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Der Nachtwächterstaat bezeichnet einen Staat, dessen Aufgabe einzig auf die Aufrechterhaltung der inneren und äußeren Ordnung, insbesondere die Aufrechterhaltung des Eigentumsrechts, reduziert ist und keinen Einfluss auf die wirtschaftliche und kulturelle Organisation seiner einzelnen Mitglieder nimmt.

Der Nachtwächterstaat wird insbesondere von Anhängern des Wirtschafsliberalismus (amerikanischer Libertarismus) propagiert, da er den Menschen ein Maximum an Selbstorganisation ermöglichen würde, wodurch diese durch einen freien Markt natürlich die optimalen Lösungen zur Versorgung der Menschen finden würden (Selbstregulierung des Marktes).

Kapitalismuskritiker wenden gegen den Nachtwächterstaat ein, dass er zwangsläufig darauf hinaus laufe, dass die Besitzenden, aufgrund ihres Eigentums, die Besitzlosen ausbeuten würden, was zu einer Anhäufung des gesamten Besitzes in den Händen weniger führt. Die daraus entstehenden sozialen Spannungen würden zur einer zwangsläufigen Verschärfung von Sicherheitsgesetzen und zu einem Polizeistaat führen. Versagt die Staatsmacht bei der Bekämpfung der Kriminalität, müssten sich die Besitzenden selbst schützen, etwa in dem sie sich in Gated Communitys selbst einschließen.

Libertäre Anarchisten wiederum sehen in dem Schutz des Eigentums durch den Staat eine ungerechte Subventionierung der Besitzenden.

siehe auch: Überwachungsstaat, Faschismus

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