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Die Thugs waren ein geheimer Kult der sich um die Hindu-Göttin Kali rankte und für diese rituelle (Raub-)Morde verübten. Sie existierte vom 7. oder 13. bis ins 19. Jahrhundert. Der Sekte gehörten Moslems ebenso wie Hindus an.

Die "Thugs" existiertem im heutigen Uttar Pradesh und in Zentral Indien.

EntstehungsmythosBearbeiten

Der Legende nach Kämpfte die Göttin Kali gegen einen Menschen verschlingenden Dämonen, der die Welt aus dem Gleichgewicht zu bringen drohte. Aus jedem Bluttropfen des Dämons entstanden weitere Dämonen, weshalb Kali aus ihrem Schweiz zwei Krieger schuf. Diesen gab sie Stoffstreifen so genannte "rumal", mit denen sie die Dämonen strangulierten.

Nach dem Sieg über die Dämonen wies Kali ihre Krieger dazu an die "rumal" zu behalten und solange weiter zu töten bis alles Böse ausgerottet sei.

Laut einer bekannteren Version habe Kali das Problem damit gelöst in dem sie das Blut des Dämonen getrunken hat.

VerehrungspraxisBearbeiten

rituelle MordeBearbeiten

Zu ehren der Göttin Kali, der Göttin des Todes, verübten die Thugs zahlreiche Morde, die sie religiös zelebrierten. In ihren Heimatdörfern waren die Thugs meist Handwerker die ein gutes Leben führten, aber jedes Jahr verließen sie ihr Dorf für einige Wochen (die Zeit der Pilgerreisen), um weit weg von ihrer Heimat ihren rituellen Morden nachzugehen.

Vor ihren Expeditionen opferten die Thug einem blutbeschmierten und mit Blumen verzierten Bild Kalis ein Schaf. Neben dem Bild lag ihr Handwerkszeug Schlinge, Messer und Breithacke.

Zehn oder mehr Thugs schlossen sich dann reisenden Händlern oder Pilgern an um sie während der Reise dann zu töten, man nutze hierfür auch den Vorwand das man in der Gruppe vor den Thugs sicherer sei. Im geeigneten Augenblick legten die Thugs ihren Opfern eine Schlinge um den Hals die sie ruckartig zuzogen, wobei sie flüsternd nach Kalis Aufmerksamkeit flehten. Nach der Tötung verstümmelten die Thugs ihre Opfer mit Messern, was einerseits Kali zum wohl gefallen sein sollte und andererseits eine Identifizierung der Opfer verhindern konnte.

Danach wurden die Leichen meist zu einem weit entfernten Ort verbracht und begraben oder wenn sich die Gelegenheit bot auch einfach in einen Brunnen geworfen. Daraufhin folgte ein großes Fest namens Tuponee, bei dem die Mörder geweihten Zucker verzehrten, werden die übrigen Thugs zu Kali beteten.

Schätzungsweise wurden eine Million Reisende auf diese Art getötet.

Die Opfer der Thugs waren oft wohlhabend, wodurch die Thugs ihren Lebensunterhalt sichern konnten. Frauen wurden meist verschont, war Kali doch selbst eine Frau. Auch heilige Männer, bestimmte Handwerker, Musiker und Poeten standen unter dem Schutz Kalis. Leprakranke und Krüppel wurden von den Thugs selbst gemieden, aus Angst sich anzustecken. Auch Europäer blieben verschont, da man Vergeltungsmaßnahmen befürchtete.

Kinder von Opfern wurden oft adoptiert und in die Sekte eingeweiht. Ihnen wurden geheime Zeichen und Sprachen beigebracht.

InitiationBearbeiten

Jugendliche Novizen worden für ihre Initiation gebadet und in neue Gewänder gekleidet. Sie erhielten eine heilige Breithacke die mit einem weißen Taschentuch, als Symbol für die Schlinge, umwickelt und empor gehalten wurde. Danach wurde aß der Initiant die heilige Speise, einen groben Zucker, während andere Thugs die Göttin Kali um ein Zeichen des Wohlgefallens baten.

Danach war der Initiant ein rechtmäßiger Thug, und damit betraut Gräber auszuheben, Opfer ausfindig zu machen und zu überrumpeln, bis er sich in den Rang eines Mörders hochgearbeitet hatte.

Die ZerschlagungBearbeiten

1826 begann die Koloniale Verwaltung, unter der Führung von Colonel William Sleeman, gegen die Thugs vorzugehen. Verhaftete Thugs wurden verhört. Informanten sicherte man Straffreiheit zu. So gelang es zahlreiche Informationen über die geheime Organisationsstruktur der Thug zu bekommen und vielen von ihnen vor Gericht zu stellen.

Hohe Strafen wurden verhängt, von 3689 Thugs denen bis 1840 der Prozess gemacht wurde, wurden fast 500 zum Tode verurteilt, während die übrigen lebenslängliche Haftstrafen erhielten. Nur 56 Informanten wurden begnadigt. 651 weitere Thugs wurden bis 1848 verurteilt. Der letzte Thug wurde 1882 gehängt.

Informanten und deren Kinder wurden in speziellen Schulen umerzogen. Sie wurden zu Ziegelbrennern, Hausbauern und Webern. Ihre Teppiche wurden sogar so berühmt das Königin Viktoria einen 12 x 24 Meter Teppich, mit etwa 2 Tonnen Gewicht, für das Schloss Windsor in Auftrag gab.

QuelleBearbeiten

  • Geheimnisse des Unbekannten - überlieferte Weisheiten und Geheime Gesellschaften ISBN 90-6182-157-6

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