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Uwe Barschel

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Uwe Barschel (* 13. Mai 1944 in Glienicke; † 11. Oktober 1987 in Genf) war ein deutscher CDU-Politiker und von 1982 bis 1987 Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein. 1987 wurde er in die Barschel-Pfeiffer-Affäre verwickelt, in der er mutmaßlich eine Verleumdungskampagne gegen seinen SPD-Konkurrenten Björn Engholm in Auftrag gegeben hatte. Am 11. Oktober 1987, nur einen Monat nach Bekanntwerden der Affäre, wurde Barschel tot in einer Badewanne des Genfer Hotels "Beau Rivage" aufgefunden.

BiographieBearbeiten

Nach dem Abitur in Geesthacht begann Barschel 1964 ein Studium der Rechtswissenschaften, Volkswirtschaftslehre, Politologie und Pädagogik in Kiel, das er 1968 mit dem ersten und 1971 mit dem zweiten juristischen Staatsexamen beendete. Schon 1970 erfolgte die Promotion zum Dr. jur. und 1971 die Promotion zum Dr. phil. Seit 1971 war er als Rechtsanwalt zugelassen.

Seit 1962 war Barschel Mitglied der CDU, seit 1971 war er Mitglied des Landtages von Schleswig-Holstein. Am 1. Januar 1979 wurde er unter Ministerpräsident Gerhard Stoltenberg Finanzminister, am 1. Juli 1979 Innenminister.

Als Gerhard Stoltenberg am 4. Oktober 1982 Bundesfinanzminister wurde, übernahm Barschel ab dem 14. Oktober 1982 das Amt des Ministerpräsidenten von Schleswig-Holstein.

Am 31. Mai 1987, mitten im Landtagswahlkampf, überlebte Barschel als Einziger einen Flugzeugabsturz bei Lübeck nur knapp. Schon vor dem Wahltermin, dem 13. September 1987, wurde bekannt, dass "Der Spiegel" in seiner am Montag nach der Wahl erscheinenden Ausgabe berichten werde, dass Barschel eine Verleumdungskampagne gegen seinen Herausforderer Björn Engholm initiiert habe. Diese wird heute auch als Barschel-Affäre bezeichnet (siehe unten).

Die CDU verlor bei dieser Wahl ihre absolute Mehrheit und wurde mit 42,6 % der Stimmen nur noch zweitstärkste Kraft hinter der SPD, die 45,2 % der Stimmen erzielen konnte.

Wegen der ungeklärten Affäre und wegen eines Patts im Landtag (CDU, FDP contra SPD, SSW) gestalteten sich die Koalitionsverhandlungen zwischen CDU und FDP äußerst schwierig. Barschel trat daraufhin am 2. Oktober 1987 als Ministerpräsident zurück. Die Landesregierung wurde daraufhin kommissarisch von seinem bisherigen Stellvertreter Henning Schwarz geleitet.

Am 11. Oktober 1987 wurde Uwe Barschel von zwei Stern-Reportern tot im Hotel "Beau Rivage" in Genf aufgefunden, wobei die Hintergründe bis heute im Dunkeln liegen und bis heute strittig ist, ob es sich um Mord, Suizid oder einen Unfall handelte.

Barschel-Pfeiffer-AffäreBearbeiten

Pfeiffers WahlkampftricksBearbeiten

Am 13. September 1987, einen Tag vor der Wahl, wurde bekannt dass Der Spiegel am Montag nach der Wahl einen Bericht über die Verleumdungskampagne gegen Barschels Konkurrenten Björn Engholm veröffentlichen wollte. Als Quelle hierfür diente dem Spiegel Barschels Medienreferent Reiner Pfeiffer, der selbst schon wegen Verleumdung vorbestraft war.

Laut Pfeiffers Aussage habe Barschel ihn damit beauftragt Björn Engholm zu bespitzeln um so belastendes Material gegen ihn zu finden. Pfeiffer sollte zudem eine anonyme Anzeige wegen Steuerhinterziehung gegen Björn Engholm gemacht haben und sollte ein Telefonabhörgerät beschaffen und in Barschels Telefon installieren, damit man dies der SPD in die Schuhe schieben könnte.

Am 18. September 1987 dementierte Barschel die Vorwürfe: "Über diese Ihnen gleich vorzulegenden eidesstattlichen Versicherungen hinaus gebe ich Ihnen, gebe ich den Bürgerinnen und Bürgern des Landes Schleswig-Holsteins und der gesamten deutschen Öffentlichkeit mein Ehrenwort, ich wiederhole: Ich gebe Ihnen mein Ehrenwort, daß die gegen mich erhobenen Vorwürfe haltlos sind."

Die Koalitionsverhandlungen waren von dem Skandal überschattet. Die FDP gab an, mit der CDU, nicht aber mit Barschel, zu verhandeln. Barschel trat daraufhin am 2. Oktober vom Amt des Ministerpräsidenten zurück. 9 Tage später, am 11. Oktober, wurde Barschel nach einem Flucht-Urlaub auf Gran Canaria tot in Genf aufgefunden.

