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Reichsflugscheiben sind angebliche untertassenförmige Flug- und Raumfahrzeuge die während des dritten Reiches gebaut und getestet worden sein sollen, aber nie in Serienreife gingen und deshalb den Krieg nicht mehr als Wunderwaffe zugunsten der Reichsdeutschen wenden konnte. Sie sollen die Ursache für zahlreiche UFO-Sichtungen, etwa von Foo Fightern oder Geisterraketen sein.

Grundlage der Reichsflugscheiben sollen Technologien sein, die von der anerkannten Wissenschaft bis heute nicht bzw. nicht offiziell bekannt sind (vgl. Deutsche Physik, Freie Energie). Ebenso utopisch wirken ihre angeblichen Flugleistungen.

Kritiker hingegen verweisen darauf, das es keine solchen Projekte im dritten Reich gab. Reichsflugscheiben seien viel eher eine fiktive Erfindung die von Rechtsradikalen wie Wilhelm Landig und Ernst Zündel populär gemacht wurde und besonders im Bereich der Esoterik und Verschwörungstheorien durch Jan van Helsing auf fruchtbaren Boden fiel.

GeschichteBearbeiten

Ursprung der TechnologieBearbeiten

Häufig wird als Ursprung der Reichsflugscheiben-Technologie ein oder mehrere UFO-Abstürze auf den Gebiet des dritten Reiches vermutet, insbesondere ein angeblich 1936 stattgefundener UFO-Absturz im Schwarzwald. Andere wiederum sehen solche angeblichen Abstürze eher als Zeichen dafür das an den Reichsflugscheiben geforscht wurde und es dabei zu Zwischenfällen kam.

In dem Buch "Die Realität der Flugscheiben" behauptet J. Andreas Epp an der Entwicklung der Reichsflugscheiben mitgearbeitet zu haben.

Viele Theorien verweisen auch auf den Östereicher Viktor Schauberger, welcher von manchen mit physikalischen Größen wie Einstein und Tesla gleichgesetzt wird, aber in der Fachwelt nur relativ wenig Beachtung findet. Schauberger sei angeblich 1934 zu einem Treffen mit Adolf Hitler berufen worden sein, je nach Quelle habe er sich danach bereitwillig oder erst nach einigen Repressalien zur Mitarbeit an gewissen Forschungsprojekten verpflichten lassen.

Nach Jan van Helsing ist das Wissen um die Implosion die Grundlage für die Reichsflugscheiben. Die Implosion sei dabei eine konstruktive, positive, göttlicher Technik, während die Explosion eine destruktive, satanische Technik sei. Nach Helsing sei dieses Prinzip in Gruppen wie der Thule- und Vril-Gesellschaft und auch Viktor Schauberger und Hitler bekannt gewesen. Schauberger und ein Dr. W. O. Schumann (Thule- und Vril-Mitglied) seien dabei die treibenden Kräfte gewesen.

In einem annonym im Internet kursierenden Text wird eine gewisse Maria Oršic als Zentrale Figur der Reichsflugscheibenentwicklung dargestellt. Als angebliche Gründerin des nur aus weiblichen Mitgliedern bestehenden Alldeutsche Gesellschaft für Metaphysik hätte sie der Vril-Gesellschaft nahe gestanden. Ihr wissen für den Bau der Flugscheiben hätte sie durch Channeling Außerirdischen aus dem Aldebaran-System erhalten. Sie sei 1945 einfach verschwunden, Kritiker hingegen bezweifeln ihre Existenz gänzlich.

Angebliche ReichsflugscheibenBearbeiten

nach Jan van HelsingBearbeiten

JenseitsflugmaschineBearbeiten

Die erste Reichsflugscheibe soll die Jenseitsflugmaschine gewesen sein, welche im Jahr 1922 gebaut worden sein soll. Sie bestand aus drei Scheiben mit 8m; 6,5m und 7m Durchmesser welche in der Mitte durch ein Loch mit 1,8m großes Loch mit einem 2,4m Hohen Antriebsaggregat verbunden waren. An der unteren Seite des Aggregats sollte eine kegelförmige Spitze mit einem langen daran befestigten Pendel die Konstruktion stabilisieren.

