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Als Sachsen-Sumpf wird ein angebliches mafiöses Netzwerk in der sächsischen Justiz bezeichnet. Kernargument sind hierbei 15 600-Seiten Ermittlungsakten der 10-köpfigen Abteilung "Organisierte Kriminalität" (OK) des sächsischen Landesamts für Verfassungsschutz. Die Vorwürfe gegen die Angehörigen des angeblichen Netzwerks reichten dabei von Bestechung, Schutzgelderpressung, Strafvereitelung im Amt, Waffen- und Drogenhandel und sexueller Missbrauch von Kindern. Zur Klärung der Vorwürfe wurde eigens ein Untersuchungsausschuss "Sachsensumpf" eingerichtet. Die Staatsanwaltschaft Dresden stellte am Ende ihrer Ermittlungen die Vorwürfe als haltlos dar, die Abteilung OK hätte sich in ihren Recherchen auf unzuverlässige Quellen gestützt. In diesem Zusammenhang kam es auch zu zahlreichen Gerichtsurteilen wegen Verleumdung. Dennoch blieb durch den anfänglichen Vertrauensverlust in die sächsische Justiz bei vielen Menschen ein Rest-Verdacht bestehen.

Im Nachhinein wurde der Umgang mit dem "Sachsen-Sumpf" selbst als politische Affäre betrachten, da die Frage im Raum stand wie die haltlosen Vorwürfe in Politik und Medien auf so fruchtbaren Boden fallen könnte.

Der Sachsen-SumpfBearbeiten

Der angebliche Sachsen-Sumpf soll sich Anfang der 90er-Jahre in Leipzig entwickelt haben. Kernfiguren sollen hierbei Norbert Röger, damals stellvertretender Leiter der Staatsanwaltschaft Leipzig, Jürgen Niemeyer, früher Vizepräsident des Landgerichts Leipzig, und Martin Klockzin, langjähriger Chefjurist bei der Leipziger Wohnungs- und Baugesellschaft sein. Diese hätten mit der Zeit den Sachsensumpf aufgebaut.

Ein Teilaspekt des Sachsensumpfs stellt das Leipziger "Kinderbordell Jasmin", in dem minderjährige zwangsprostituiert wurden. Die Opfer wollen zwei der drei Kernfiguren als Freier wiedererkannt haben, einer von ihnen soll später als Richter im Verfahren gegen die Betreiber des Jasmin gewirkt haben. Die Vorwürfe wurden allerdings mangels Beweisen fallen gelassen. Inzwischen wurde gegen zwei Opfer Anklage wegen Verleumdung erhoben, gleichzeitig kursiert der Verdacht das Reporter des Magazins "Der Spiegel" die Geschädigten zu Aussagen gedrängt hätten.

WeblinksBearbeiten

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