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Die Rakowski-Protokolle (auch Rakowskij-Protokoll) sind die angeblichen Protokolle einer Vernehmung von Christian Georgijewitsch Rakowski durch den GPU-Beamten Gabriel G. Kuzmin am 26. Januar 1938 in Moskau.

Das Protokoll wird besonders von rechtsextremen Verschwörungstheoretikern zitiert. Es enthält die Schilderungen einer Verschwörungen von "Jenen", die bis auf Adam Weishaupt und die Rothschilds zurückgehen soll.

Sie wurden erstmal 1950 in Franco-Spanien unter dem Titel "Sinfonia en Rojo Mayor" veröffentlicht.

angebliche EntdeckungsgeschichteBearbeiten

Rakowski, ehemaliger sowjetischer Botschafter in London und Paris, war ein Opfer der Stalinistischen Säuberungen und wurde am 27. Januar 1937 inhaftiert. Am 26. Januar 1938 soll bei einem Verhör durch den GPU-Beamten Gabriel G. Kuzmin das Protokoll entstanden sein. Am 11. September 1941 wurde Rakowski hingerichtet.

In einem russischen Bauernhaus soll dann ein angehöriger der Blauen Division, eine Einheit aus spanischen Freiwilligen im Russlandfeldzug unter Kommando der Wehrmacht, die Leiche des NKWD-Arztes Josef Landowski und dabei eine Anzahl dicht beschriebener Hefte gefunden haben. Letztere nahm er nach Spanien mit, wo sie 1950 unter dem Titel "Sinfonia en Rojo Mayor" veröffentlicht wurden und innerhalb kürzester Zeit aufgekauft worden sein sollen.

1952 sollen die Rakowski-Protokolle erstmal in Deutscher Übersetztung im 6. Sonderheft der deutsch-nationalistischen Zeitschrift "Der Weg" beim Dürer-Verlag in Buenos Aires, Argentinien erschienen sein (eine Zeitschrift die auch einige geflüchtete Nazis zu ihren Autoren zählte).

InhaltBearbeiten

In dem Protokoll schildert Rakowski wie "Jene", zu denen er gehört, die Weltpolitik steuern. Laut den Protokoll war Rakowski ein Hochgrad-Freimaurer, bezieht aber sein Wissen vor allem von Jenen.

"Jene" unter dem Semiten und Exjesuiten Adam Weishaupt, dieser Vermutlich unter Moses Mendelssohn, hätten die erste Komintern gebildet und sollen für die Französische Revolution verantwortlich sein. Weishaupt soll auch mit den Rothschilds verknüpf gewesen sein.

Nach dem Scheitern der Revolution in der Machtübernahme Napoleons, wurde der Plan, an dessen Ende der Kommunismus stand, weiter fortgesetzt.

Später soll sich Karl Marx dem Illuminatenorden angeschlossen haben.

Jene hätten durch einen Warburg ebenso Hitlers Aufstieg unterstützt wie sie den erfolgreichen Verlauf der Oktoberrevolution sicherstellten.

AuthentizitätBearbeiten

Da heute kein Orginalschriftstück vorliegt, lässt sich weder die Echtheit des Dokuments widerlegen, noch bestätigen.

Einige Verschwörungstheoretiker argumentieren, dass die Echtheit des Protokolls von keinem Historiker jemals angezweifelt wurde, allerdings lässt sich auch feststellen das diese Protokoll scheinbar bisher überhaupt nicht von Historikern die nicht der Szene der Verschwörungstheoretiker angehören rezipiert wurde.

Dass das Protokoll fast ausschließlich im Rechtsextremen verbreitet wird, d.h. antiaufklärerischen Reaktionären welche vielfach durch politisch motivierten Geschichtsrevisionismus aufgefallen sind, lässt sich als Indiz für eine Fälschung werten. Typisch hierfür wäre auch die abenteuerliche Entdeckungsgeschichte.

siehe auchBearbeiten

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