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Der Santilli-Film zeigt angebliche eine Autopsie eines Alien (Grauen) im Jahr 1947. Der Film wurde am 5. Mai 1995 von Ray Santilli, einem Filmproduzenten in Londen, erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt.

GeschichteBearbeiten

Ray Santillis ersten Angaben zufolge habe er das Filmmaterial von einem ehemaligen amerikanischen Militärkameramann erworben. Die Autopsie des Alien aus dem Roswell-Vorfall soll Ende Juni 1947, vermutlich in einem Labor in Fort Worth (Texas), stattgefunden haben. Der Kameramann soll irrtümlich eine der Filmrollen der gesamten Filmaufnahmen nicht an die Behörden abgegeben und Jahrzehnte später an Santilli verkauft haben.

Am 5. Mai 1995 stellte Santilli dem Film der breiten Öffentlichkeit vor.

BeschreibungBearbeiten

Der Schwarzweiß-Film hat eine Länge von 16 Minuten. Der gezeigte Außerirdische ist etwa so groß wie ein 12-jähriges Kind. Der Körper verfügt über weibliche Geschlechtsmerkmale und hat keine Behaarung. Der Kopf ist im Vergleich zum Körper sehr groß, der Rumpf wirkt aufgebläht. Er verfügt über 6 Finger an jeder Hand und 6 Zehen an den Füßen. Die Ohrmuscheln sind scheinbar eng am Kopf angelegen. Die Augen sind schwarz und relativ groß (allerdings eher klein im Vergleich zur sonstigen Darstellung von Grauen).

Am Anfang des Filmes ist eine große Verletztung am rechten Bein des Wesens zu erkennen.

Im gesammten Film sind nur zwei Wände des Raumes zu sehen. An der in Kopfrichtung des Aliens gelegenen hängt ein Telefon, darunter steht das Autopsiebesteck. Direkt hinter dem Kopf ist ein Fenster in der Wand des Raumes, durch das ein Arzt ohne Schutzanzug (allerdings mit Mundschutz) zu sehen ist. An der linken Wand hängt eine Uhr die etwa 10 Uhr 20 anzeigt.

Die beiden Ärzte tragen während der Autopsie Schutzanzüge. Sie untersuchen zunächst den Körper und nehmen eine Gewebeprobe von der Verletzung am Bein, bevor sie den Rumpf des Alien öffnen. Es lassen sich im groben Strukturen wie Brustkorb und Leber(?) erkennen. Der Brustkorb wird geöffnet (was auf dem Film nicht zu sehen ist) und Organe werden entnommen. Danach werden die Augen untersucht und ihre schwarze Hornhaut entfernt, worunter die Augen weiß sind. Der Schädel wird geöffnet und das Gehirn entnommen.

KritikBearbeiten

TelefonschnurBearbeiten

Ein häufig angeführtes Argument dafür das der Film gefälscht wurde oder zumindest später entstanden sein muss ist, dass die Telefonschnur im Hintergrund ein Spiralkabel ist, welches 1947 noch nicht im Umlauf gewesen sein soll. Kritiker dieses Arguments hingegen verweisen darauf das schon vor 1947 Spiralkabel produziert und verkauft worden sind.

AmateurhaftigkeitBearbeiten

Es wird kritisiert das in Anbetracht der enormen Bedeutung die eine solche Untersuchung hätte nur lediglich 4 Personen mit dem Kameramann bei ihr Anwesend sind. Auch die Qualität des Filmes lässt zu wünschen übrig, es wird offensichtlich kein Stativ verwendet. Weiters sollte man erwarten, dass bei einer solch historisch wichtigen Untersuchung neueste Farbfilme eingesetzt würden. Der Film wurde jedoch in schwarzweiß aufgenommen.

Auch sollen sich die Filmärzte unprofessionell verhalten.

StrahlenschutzanzügeBearbeiten

Zum Teil wird hervorgehoben das die Ärzte Strahlenschutzanzüge tragen obwohl kein Anlass dazu besteht, da am Absturzpunkt in Roswell keine Radioaktivität nachgewiesen wurde. Hätten die Anzüge vor Außerirdischen Viren und Bakterien schützen sollen, hätten sie eine künstliche Beatmung gebraucht, welche allerdings nicht zu sehen ist.

Aussehen des AliensBearbeiten

An dem Film wird zum Teil kritisiert das das Aussehen des Aliens zwar im Groben den Berichten von angeblichen Zeugen entsprechen würde, aber im Deteil ein paar recht auffällige Abweichungen hat. So hat der Alien im Film 6 Finger an den Händen und 6 Zehen an den Füßen, während Augenzeugen von 4 Fingern sprachen (wobei der Daumen gefehlt haben soll).

TheorienBearbeiten

Obduktion eines missgebildeten MenschenBearbeiten

Einige halten die Bilder der Autopsie zwar für authentisch, glauben aber nicht das sie von einem Außerirdischen stammen. Sie verweisen darauf das zahlreiche Missbildungen die beim Wesen auftauchen, etwa fehlende Haare, sehr hohe Stirn, 6 Finger, auch bei bekannten Krankheiten auftreten würden und gut dokumentiert sind. Demzufolge würde es sich wahrscheinlich um ein totes Kind handeln.

AtrappeBearbeiten

Der Vorwurf es würde sich bei dem Alien um eine Atrappe handeln wurde oft entgegengehalten, dass dies die Filmtechnischen Möglichkeiten des Jahres 1947 überstieg. Da allerdings im Falle einer Fälschung davon ausgegangen werden kann das der Film erst entstand als Roswell schon populär war (80er bis frühe 90er) lässt sich eine Atrappe nicht ausschließen.

Eine chemische Analyse des Films, die klären könnte wann er aufgenommen wurde, gab es bisher nicht. Santilli hat lediglich einige Zelloloidfragmente, die weder die Obduktion noch den Raum in dem diese stattfand zeigen, von Kodak untersuchen lassen.

Für eine Atrappe spricht das an wichtigen Stellen des Films (öffnen der Bauchdecke, öffnen des Brustkorps, öffnen des Schädels) Schnitte stattfinden, so das möglicherweise Veränderungen an der Atrappe vorgenommen werden konnten.

Geständnis der FälschungBearbeiten

In einer Dokumentation die am 4. April 2006 auf dem englischen Fernsehsender Sky One ausgestrahlt wurde gestand Ray Santilli den Film 1995 gefälscht zu haben. John Humphreys erstellte die Alienatrappe und spielte nach Eigenaussage einen der Ärzte.

Santilli behauptete aber weiterhin das es sich um die Nachstellung einer echten Autopsie handelte, die er und sein Partner Gary Shoefield 1992 auf stark zersetztem Filmmaterial fanden. Besagte Filmrolle soll sich jahrzentelang geschützt in einer Metalldose befunden haben. Nach der Entnahme und Betrachtung des Films soll sich das Material an der Luft binnen kurzer Zeit derart zersetzt haben, dass so gut wie nichts mehr darauf erkennbar gewesen wäre.

Es steht infrage wie das Geständnis von der gläubigen Szene aufgenommen wird, da es leicht denkbar ist, das im Falle der Echtheit des Films Santilli zu seinem Geständnis gepresst wurde.

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