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Die Schutzstaffel der NSDAP (kurz SS, meist als sig-Runen) war eine am 1. April 1925 gegründete Sonderorganisation der NSDAP zum Schutz Hitlers, welche der SA unterstand. Nach dem Röhm-Putsch 1934 wurde sie zu einer eigenständigen paramilitärischen Organisation, die zugleich den parteiinternen "Polizeidienst" ausübte. Die SS war maßgeblich am Holocaust beteiligt (SS-Totenkopfverbände) und wurde nach 1945 als verbrecherische Organisation verboten.

Himmler betrachtete die SS auch als schwarzer Orden. Es war es auch kein Zufall, dass Himmler oft von hohen SS-Führern als "schwarzer Jesuit" oder von Hitler als "mein Ignatius von Loyola" benannt wurde, denn in einigen Dingen orientierte man sich an den Jesuitenorden, so etwa im Kadavergehorsam. Himmler träumte auch davon einen eigenenen SS-Ordensstaat Burgund zu schaffen, der vom Kanal bis zum Mittelmeer reichte. Dies erinnert sehr stark an den Ordenstaat Preußen des Deutschritterordens oder die Jesuitenreduktionen. Die SS sah sich also in der Tradition von Ordensrittern, ersetzte aber den Katholizismus mit der Ideologie des Nationalsozialismus, wie sie etwa vom Thule-Mitglied Alfred Rosenberg vertreten wurde. Dies wird auch deutlich in einem Propagandaspruch der damaligen Zeit: "Ohne Juden, ohne Rom, wird erbauet Deutschlands Dom".

Dennoch gab es eine ideologische Gemeinsamkeit, die Katholische Kirche und Nationalsozialisten verband und z.T. auch zu Verbündeten machte (siehe Rattenlinie): ihr Hass gegen den "Ostbolschewismus".

Nach dem Krieg gingen die Überreste der SS in Odessa auf.

Rolle der SS im deutschen Inland Bearbeiten

Nach Auflösung der SA gewann die SS mehr und mehr an Bedeutung. Sie wurde zum wichtigsten Teil des deutschen Polizeiapparats. Unterstellt war die SS den sogenannten SS-Hauptämtern, welche wiederum Heinrich Himmler unterstellt waren. Prominente Vertreter der SS-Struktur waren die Gestapo (Geheime Staatspolizei) oder auch die Waffen-SS. Neben dem Ersatzheer war die SS die am stärksten bewaffnete Truppe im deutschen Inland. Sie übernahm diverse Polizei- und Spionageaufgaben. Auch standen der SS nahezu unbegrenzte finanzielle Mittel zu, wodurch sie sich auch in vielen wissenschaftlichen und pseudowissenschaftlichen, sowie propagandatechnischen Projekten engagierte. Das Hauptquartier der SS wurde unter Himmler auf die Wewelsburg in der Nähe des Edersees verlegt.

Rolle der SS bei Kampfhandlungen Bearbeiten

Da die SS aus vielen Sonder- und Spezialeinheiten bestand, fand man diese Kraft Natur der Sache auch bei dem Kampftruppen an der Front auf. Somit war sie aktiv an Kampfhandlungen beteiligt; Ob nun im Vernichtungskrieg oder bei "normalen Gefechten" - die SS galt als derartig erbarmungslos, dass sie sowohl von Feinden der Deutschen, als auch von den eigenen Soldaten sehr gefürchtet war.[1] Nicht zuletzt deswegen, kämpften deutsche Militärverbände an Ost- und Westfront oft bis zu jedwedem Ende. Die Angst vor der Strafe durch SS Offiziere war oft größer, als die vor Feindverbänden und Kriegsgefangenschaft.

Geheimprojekte und Engagement in okkulten Bereichen Bearbeiten

Die SS wird immer wieder mit geheimen und okkulten Aktivitäten in Verbindung gebracht. Sie unterhielt diverse Einrichtungen (offiziell und geheim), in denen sie weder an Geld, noch an Arbeitskraft sparte. Hierzu zählen das Ahnenerbe, der Lebensborn e.V. oder Expeditionen ins Ausland, etwa nach Tibet, Afrika, Südfrankreich oder Spanien. Bei diesen Expeditionen ging es stets um mystische oder okkulte Themen, wie etwa die Gralssuche, oder das Auffinden und Untersuchen der als "Herrenrasse" klassifizierten Tibetaner.

Da die SS ihr Hauptquartier in der Wewelsburg unterhielt, ist diese nach dem Krieg bis heute für Neonazis und Satanisten ein beliebtes Ziel. Es liegen Berichte aus Frankreich und Deutschland über sexuellen Kindesmissbrauch mit satanistischem Hintergrund vor[2][3][4].

Die SS nach Kriegsende Bearbeiten

Viele SS Offiziere setzten sich nach dem Krieg im Ausland ab, um so den Alliierten zu entfliehen. Himmler selbst begang nach offiziellen Angaben in alliierter Gefangenschaft Selbstmord (Hauptartikel: Himmler). Die Organisation an sich wurde in Deutschland verboten und ist es bis heute.

Nach dem Krieg bauten ehemalige Offiziere aus SS und Wehrmacht eine Art Geheimarmee auf, um so einen Kampf gegen die Besatzer durchführen zu können.[5][6] Andere lebten unerkannt in Deutschland.[7]

ThemenkomplexBearbeiten


SS | Odessa


Germanenorden | Thule-Gesellschaft | Thule-Orden | Vril-Gesellschaft | Ahnenerbe


Neutempler-Orden | Guido-von-List-Gesellschaft | Armanen-Orden


Brigade Ehrhardt | Organisation Consul | Bund Wiking


Tannenbergbund | Deutschvolk | Bund für Deutsche Gotterkenntnis



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