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Am 7. Juli 2005 kam es um ca. 8:50 Uhr zu drei Explosionen in Londoner U-Bahnen. 9:47 kommt es zu einer weiteren Explosion in einem Londoner Doppeldeckerbus.

Der Anschlag forderte 56 Todesopfer, inklusive den vermeintlichen Selbstmordattentätern, die die Bomben in Rucksäcken trugen. 700 Menschen wurden verletzt.

In Anlehnung an "9/11", werden die Anschläge als 7/7 (seven-seven) bezeichnet.

Ablauf ("offizielle Version")Bearbeiten

Die ersten drei Anschläge fanden nahe zu zeitgleich um 8:50 Uhr statt. Auf der Circle Line sprengt sich in Edgware Road Mohammad Sidique Khan und zwischen Aldgate und Liverpool Street Shehzad Tanweer in die Luft.

Germaine (Jamal) Lindsays Rucksack explodierte auf der Piccadilly Line zwischen King's Cross und Russell Square, dies war der schwerste Anschlag. Bergungsarbeiten verliefen langsam, manche Fahrgäste konnten erst am Nachmittag geborgen werden. Grund hierfür sollen die erschwerten Bedingungen im Tunnel gewesen sein.

09:28 Uhr gibt Metronet bekannt die Ursache der Explosionen sei ein Problem mit der Stromversorgung, diese Desinformation wurde bewusst verbreitet um eine Panik zu verhindern.

Man geht davon aus, dass nachdem sich die Terroristengruppe getrennt hatte, alle vier Selbstmordattentäter an eine ihnen zugewiesenen U-Bahn-Station zeitgleich explodieren sollten, doch ein nicht eingeplanter Schienenersatzverkehr auf der Strecke von Hasib Hussain warf den Plan für ihn über den Haufen. Er, der Jüngste der Gruppe, soll mehrmals nach 8:50 versucht haben seine Mittäter zu erreichen und machte einen verwirrten Eindruck auf der Straße. Um 9:47 Uhr explodierte Hasib Hussain in einem Doppeldeckerbus am Tavistock Square.

Das Bankenviertel und über 40 Straßen werden in den Stunden nach den Anschlägen gesperrt.

Eine Stunde nach den ersten Anschlägen gibt Metronet die Einstellung des U-Bahnverkehrs bekannt. National Grid bestätigt um 10:00 das es kein Problem mit der Stromversorgung gab.

Der Busverkehr wird um 11:08 eingestellt.

Um 11:10 bestätigt die Polizei das es sich um einen Terroranschlag handelt.

Tony Blair verließ 12:05 das G-8 Treffen um sich ein Bild von der Lage in London zu machen.

13:11 berichtet Spiegel online über ein Angebliches Bekennerschreiben der "Geheimorganisation - al-Qaida in Europa" im Internet.

Daten zu den AnschlägenBearbeiten

Sprengstoff:  HMTD oder Acetonperoxid
Liverpool Street (U-Bahn)
Attentäter : Shehzad Tanweer
   Alter    : 22
   Herkunft : Leeds
Uhrzeit    : 8:50
Opfer      : 7
Edgware Road (U-Bahn)
Attentäter : Mohammad Sidique Khan
   Alter    : 30
   Herkunft : Dewsbury bei Leeds
Uhrzeit    : 8:50
Opfer      : 7
King's Cross/Russel Square (U-Bahn)
Attentäter : Germaine (Jamal) Lindsay
   Alter    : 20
   Herkunft : geboren in Jamaica, lebte in Aylesbury
Uhrzeit    : 8:50
Opfer      : 28
Tavistock Square (Bus)
Attentäter : Hasib Hussain
   Alter    : 18
   Herkunft : Leeds
Uhrzeit    : 9:47
Opfer      : 13

HintergründeBearbeiten

Herkunft der AttentäterBearbeiten

Ein besonders Merkmal der Anschläge von 7/7 war, dass alle vermeintlichen Attentäter im Vereinigten Königreich lebten und, mit einer Ausnahme, dort geboren wurden.

Dieser "Homegrown Terrorism" wird als Symbol für den steigenden Hass gegen die westlichen Regierungen interpretiert, verstärkt durch das Fehlverhalten der westlichen Staaten und der Heraufbeschwörung des Irak-Kriegs. Dieser Hass förderte das Entstehen unabhängiger und damit auch unauffälliger Terroristengruppen in der westlichen Welt.

al-Qaida VerbindungBearbeiten

Eine Verbindung zu Al-Qaida erschien anfangs vielen als wahrscheinlich, konnte aber nicht belegt werden. Vermutlich entwickelte die Attentätergruppe ihre Pläne selbstständig und war höchstens von al-Qaida-Anschlägen inspiriert.

