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Red Mercury (engl. rotes Quecksilber oder roter Merkur, auch Mercury P2-P5, Mercury Rouge, Rotwein, RM20/20 oder Red Cherry) ist eine spekulative Substanz, über die erstmals Ende der 1980er berichtet wurde und der meistens eine besondere Bedeutung in der Nuklearwaffentechnik zugeschrieben wurde. Vielfach soll Red Mercury von Händlern auf dem nuklearen Schwarzmarkt angeboten worden sein, wobei Preise von 200000 bis 400000 US-$ pro Kilogramm verlangt wurden.

Es ist unbekannt was Red Mercury ist, ihm wurden aber zahlreiche unterschiedliche Eigenschaften und mögliche Verwendungszwecke zugeschrieben:

  • Als Sprengstoff würde Red Mercury genügend Kraft entwickeln um eine Kernfusion ohne eine Spaltbombe in Gang zu setzen, mit diesem Stoff ließen sich also Mini-Fusionsbomben bauen. (siehe auch: Mini-Nuke)
  • Als Farbanstrich würde Red Mercury Radarstrahlung absorbieren und wäre somit das sowjetische Äquivalent zur us-amerikanischen Stealth-Technologie.
  • Rotes Quecksilber ("Красная ртуть") wäre im sowjetischen Atomprogramm eine Bezeichnung für Lithium-6 gewesen, welches durch Verunreinigungen bei der Herstellung mit Quecksilber rot oder rosa erscheine. Lithium-6 ist für Kernfusionsprozesse, also auch zum Bau von Wasserstoffbomben, ein bedeutender Ausgangsstoff.
  • Red Mercury sei schlicht ein Codename für waffenfähiges Uran oder Plutonium aus der ehemaligen Sowjetunion. Diese Stoffe könnten mit Quecksilber gemischt worden sein um die Radioaktivität abzuschirmen und sie so leichter, auch durch Kontrollen mit Geigerzählern, schmuggeln zu können.

Vielfach wurde Red Mercury für einen Schwindel gehalten, mit dem Betrüger, insbesondere aus der früheren Sowjetunion (vgl. Russische Mafia), versuchten zahlungsfähige Kunden, wie terroristische Gruppen oder diktatorische Regime, zu betrügen, indem sie ihnen einen nutzlosen Stoff für viel Geld verkauften. Als Indiz hierfür wird häufig gesehen, dass die beschriebenen Eigenschaften Red Mercury als Wunderwaffe erscheinen lassen. Auch sei die Bezeichnung Red Mercury in der Anfangszeit als Verweis auf die Herkunft aus der ehemaligen Sowjetunion betrachtet worden, während die Substanz erst später als wirklich rot bzw. rötlich beschrieben wurde.

Es wurde auch die Hypothese aufgestellt, dass es sich bei Red Mercury um einen von Geheimdiensten geschaffenen Begriff handelte, mit dem sie Käufer und Händler von nuklearen Stoffen anlocken wollten (Honeypot). Einige deuten in diesem Zusammenhang die Abkürzung "Red Hg" als "Red Herring".

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