Vril-GesellschaftBearbeiten
RFZ 1Bearbeiten

Unter Leitung von Dr. W. O. Schumann soll 1934 das RFZ 1 (Rundflugzeug) auf dem Gelände der deutschen Flugzeugfabrik Arado in Brandenburg getestet worden sein. Die Steuerung soll sich dabei als Wirkungslos erwiesen haben, weshalb es nach einigen Minuten am Boden zerschellt sein soll.

RFZ 2Bearbeiten

Ende 1934 soll mit RFZ 2 eine Flugscheibe mit 5m Durchmesser, "Vril-Antrieb" und "Magnet-Impulssteuerung" fertiggestellt worden sein. Je nach Antriebsstufe soll das Fluggerät Rot, Orange, Gelb, Grün, Weiß, Blau oder Violett geleuchtet haben. Desweiteren ermöglichte die Steuerung nur Richtungsänderungen von 22,5° bzw. vielfachen davon, weshalb es als Jäger untauglich wäre. 1941 soll es als Fernaufklärer über England eingesetzt worden sein.

VRIL-1-JägerBearbeiten

1942 soll die Vril-Gesellschaft ein Versuchsgelände in Brandenburg erhalten haben, wo sie Ende des Jahres den Vril-1-Jäger fertigstellte.

Die einsitzige Flugscheibe soll 11,5m im Durchmesser gehabt haben und mit "Schumann-Levitator-Antrieb" und "Magnetfeld-Impulsor-Steuerung", sowie leichter Bewaffnung ausgestattet worden sein. Im Flug soll es Geschwindigkeiten von 2,900 bis zu 12,000 km/h erreicht und apprupte Richtungsänderungen um 90° ohne Beeinträchtigung des Piloten durchgeführt haben. Es war wetterunabhängig und 100% weltraumtauglich.

Von Vril 1 sollen insgesammt 17 Stück gebaut worden sein, darunter auch zweisitzige Varianten und Varianten mit Glaskuppel.

Vril-7Bearbeiten

In den späten Kriegsjahren sollen eine Vril-7 und ein Vril-7-Großraumschiff fertiggestellt worden sein, welche zu diversen Geheimeinsätzen benutzt worden sein sollen.

SS-E-IVBearbeiten

Angeblich soll es eine "Entwicklungstelle IV der Schwarzen Sonne" kurz SS-E-IV gegeben haben, die an Projekten der freien Energie forschte um Deutschlands Öl-Mangel zu beseitigen.

Diese SS-E-IV entwickelte aus den Vril-Triebwerken und einem Tachyonenkonverter von Kapitän Hans Coler sogenannte "Thule-Triebwerke", später als "Thule-Tachyonator" bezeichnet.

RFZ 5 / Haunebu IBearbeiten

Im August 1939 soll die erste RFZ 5 gestartet sein, der auch Haunebu I (Hauneburg-Gerät) genannt wurde. Der Flugkreisel, mit 25m-Durchmesser, soll 8 Mann Besatzung gebraucht haben und war mit 2 "Kraftstrahlkanonen" (KSK) in Drehtürmen und 4 "MK 106" ausgestattet.

Es soll eine Weltraumtauglichkeit von 60% besessen haben und Geschwindigkeiten von 4800 km/h und später bis zu 17000 km/h erreicht haben.

Haunebu IIBearbeiten

Ende 1942 war Haunebu II ausgereift. Der Durchmesser varierte zwischen 26 bis 32m und die Höhe von 9 bis 11 m. Die Besatzung bestand aus 9 bis 20 Personen.

Die weltalltaugliche, mit einem "Thule-Tachyonator" ausgestattete, Flugscheibe soll in Erdnähe Geschwindigkeiten von 6000km/h erreicht haben und eine Reichweite von 55 Flugstunden besessen haben.

Haunebu II soll sogar 1945 schon für die Serienproduktion unter dem Namen Dro-Stra (Dornier-Stratosphärenflugzeug) vorgesehen worden sein.

Haunebu IIIBearbeiten

Kurz nach den Hauebu II wurde auch die Haunebu III fertiggestellt, eine Flugscheibe mit 71 m Durchmesser und maximal 32 Mann Besatzung, welches 8 Wochen in der Luft bleiben konnte und dabei 7000 bis 40000 km/h erreichte.