FolgenBearbeiten

Angriffe gegen MuslimeBearbeiten

Infolge der Anschläge kam es zu mehreren Angriffen gegen Moscheen. Am 13. Juli wird ein Pakistaner von Jugendlichen zu Tode geprügelt.

Terroralarm am 21. JuliBearbeiten

Am 21. Juli fand man in London vier Sprengsätze die zeitgleich detonieren sollten, die allerdings nur verpufften wobei ein Mensch verletzt wurde. Mehrere Tatverdächtige wurden festgenommen, aber eine vollständige Aufklärung steht noch aus.

Jean Charles de MenezesBearbeiten

Der Brasilianer Jean Charles de Menezes wurde am 22. Juli von der Polizei mit mehreren Kopfschüssen getötet. Man soll geglaubt haben das er mit einem Rucksack vor der Polizei fliehen wollte.

TheorienBearbeiten

Die Verschwörungstheorien zu 7/7 sehen diesen Anschlag meist als Fortsetzung einer Terrorwelle die mit 9/11 begonnen hat und zu der auch die Anschläge von Madrid gehören. Wie die inszenierten Terroranschläge der Roten Brigaden soll diese Terrorwelle dazu dienen einen Konflikt, im heutigen Fall mit der islamischen Welt, zu schüren um auf dieser Basis Kriege im Nahen wie Mittleren Osten und den Aufbau eines Überwachungsstaates zu legitimieren.

Als Dratzieher dieser Verschwörung wird die Bush-Regierung bzw. eine Macht die hinter dieser steht (z.B. Skull & Bones, Illuminaten, Bilderberger,...) angesehen.

Attentäter als TransporteureBearbeiten

Die Attentäter hatten Parkschein und Rückfahrkarten gekauft und trugen zudem ihre Ausweispapiere bei sich. Skeptiker sehen darin einen Beleg dafür das die Männer nicht gewusst hätten das sie den Tag nicht überleben würden. Statt dessen wäre denkbar das die 4 Männer lediglich die Rucksäcke, möglicherweise ohne Wissen über den Inhalt, zu bestimmten Orten als Kurier bringen sollten. Als weiterer Beleg wird die Reaktion von Hasib Hussain angesehen, der nachdem er von den Explosionen im Radio hörte, angeblich erschreckt in seinen Rucksack gesehen haben soll.

Kritiker dieser Theorie halten entgegen das es ganz normal für Selbstmordattentäter sei, sich bis zu ihrem Anschlag unauffällig zu verhalten, weshalb das lösen einen Parkscheins völlig normal sei. Auch Rückfahrkarten könnten in ein solches Verhalten passen, da man vielleicht vermutete bereits Überwacht zu werden, was in London, der Stadt mit den meisten Sicherheitskameras, wohl sehr einfach möglich wäre.

Wenn die Bomben nicht bewusst von den vermeintlichen Attentätern gezündet wurden, können sie nur per Funk- oder Zeitzünder ausgelöst worden sein. Erstere Möglichkeit setzt voraus das die Personen die die Funkzünder hatten, sich in der Nähe der Attentäter aufhielten, da die U-Bahn-Tunnel sonst das Funk-Signal abschirmen würden. Die zweite Möglichkeit scheidet gänzlich aus da die 4. Bombe nicht zeitgleich Explodierte.

Desweiteren passt die Reaktion von Hasib Hussain nicht ganz in das Bild: Trotz dessen das er von Explosionen erfährt, seine Freunde nicht erreichen kann und von der Bombe in seinem Rucksatz weiß unternimmt er keinen Versuch sich selbst oder andere Menschen zu retten. Dies wäre in dieser Theorie nur damit erklärbar, das er dies erst in dem Augenblick realisierte in dem die Bombe funkgezündet wurde.

„Geheimorganisation - al-Qaida in Europa”Bearbeiten

Die wahrscheinlich selbsternannte „Geheimorganisation - al-Qaida in Europa” trat bisher noch nie in Erscheinung. Ihr Bekenntnis zu den Anschlägen erschien auch nicht auf den sonst üblichen Websites, weshalb von behördlicher Seite davon ausgegangen wird das es sich um Trittbrettfahrer handelt.

In dem Bekenntnis wurden die Anschläge als Vergeltungsmaßnahme für die Kriege in Irak und Afghanistan bezeichnet und weitere Anschläge auf Italien und Dänemark angekündigt.

WeblinksBearbeiten

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