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Phoebus oder auch einfach die Glühbirnenverschwörung ist eine klassische Theorie einer Wirtschaftsverschwörung. Laut ihr wird die Brenndauer von Glühlampen bewusst niedrig gehalten um einen stetigen Absatz zu sichern.

Gründung von PhoebusBearbeiten

Am 24. Dezember 1924 fand in einem Genf Hotel eine Konferenz von Lampenherstellern statt, darunter OSRAM aus Deutschland, International aus den USA, Associated Electric Industries aus Großbritannien, Philips aus Holland, Compagnie des Lampes aus Frankreich und Tungsram aus Ungarn. Es handelte sich dabei also um die weltweit wichtigsten Konzerne in diesem Sektor, die jeweils in ihrem eigenen Land ein Quasi-Monopol hatten. Sie unterzeichneten bei diesem Treffen den Entwicklungs- und Fortschrittsvertrag auf dem Gebiete der internationalen Glühlampenindustrie.

Dieser Vertrag sollte die Kooperation der Konzerne sichern, die Qualität erhalten, Fabrikationsmöglichkeiten vorteilhafter ausnutzen, Wirtschaftlichkeit erhöhen und die Wirksamkeit der Beleuchtung zum Vorteil des Konsumenten verbessern, was etwa zur Festlegung des Standardsockels E27 führte.

Kritiker vermuteten dahinter das erste erfolgreiche, weltweite Kartell.

Senkung der BrenndauerBearbeiten

Die Glühlampenproduzenten hätten 1924 vor einem Problem gestanden. Dadurch das sie billige Glühlampen mit 2000 Stunden Brenndauer verkauften, war der Markt übersättigt und drohte in die Rezession abzustürzen. Deshalb beschloss man die Brenndauer von Glühlampen langsam und unauffällig zu senken.

Ein Jahr später wurde die Brenndauer einer Glühlampe auf 1000 Stunden festgelegt. Heute sind es aufgrund der höheren Netzspannung meist nur noch 750 Stunden.

Brenndauer in sozialistischen LändernBearbeiten

Während des Kalten Krieges sollen sowjetische und ungarische Glühlampen im Durchschnitt etwa doppelt so lange gehalten haben, wie ihr westliches Pendant. In der Volksrepublik China sollen Glühbirnen noch heute einen Brenndauer von 5000 Stunden haben.

Lampen für den Zweiten WeltkriegBearbeiten

In Großbritannien halten sich seit Jahrzehnten Gerüchte, nach denen Lampenhersteller bis heute versuchen, Glühlampen aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs zurückzukaufen.

Aufgrund von Materialknappheiten und erhöhter Nachfrage sollen während des Weltkriegs in den USA und Großbritannien Lampen mit einer Brenndauer von 5000 Stunden produziert worden sein. In den USA gingen diese Lampen ans Militär und öffentliche Einrichtungen wie die Feuerwehr und Polizei, in Großbritannien sollen aber einige der Lampen in den Verkauf gelangt sein und so z.T. bis heute in britischen Wohnzimmern leuchten.

Die Jahrhundert-LampeBearbeiten

1901 wurde in der Feuerwache 6 an der 4550 East Avenue im kalifornischen Livermore eine Glühlampe installiert, die bis heute Licht produziert. Die Lampe hat so die Feuerwehrwache überlebt.

Man kann sie bis heute unter http://www.centennialbulb.org/cam.htm sehen.


Das Ende von Phoebus?Bearbeiten

Offiziell verschwand Phoebus 1941, möglicherweise existierte das Kartell unter dem Namen International Electrical Association bis 1989 weiter. Konspirologen vermuten, dass der heimliche Verbund der Glühlampenhersteller lediglich einen neuen Namen hat und weiterexistiert.

EwigkeitsglühlampenBearbeiten

Dieter Binniger wurde 1975 vom Berliner Senat dazu beauftragt eine Uhr im Europa Center zu bauen die nach der Mengenlehre arbeiten sollte. Das Projekt wurde zum Problem als die Kosten in die Höhe schossen. Dies lag nicht zuletzt an der geringen Haltbarkeit der Glühbirnen. Binniger machte sich an die Lösung des Problems und fand sie: Seine Ewigkeitsglühlampen arbeiten mit weit niedrigeren Spannungen und sollen dadurch bis zu 150000 Stunden Brenndauer erreichen (das sind 17 Jahre!).

Nach der Wiedervereinigung wollte Binniger das DDR-Unternehmen Narva erwerben um seine Entwicklung zu vermarkten. Die Verhandlungen mit der Treuhand verliefen schwierig und vor ihrem Abschluss kam Binniger bei einem Flugzeugabsturz ums Leben.

Kritiker halten Binnigers Entwicklung entgegen, das diese einen weit schlechteren Wirkungsgrad hätte als gewöhnliche Glühbirnen.

Des weiteren eröffnen inzwischen Halogenlampen, Gasentladungslampen, und Leuchtdioden ganz neue Dimensionen betreffs Haltbarkeit und Wirkungsgrad, weshalb Glühlampen möglicherweise nur noch eine geringe Bedeutung in der Zukunft haben werden. Die EU und Australien arbeiten sogar darauf hin Glühbirnen für die Zukunft nachhaltig aus dem Verkehr zu ziehen, um so den Energieverbrauch zu senken (vgl. Peakoil, Globale Erwärmung)

WeblinksBearbeiten

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