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Der Begriff Nazigold (oder Raubgold) bezeichnet von den Deutschen vor und während des Zweiten Weltkriegs geraubte Wertgegenstände. Diese stammten hauptsächlich aus dem "arisierten" Besitz von Personen, die in Konzentrationslagern eingesperrt und zum Großteil darin umgebracht wurden.

Der Verbleib des "Nazigolds" nach dem Zweiten Weltkrieg ist weitgehend ungeklärt.

SpekulationenBearbeiten

Gegen Ende des 2.Weltkrieges und danach begann die Suche der Alliierten nach gestohlenen Kunst- und Wertschätzen. Wahrscheinlich den Großteil des Reichsbankgoldes, einige 100 Tonnen, fanden die Amerikaner in einer Kaligrube in Merkers, Thüringen. Rund sechs Tonnen, die in österreich zunächst auf Schloß Fuschl angehäuft waren, wurden gegen Kriegsende in Bad Gastein und Hintersee versteckt und offenbar von den Amerikanern gefunden. Infolgedessen wurden kleinere "Depots" später von diversen Personen teilweise verkauft (orf). Die Amerikaner bemühten sich allerdings oft nicht, sichergestellte Nazibeute den ursprünglichen Besitzern zurückzugeben, sondern eigneten sich vieles selbst an. So gelangten z.B: vom "Goldzug" aus Ungarn, den sie im Mai 1945 im Tauerntunnel beschlagnahmten, nur Objekte im Wert von 1,8 Mio Dollar zur Versteigerung zugunsten jüdischer Flüchtlinge. Der Zug hatte ursprünglich Gold et al. im Wert von rund 206 Mio Dollar geladen. Auch der Verbleib des in Merkers gefundenen "Nibelungenhortes" ist nicht zur Gänze geklärt (mdr). Derartige lang vertuschte Vorgänge begünstigten eine Legendenbildung.

Eine Theorie lautete, Nazigold sei mit U-Booten nach Argentinien gebracht worden (vgl. Rattenlinie). Tatsächlich waren zwei deutsche U-Boote Anfang Mai 1945 Richtung Argentinien geflüchtet und dort im Juli bzw. August angekommen. Prominente Nationalsozialisten oder Gold waren aber wohl nicht an Bord (stern) Dennoch gelangten zweifelsohne große Geldsummen durch die vielen Nazi-Flüchtlinge nach Argentinien, beispielsweise durch Ante Pavelic, den kroatischen Nazigünstling, oder den SS-Mann Johannes Bernhardt. Hubert von Blöcher, in dessen Garten Hitler Teile des Reichsbankgoldes hatte vergraben lassen, machte dies unter Mithilfe Horst Carlos Fuldners in Argentinien zu Geld: 400 Mio Dollar (zdf2).

Eine weitere Theorie besagt, kleine Teile des Reichsbankgoldes könnten in Garmisch-Partenkirchen oder im Steinriegel am Walchensee vergraben sein.

Zum Steinriegel: Dort wurden von den US Truppen 728 Goldbarren je 12,5 kg gehoben. Dies ist keine Theorie, sondern verbrieft. Hiervon gibt es im bay. Staatsarchiv diverse Unterlagen.

Einiges an geraubtem Gold hatten die Nazis schon während des Krieges veräußert, etwa an die Schweiz (UEK).

Literatur Bearbeiten

  • Botting, Douglas/Sayer, Ian: Nazi Gold - The Story of the Worlds Greatest Robbery - and its Aftermath (1984) (engl.)
  • Gerhard Zauner: Verschollene Schätze im Salzkammergut : die Suche nach dem geheimnisumwitterten Nazi-Gold. Graz, Stuttgart : Stocker, 2003. - 119 S.

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