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Als Tittytainment (oft auch "Tittitainment", von engl. Brust-Unterhaltung) wird ein Zukunftsszenario bezeichnet, indem der Großteil der Bevölkerung von einer Minderheit durch gefüttert werden muss, also im übertragenen Sinne an der Brustzitze der Gesellschaft hängt und nur noch unterhalten werden muss.

Dieses Szenario ergibt sich aus der immer wachsenden Möglichkeit mit wenig menschlicher Arbeitskraft viel zu leisten (Vollautomatisierung, Computertechnologie), wodurch es, bei Sättigung der menschlichen Bedürfnisse, auch zu einer Sättigung des Marktes für Arbeitskraft kommt. Arbeitslosigkeit ist also nicht länger ein Problem, welches auf schlechter gesellschaftlicher Organisation beruht, sondern wird zu einer Zwangsläufigkeit. Ein solches Szenario stellt vor allem deshalb ein Problem dar, weil die Protestantische Arbeitsethik, welche den westlichen Kapitalismus prägt, die Arbeit zum Mittelpunkt des Lebens erhob und damit auch ein Recht auf Wohlstand nur den Leistungsträgern zugesprochen wurde.

Einige Lösungsansätze versuchen die frei werde Arbeitskraft in höhere Ziele zu investieren, wie etwa der Weltraumexpansion der Menschheit. Andere hingegen wollen durch Vernichtung von Arbeitsleistung Stabilität herbeiführen, bereits der Report from Iron Mountain hob die Bedeutung der Kriegswirtschaft hervor, welche im Grunde zur Bindung von Arbeitskraft diene. Ein weiterer Ansatz wird durch das Bindungslose Grundeinkommen geliefert, wodurch die Möglichkeit der Arbeit nicht mehr zum Überlebenskriterium würde und die Menschen sich der brotlosen Künsten zuwenden könnten.

KritikBearbeiten

unbegrenzte BedürfnisseBearbeiten

Einige Kritiker halten das Szenario auch für falsch, da die menschlichen Bedürfnisse von Natur aus nur eine vorübergehende Sättigung kennen, diese Sättigung aber nicht nie zum Dauerzustand würde. Der Mensch würde sich also aufwendigeren Dingen zuwenden, welche mehr Arbeitskraft verlangten (Bio-Nahrungsmittel, luxoriöse Autos, Weltreisen).

Diesem Argument kann wiederum entgegengehalten werden, dass bei unbeschränkten Bedürfnissen die Möglichkeit zur Arbeitsqualifikation zum begrenzenden Faktor für den Luxus wird, wodurch sich ein etwas anderes Szenario ergibt: Die zunehmende Masse, welche sich nicht für einen Beruf qualifizieren kann, muss durch gefüttert werden, wobei ihre Bedürfnisse durch Unterhaltungprogramm bestmöglich gesättigt werden. Da die Masse aber immer mehr begehrt, werden gewaltige Bildungsprogramme erforderlich sein, um den Menschen lebenslange Chance zum gesellschaftlichen Aufstieg zu geben. Wächst die Masse der Unqualifizierten zu stark an, so Ergeben sich zwangsläufig Spannungen zwischen den Qualifizierten, welche mehr Bedürfnisse befriedigen können, und den Unqualifizierten, welche nach mehr Möglichkeiten zur Befriedigung ihrer Bedürfnisse streben. Da die Unqualifizierten nicht durch Arbeit gebunden sind, können sich die Spannung leicht in Aufständen entladen.

begrenzte RessourcenBearbeiten

Das Tittytainment-Szenario vernachlässigt, dass die Möglichkeit weniger, viel Arbeit zu leisten, durch den Zugang zu Energie gegeben ist. Die Menschheit würde aber z.Z. mehr Energie verbrauchen, als sie Nachhaltig produziere. Mit dem Aufbrauchen der begrenzten Energieressourcen würde die Arbeitskraft von Menschen an Bedeutung gewinnen und das Tittytainment-Szenario wäre obsolet.

Kritiker dieser Position wiederum wenden ein, das die notwendige Arbeitskraft in einem solchen Fall durch die maximal ausbeutbaren Ressourcen bedingt sei. Wenn diese endlich seien, dann können sie auch nur von einer endlichen Zahl an Menschen in endlich viele Luxusgüter weiterverarbeitet werden, es gibt also eine maximale Möglichkeit an Arbeit im primären und sekundären Sektor. Die maximale Möglichkeit an Arbeit im tertiären Sektor ist wiederum durch die maximale nachhaltige Bevölkerungskapazität gegeben. Es entsteht ein komplexes System von Abhängigkeit, welches sehr ähnlich von vielen Problemen der Ökologie ist und sich mit Differentialgleichungen behandeln lässt. Je nach Lösung dieser Gleichungen, welche ohne Zweifel auch Abhängig von nicht genau genug bestimmbaren Faktoren sind, lassen sich unterschiedliche Szenarien ausmachen: Diese Reichen von dem Extrem einer Gesellschaft in der jede Arbeitskraft gebraucht wird, bis hin zum anderen Extrem einer Tittytainment-Gesellschaft.

siehe auchBearbeiten

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