Fliegende SchildkröteBearbeiten

Eine z.T. Für das Foo Fighter-Phänomen verantwortliche Sonde soll die sogenannte Fliegende Schildkröte gewesen sein, welche angebliche über "Klystronröhren", auch "Todesstrahlen" genannt, elektrischen Zündanlagen stören konnte. Diese Drohnen hätten angeblich feindliche Flugzeuge verfolgen können.

V-7Bearbeiten

Parallel zur Arbeit der Vrilgesellschaft und SS-E-IV entwickelte sich ein Projekt "V-7" (Vergeltungswaffe 7?), welches mit konventionellen Düsenantrieben gearbeit haben soll.

RFZ 7Bearbeiten

Auf Grundlage der Arbeit von Andreas Epp und unter Mitarbeit der Entwicklungsgruppen Schriever-Habermohl und Miethe-Belluzo entstand die RFZ 7, eine Flugscheibe mit 42m Durchmesser. Welches allerdings bei einer Landung in Spitzbergen zerstört wurde. Angeblich sollen Fotos einen Nachbau der RFZ 7 in der Nähe von Prag zeigen.

Laut Epp war die RFZ 7 dazu konzipiert New York mit Kernwaffen zu bombardieren (siehe Uranprojekt)

RFZ 7 TBearbeiten

Nachdem im Juli 1941 ein weiteres von Schriever und Habermohl auf Basis von Düsenantrieb gebautes Rundflugzeug schwere Mängel aufwies, entwickelte man "Elektrogravitations-Flugkreisel" mit "Tachyonen-Antrieb". Daraus folgte das RFZ 7 T, an der auch Belluzo mitgearbeitet haben soll.

Andromeda-GerätBearbeiten

Ab 1943 plante man angeblich am Andromeda-Gerät, welches wie ein fliegender Flugzeugträger für Reichflugscheiben konzipiert gewesen sei. Dieses 139m lange, zigarrenförmige Mutterschiff sollte eine Haunebu II, 2 Vril 1 und 2 Vril 2 tragen können.

Entwurf des Schrieversen FlugkreiselsBearbeiten

In den 1950 wurde durch einen Spiegelbericht (Sie fliegen aber doch) die vorgebliche Geschichte des Fluzeugbau-Ingenieur Rudolf Schriever, Flugkapitän a. D., bekannt, der behauptete, inspiriert durch einen Kinderpropeller im Jahr 1942, ein Fluggerät entworfen zu haben welches auf Basis eines sich drehenden waagrechten Schaufelrades einen Auftrieb erreicht.

Dieses, von 3 Antriebs-Düsen angetriebene, Schaufelrad soll sich um eine zentrale Gondel drehen, dessen Ober und Unterseite sich separat von den Schaufelrädern drehen können. In der Oberseite der Gondel liegt der Pilotenstand, während an der 360° drehbaren Unterseite zwei Düsen für eine horizontalen Beschleunigung sorgen konnten.

Das von ihm entworfene Gefährt soll nach seinen Angaben 14,4 m breit sein, wobei die Schafelräder eine Länge von 3 m und die Gondel einen Durchmesser von 3,6 m besitzt. Drüber hinaus soll das 3 t schwere Gerät überragende Flugleistungen besitzen, wie etwa einer Steigleistung von 100m/s, einer Horizontalgeschwindigkeit von 4200 km/h oder einer Reichweite von 6000 km.

Am 15. April 1945 sollen Schrievers Entwürfe fertig gewesen sein, zuspät um vom Nazi-Reich verwirklicht zu werden. Schrievers floh zu seinen Schwiegereltern nach Bremerhaven-Lehe, wo er in einem Gartenhaus lebte. Am 4. August 1948 wurde dort eingebrochen, wobei Schrievers Pläne und sein einziges Modell entwendet wurden.

