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Operation Mongoose, auch bekannt als Das kubanische Projekt (The Cuban Project), war der Deckname für eine Geheimoperation der CIA, die den Sturz der kubanischen Revolutionsregierung von 1959 zum Ziel hatte.

Der mehrstufige Plan geht auf eine Initiative des damaligen US-Präsidenten John F. Kennedy vom 30. November 1961 zurück. Nach der fehlgeschlagenen Invasion in der Schweinebucht schuf Präsident Kennedy einen Ausschuss, der mit der Aufgabe betraut war, Castros Regierung zu stürzen. Es sollte eine Revolte im Oktober 1962 angezettelt werden, die dann von US-Truppen unterstützt werden könnte.

Der Ausschuss unter dem Vorsitz von Robert F. Kennedy (Justizminister) bestand aus Allen Welsh Dulles (CIA-Direktor), später von John McCone ersetzt, Alexis Johnson (Außenministerium), McGeorge Bundy (Nationaler Sicherheitsberater), Roswell Gilpatric (Verteidigungsministerium), General Lyman Lemnitzer (Joint Chiefs of Staff) und General Maxwell Taylor. Auch Dean Rusk (Außenminister) und Robert S. McNamara (Verteidigungsminister) waren zeitweise bei Sitzungen anwesend, auch wenn sie offiziell keine Mitglieder des Ausschusses waren.

In einer Sitzung dieses Ausschusses im Weißen Haus wurde beschlossen, das geheime Programm zur Sabotage und Unterwanderung Kubas Operation "Mongoose" zu nennen. Justizminister Kennedy Übertrug die Leitung des Unternehmens an General Edward Lansdale, der in Vietnam bereits Erfahrungen auf dem Gebiet der Guerillabekämpfung sammeln konnte. Eine der ersten von Landsdales Entscheidungen war es, William Harvey zum Leiter der Task Force W. zu ernennen. Harvey's Auftrag war es, zahlreiche Aktivitäten zur Unterminierung von Castros Regierung zu entwickeln.

Es wurden über 30 Pläne entwickelt, die zumindest teilweise ausgeführt wurden. Die Pläne sahen unter anderem den Einsatz der Green Berets, die Zerstörung der kubanischen Zuckervorräte, die Verminung kubanischer Häfen und sogar die Verbreitung von Gerüchten, Jesus Christus würde nach dem Sturz der Kommunistischen Partei zurückkehren, vor.

Im Laufe der Tätigkeiten arbeitete die CIA auch mit Mitgliedern des organisierten Verbrechens wie Sam Giancana, Santo Trafficante, Johnny Roselli zusammen, die die Ermordung von Fidel Castro übernehmen sollten. Auch Robert Kennedy setzte sich persönlich für die Ermordung beziehungsweise den Sturz Fidel Castros ein.

Meldungen über Waffenlieferungen der Sowjetunion an Kuba gaben dem Plan zusätzlichen Antrieb. Die geplanten Operationen bestanden aus Militäraktionen, Sabotage und Propaganda. Dem geplanten Aufstand sollten gezielte Attentate auf führende kubanische Politiker vorangehen.

Der von der CIA betriebene Aufwand von Mensch und Material war beträchtlich. In der CIA-Zentrale selbst wurde eine Einsatzgruppe von insgesamt 400 Leuten zusammengestellt, die direkt dem Sonderstab der Leitung von Operation "Mongoose" unterstand. Als vorgeschobene logistische Operationsbasis diente die CIA-Station in Miami unter der Code-Bezeichnung JM/WAVE, die nur wenige Kilometer von der Küste Kubas entfernt liegt. JM/WAVE konnte über die bereits zu damaligen Zeiten sehr hohe Summe von 500 Millionen US-Dollar pro Jahr verfügen, eine, wie sich herausstellen sollte, gigantische Fehlinvestition.

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