni, das Ulrich am 19. Juni Tod an der Straße Volterra nach Pomarance nahe Pisa aufgefunden wurde. Daraufhin habe die Familie erklärt, das Ulrich Geld mit Kinderpornografie verdiene und die Polizei aufgefordert das Material in dessen Wohnung zu beschlagnahmen. Man durchsuchte darauf hin das Apartment in Zandvoort.

Als die Polizei die beiden Frauen festnahm die mit Vervloesem in die Wohnung eingebrochen waren, gaben diese an auf der Suche nach kinderpornografischem Material gewesen zu sein, woraufhin die Wohnung ein weiteres mal durchsucht wurde und wobei Material, welches bei der ersten Durchsuchung offenbar übersehen wurde, zu tage kam. Die Polizei bildete daraufhin bald eine geheime Sonderkommission, deren Ermittlungen aufflogen als Vervloesem Teile der Videos und Disketten an den Fernsehsender Nova-TV übergab.

Laut den italienischen Behörden war Ulrich mit van der Plancken mit einer Honda 750 nach Italien gereist. In Frankreich hätten sie sich einen Vorderlader-Nachbau der Marke "Black Powder" besorgt, womit sie in den Hügeln von Volterra auf Dosen schossen. Dabei sei Ulrich an der Aorta getroffen worden. Ulrich hatte zuvor in den Niederlanden offiziell einen Sterbehilfeantrag gestellt, weshalb die italienischen Behörden dem Verdacht der Euthanasie nachgingen.

Weitere Beschuldigungen durch VervlosemBearbeiten

Vervlosem behauptet unter Berufung auf Pornokreise das Ulrich durch van der Plancken ermordet wurde, damit er dessen Platz einnehmen konnte. Nach Vervlosem würde von Berlin aus ein Netzwerk von Kinderhändlern agieren, welche Kinder und Jugendliche in niederländische Knabenbordelle vermitteln und entführen würde. Dafür würden sogar spezielle Kataloge mit Fotos von Kindern existieren, die auf Nachfrage entführt würden. Dies sei nach Vervloesem etwa bei Manuel Schadwald, ein 12-jähriger Berliner welcher 1993 spurlos verschwand, der Fall.

Die Polizei konnte die Beschuldigungen von Vervlosem nicht bestätigten, laut ihren Ergebnissen handelte es sich bei Ulrich lediglich um einen Konsumenten von Kinderpornografie.

Verurteilung Vervlosems wegen KindermissbrauchBearbeiten

2006 wurde Vervlosems zu fünf Jahren Haft verurteilt weil er zwischen 2003 und 2005 drei Minderjährige vergewaltigt hat. Bereits 1979 wurde Vervloesem wegen sexuellen Missbrauchs in eine psychiatrischen Anstalt verwiesen.

Vervlosem stritt die Vorwürfe ab und vermutete ein Komplott gegen seine Person.

siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

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