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Päpstin Johanna ist eine sehr umstrittene Person. Besonders in Gruppen die der Kirche feindlich gegenüber stehen (Feministen, Reformatoren, Esoterikern) ist die Geschichte verbreitet, das es einst einen weiblichen Papst gab.

Interessant ist bei dieser Geschichte, das es ähnlich wie beim Heiligen Gral erst Jahrhunderte nach den eigentlichen Ereignissen große Verbreitung fand.


Die Überlieferung Bearbeiten

KindheitBearbeiten

Der Überlieferung nach wurde sie um 814 in Ingelheim am Rhein geboren. Ihr Vater war ein Großbritannien und Nordirland englischer Priester, dessen Aufgabe es war, die heidnischen Sachsen zum Christentum zu bekehren. Nach dem frühen Tod der Eltern kam sie in ein Frauenkloster, wo ihre hohe Begabung und ihre große Weisheit früh auffielen.

Von Fulda nach RomBearbeiten

Johanna verkleidete sich das erste Mal in einem Kloster der Stadt Fulda, wo sie jedoch nach einiger Zeit entlarvt wurde und fliehen musste. Sie reiste nach Griechenland. In Athen blieb sie einige Zeit und begann ihre Begabung weiter zu entfalten. Nach einigen Jahren reiste sie, erneut als Mann verkleidet, zum Papst nach Rom. Der kirchlichen Hierarchie fiel ihr großes Wissen sofort auf und sie bekam immer mehr Ansehen.

PapstBearbeiten

Im Jahre 853 oder 855 wurde sie unter dem Namen Johannes Anglicus Nachfolger des Papstes Leo IV.. Johanna wurde während ihrer Amtszeit von einem Diener geschwängert, wodurch das Ende ihres Pontifikats eingeleitet wurde: Sie gebar ihr totes Kind während einer Prozession auf der Via Sacra (heute: Via San Giovanni). Über ihren Tod gibt es verschiedene Überlieferungen: Entweder soll sie an Geburtskomplikationen gestorben sein, oder aber sie soll von der aufgebrachten Menge zu Tode gesteinigt worden sein.

Nach dem TodBearbeiten

Der Legende nach erschien Johanna ein Engel, der sie zwischen öffentlicher Scham oder ewiger Verdammnis entscheiden ließ. Johanna wurde in der Kathedrale, in der sie auch gestorben ist, beerdigt.

PapstnachfolgeBearbeiten

Der offizielle Nachfolger von Papst Leo IV. war Benedikt III., von dem jedoch nur relativ wenige belegte Informationen vorliegen. Einige vermuten deshalb, dass Benedikt III. von der römisch-katholischen Kirche erfunden wurde, als im 17. Jahrhundert Päpstin Johanna aus der Geschichte getilgt wurde.

Eine andere Theorie nimmt an, dass Päpstin Johanna zwischen Leo IV. und Benedikt III. den Heiligen Stuhl innehatte.

Päpstin Johanna wird in verschiedenen historischen, aber auch unzuverlässigen, Quellen erwähnt, bis ins 17. Jahrhundert auch in kirchlichen Quellen. Auch der damalige Gegenpapst Anastasius III. erwähnt sie in seinen Büchern.

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