Kritiker bemängeln, das das von Schrievers beschriebene Gerät zahlreiche technische Probleme mit sich bringt. Die Schaufelblätter bewegen sich laut Sievers mit 1650 bis zu 1800 Umdrehungen pro Minute, das würde schon in einem Abstand von 4 m vom Zentrum bedeuten das die Schaufelblätter eine Geschwindigkeit von 691 m/s erreichen, also mehr als das Doppelte der Schallgeschwindigkeit (343 m/s), die Schallgeschwindigkeit ist aber grade bei Rotoren ein begrenzender Faktor für den Auftrieb (vgl. etwa Helikopterrotoren). Gleichzeitig bedeutet diese hohe Umdrehungszahl auch, das das Material eine extrem hohe Zentripetalkraft aufbringen muss, damit der Flugkreisel nicht in Stücke fliegt.

Die von Schrievers angedachten Gondel müsse absolut reibungsfrei gelagert werden, damit sie nicht anfängt mit den Schaufelblättern zu rotieren bzw. müsste man mit einem weiteren Rotor gegensteuern. Die Steuerdüsen an der unteren Gondel würden ein Drehmoment bewirken, welches den Flugkreisel in eine Präzessionsbewegung versetzten.

Die Realisierbarkeit und Ernsthaftigkeit von Schrievers Flugkreisel ist also zweifelhaft, auch wenn es durchaus ähnliche, eher erfolglose, Versuche gegeben hat (siehe Avro Canada VZ-9 Avrocar).

Obwohl Schrievers nie einen Flugkreisel gebaut hat und er sein einziger Zeuge ist, bildeten seine Geschichte aus den 1950ern einen Ansatzpunkt an den einige Reichsflugscheibentheoretiker ansetzten und so ist es nicht verwunderlich das auch sein Name (siehe oben) in solchen Theorien in zweifelhaftem Zusammenhang gebraucht wird.

Nachgewiesene ReichflugscheibenBearbeiten

Sack AS-6Bearbeiten

Tatsächlich gab es in Nazi-Deutschland mit der Sack AS-6 ein nachgewiesenes kreisförmiges Experimentalflugzeug, dessen "Flugleistung" (es ist nie geflogen) allerdings nicht überzeugen konnte, weshalb es später sogar als Brennholz genutzt wurde.

Nach dem KriegBearbeiten

Die Reichsflugscheibe soll eine entscheidende Rolle bei der Flucht einiger Nazis (unter anderen Hitler) über Spanien nach Südamerika und schließlich nach Neuschwabenland gespielt haben, wo die "Reichsdeutschen" einen Stützpunkt errichtet hätten, den sie seit dem gehalten haben sollen.

Die Vrilgesellschaft habe angeblich über Thelepathie mit einer Außerirdischen Spezies aus dem Aldebaran-System Kontakt aufgenommen und mit dem Vril-7-Großraumschiff eine Expedition dorthin unternommen. Die beiden letztgenannten Theorien sind besonders für Anhänder der sogenannten braunen Esoterik attraktiv, da sie unterstreichen das Deutschland den 2. Weltkrieg nicht gänzlich verloren hat, sondern weiterhin also sogenannte "Dritte Macht" in das Weltgeschehen eingreifen könnte und eines Tages zurück kommen könnte um die Welt im Handstreich, dank ihrer überlegenen Technologie, zu erobern.

Im Rahmen der Operation Overcast wurde die Reichsflugscheiben Technologie, samt Wissenschaftlern, in die USA überführt und seien angeblich in das Philadelphia Experiment und das spätere Phoenix Experiment eingeflossen. Gleichzeitig dürfte ein Teil der Technologie in die Hände der Sowjets gefallen sein, welche schließlich als erste Peenemünde und Brandenburg erreichten.

Laut van Helsing ist der Grund das bis heute die Reichsflugscheiben vertuscht werden das eine "zionistisch-anglo-amerikanische Lobby" durch Medienkontrolle dies verhindern würde.

VertreterBearbeiten

Vertreter der Reichsflugscheiben-Theorien sind

Vor allem die "Deutsche Ufo/Ifo-Studiengesellschaft" (DUIST), teil der Hermann-Oberth-Gesellschaft, fördert die Verbreitung dieser These. Hermann Oberth war ein Raketenpionier der Nazis, Ehrenvorsitzender der DUIST und in den 60er-Jahren NPD-Mitglied.

siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

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