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Spontane menschliche Selbstentzündung (SHC engl. Spontaneous human combustion) beschreibt ein Phänomen, bei dem zu Asche verbrannte Menschen, an denen z.T. Gliedmaßen und innere Organe unbeschadet erhalten geblieben sein sollen, in einer Umgebung aufgefunden werden, welche selbst keine oder kaum Brandspuren aufweist. Da es so keinen erkennbaren Grund für das Feuer gibt, wird das Phänomen oft als Selbstentzündung des menschlichen Körpers gedeutet. Einen Zeugenbericht von der Selbstentzündung eines Menschen gibt es nicht.

Laut Jonas Dupont (Dissertatio inauguralis de Incendiis Corporis Humani Spontaneis, Lugduni Batavorum (Leiden) 1763) wird das Phänomen bereits seit dem 17. Jahrhundert beobachtet, wobei man scheinbar anfangs davon ausging, dass durch den Konsum von Spirituosen der menschliche Körper brennbar würde.

Einer der ersten populären Fälle war der Tod der 62-jährigen Gräfin Cornelia Bandi in der Nähe von Verona.

Risikogruppen Bearbeiten

Auch wenn es keine statistischen Aufstellungen zu SHC gibt, lassen sich folgende begünstigenden Faktoren für SHC nennen:

  • der Großteil der Opfer sind Frauen
  • viele Opfer sind bekannte Alkoholiker
  • viele Opfer sind übergewichtig
  • die meisten (alle?) Opfer sind zum Zeitpunkt der SHC allein

Erklärungsansätze Bearbeiten

Unfall / Dochteffekt-TheorieBearbeiten

Die Dochteffekt-Theorie wird meist von wissenschaftlicher Seite aus Vertreten. Laut ihr seien die Personen, die von dem Phänomen betroffen waren, meist alt, gebrechlich oder alkoholisiert, sodass sie einerseits beim Umgang mit Feuer leicht unbewusst ihre Kleidung entzünden könnten und andererseits auch nicht in der Lage wären das dadurch entstandene Feuer zu löschen. Das Feuer verbrenne die Haut und verflüssige das Fett im Unterhautfettgewebe (möglicherweise auch eine Erklärung warum besonders übergewichtige Menschen betroffen sind). Das Fett wiederum dringe wieder in die Kleidung ein, welche nun wie ein Docht einer Kerze das Fett verbrenne.

Dies erkläre, warum die Verbrennungen nur oberflächlich sind und warum Gliedmaßen, welche nicht in Kleidung gehüllt sind, auch nicht verbrennen. Dass auch Beine nicht verbrennen, obwohl die Personen Hosen tragen, kann damit erklärt werden, dass das Feuer sich nur nach oben ausbreite. Auch das Auffinden von einer merkwürdig schmierigen Substanz im Umfeld der Opfer ließe sich so als kondensiertes Fett erklären (vergleichbar mit den Wachsdämpfen einer erloschenen Kerze).

Kritiker dieser Theorie heben allerdings hervor, dass dies nicht erkläre, wie Menschen in äußerst kurzer Zeit zu Asche verbrennen.

Innere EntzündungBearbeiten

Dass der Körper sich von innen durch eine Fehlfunktion selbst entzündet, ist eine häufig anzutreffende Annahme. Es wird etwa auf eine schlagartig auftretende Fehlfunktion der Mitochondrien spekuliert, welche für die Energieproduktion in den Zellen verantwortlich sind. Dabei könnten angeblich Wasserstoff, Kohlenstoff und Sauerstoff im Körper frei werden und schlagartig (bedingt durch Druck und Temperatur) reagieren.

Die Theorie eines inneren Selbstzerstörungsmechanismus des menschlichen Körpers könnte aus Sicht der Paläo-Astronautik interessant sein, da hier oft davon ausgegangen wird, dass der Mensch als Sklave für eine außerirdische Spezies mittels Genmanipulation geschaffen wurde. Ein Selbstzerstörungsmechanismus würde aus evolutionärer Sicht keinen Sinn machen, wohl aber, wenn es darum ginge eine ausbeutbare Spezies zu schaffen.

WeblinksBearbeiten

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