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Die sogenannte Sauerland-Gruppe ist eine mutmaßliche islamistische Untergrundorganisation in Deutschland. Die Namensgebung bezieht sich auf die deutsche Mittelgebirgsregion, in der in einem Ferienhaus in Oberschledorn im September 2007 drei Personen verhaftet wurden, denen vorgeworfen wird, Anschläge vorbereitet zu haben.

Umfang und Umfeld der Gruppe Bearbeiten

Im engeren Sinne umfasst die Gruppe vier junge Männer, gegen die am 22. April 2009 vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf ein Strafverfahren eröffnet wurde. Sie sollen Bombenanschläge auf US-Einrichtungen in Deutschland geplant haben.

Den Angaben des Präsidenten des Bundeskriminalamtes Jörg Ziercke, der der Sauerlandgruppe etwa 20 Islamisten zurechnet, widersprach Generalbundesanwältin Monika Harms: „Bei der Zahl wäre ich vorsichtig. Als eigentliche Sauerlandgruppe sollte man in erster Linie die vier Männer bezeichnen, die jetzt vor Gericht stehen“, sagte Harms.[1]

Prozess vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf Bearbeiten

Die Bundesanwaltschaft wirft den Angeklagten unter anderem Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung (§ 129a Abs. 2 StGB), Vorbereitung eines Sprengstoffverbrechens (§ 310 Abs. 1 Nr. 2 StGB) sowie Verabredung zum Mord (§§ 30, 211 StGB) und zu einem Sprengstoffverbrechen (§§ 30, 310 StGB) vor.[2]

Gegen den mutmaßlichen Rädelsführer wird über diese Anklage hinaus wegen Rädelsführerschaft in einer terroristischen Vereinigung (§ 129a Abs. 4 StGB)[3] und wegen Sozialleistungsbetruges (§ 263 StGB) und Steuerhinterziehung (§ 370 AO) ermittelt, da er Einkünfte seiner Frau zu niedrig und eigene Einkünfte aus Schwarzarbeit beim Bezug von Hilfe zum Lebensunterhalt nicht angegeben habe.[4]

Dem Angeklagten, der bei seiner Festnahme im Sauerland geschossen haben soll, wird zudem versuchter Mord (§§ 23 Abs. 2, 211 StGB) und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte (§ 113 StGB) zur Last gelegt.

Laut stern.de soll es sich nach Informationen aus Sicherheitskreisen beim Verbindungsmann der Gruppe zu Al Quaida und mutmaßlichem Beschaffer von Sprengzündern, Mevlüt K., um einen Kontaktmann des US-Geheimdienstes CIA und des türkischen Geheimdienstes MIT handeln.

Motive und Geständnisse Bearbeiten

Sowohl der Rädelsführer, Fritz Gelowicz, als auch Adem Yilmaz haben ein umfassendes Geständnis abgelegt. Auf die Frage nach seiner Einstellung zur Demokratie erklärte Yilmaz: „Ein Moslem darf gar nicht die Demokratie akzeptieren.” Diese erlaube Dinge, die der Islam verbiete und verbiete Dinge, die im Islam erlaubt seien.[5]

Weblinks Bearbeiten

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