Pfeiffer arbeitete monatelang für CDU und SPD - ohne Björn Engholms Wissen? Am Abend des 31. Mai 1987, Punkt 23.01 Uhr, krachte eine Chartermaschine vom Typ Cessna Citation 501 beim Landeanflug auf den Flugplatz Lübeck-Blankensee gegen einen Sendemast und stürzte ab. Beide Piloten und ein Polizeibeamter starben, der einzige Passagier kam mit schweren Verletzungen davon: der christdemokratische Kieler Ministerpräsident Uwe Barschel. Acht Wochen später - der schleswigholsteinische Landtagswahlkampf hatte begonnen - zitierte die Hamburger Illustrierte Stern exklusiv aus einem privaten Brief, in dem die Mutter des verunglückten Piloten Michael Heise schwere Vorwürfe an Barschel gerichtet hatte: "Können Sie eigentlich nachts ruhig schlafen? Sie haben drei Menschenleben auf dem Gewissen." "Außerordentlich betroffen und empört" reagierte die Familie Heise, als sie im Stern die Auszüge aus dem "sehr persönlichen Schreiben" der verzweifelten Mutter las. Ihr Leid, ließ die Familie erklären, sei "gegen ihren Willen an die Öffentlichkeit gezerrt worden", der Abdruck des Briefes "rechtswidrig". Jahrelang war nicht zu beweisen, wer den vertraulichen Brief mit den - wie der Stern später einräumte - "schweren (aber haltlosen) Vorwürfen" im Wahlkampf in die Medien lanciert hatte. Nur soviel schien 1987 klar: "Es ist sicher", so Heise-Anwalt Birger Hendriks, "daß der Brief nicht aus dem Kreis der Familie an die Illustrierte gelangt ist." Daß die unbegründeten Vorwürfe gegen Barschel rechtzeitig zur Wahl publik wurden, hatte ausgerechnet Barschels eigener Medienreferent Reiner Pfeiffer gefingert, der Mann fürs Grobe in der CDU-beherrschten Staatskanzlei - im heimlichen Zusammenspiel mit seinem Gegenpart in der SPD-Zentrale, dem Pressesprecher Klaus Nilius. In einer sechsseitigen Erklärung gestand Nilius, Intimus des Sozialministers und früheren SPD-Landesvorsitzenden Günther Jansen wie auch des SPD-Spitzenkandidaten Björn Engholm, er habe vor der 1987er Wahl den Brief der Pilotenmutter "von Herrn Pfeiffer erhalten" und selbst an den Stern weitergegeben - "entgegen meinen damaligen Aussagen vor dem Untersuchungsausschuß" des Kieler Landtages zur Barschel-Affäre.

Ein ehemaliges SPD-Mann vom der Husum Westküste Schleswig-Holsteins sagte aus: Als er sagte wir müßen uns jetzt auf den Wahlkampf vorbereiten im April 1987 ... Die SPD-Frau (Lübeck) sagte daraufhin wörtlich: Da kommt noch was heraus. Als der SPD-Mann nach harkte und mehr Informationen haben wollte blockte die SPD-Frau ab. Nachdem die Schubladenaffäre heraus kam sagte die SPD öffentlich sie hätte erst im Mai 1987 Bescheid gewußt.

Der Todesfall Bearbeiten

Am 11. Oktober fanden zwei Stern-Reporter den mit Medikamenten vergifteten Uwe Barschel tot in der Badewanne des Hotels "Beau Rivage" (Zimmer 317) auf. Sie verständigten aber erst zwei Stunden nach dem Auffinden die Polizei. Auch gab es bei der Obduktion und Ermittlung der Schweizer Behörden diverse Pannen.

Angeblich wollte Barschel sich mit dem Agenten Roloff zu treffen, um Beweis eines Komplotts gegen Barschel aufzudecken. Vorher soll es ein Treffen zwischen ihm und Adnan Kashoggi, einem CIA/Mossad-Partner, Großwaffenhändler und Bekannten Shimon Peres' gegeben haben.

Die Ermittlungen verliefen im Sande, man konnte nicht widerlegen dass es sich um einen Selbstmord handelte noch um einen Mord, auch wenn einige Indizien für letzteres sprachen, z.B. ein Schuhabdruck der nicht zugeordnet werden konnte.

1995 versuchte Barschels Familie mit der Lübecker Staatsanwaltschaft neue Ermittlungen gegen Unbekannt zu starten, wobei die Ermittlungen vor allem auf Spuren ausgerichtet wurde die zu dem MfS oder einem anderem Geheimdienst führten. Diese Ermittlungen wurden 1998 ergebnislos auf Weisung der Generalstaatsanwaltschaft von Schleswig eingestellt, Oberstaatsanwalt Heinrich Wille schloss einen Mord aber nicht aus.

Kurz vor Abschluss seiner Arbeit  starb der Schweizer Detektiv, welcher von der Familie Barschels eingesetzt wurde, an einem Herzinfarkt. Dessen Akten wurden weder der Öffentlichkeit noch der deutschen Staatsanwaltschaft übermittelt.

Ergänzung:Die Stasi (HVA) besorgte sich nach dem Tod von Barschel sofort den Obduktionsbericht, bevor er veröffentlicht wurde. Der Toxikologe Dr. Walter Kalzung kam zu dem Ergebnis das Barschel ermordet worden ist und wettete gleich um einen Kasten Rotkäppchensekt. Dr. Walter Kalzung sagte das der Abbau der verabreichten oder aufgenommenen Medikamente auf Mord hinwies: Die Analyse-Werte von Mageninhalt, Urin und Blut. Pyrithyldion, Diphenhydramin, Perazin. Bei der Aufnahme des tödlichen Cyclobarbital sei Barschel nicht mehr Handlungsfähig gewesen.

Cyclobarbital 4000mg/l Mageninhalt 26-30mg/l Urin 40-45mg/l Blut höherer Wert im Blut als im Urin Pyrithyldion 200mg/l Mageninhalt 60-65mg/l Urin 16-18mg/l Blut Diphenhydramin 50mg/l Mageninhalt 13-15mg/l Urin 0,6-0,9mg/l Blut Perazin 75mg/l Mageninhalt 0,4-0,5mg/l Urin 0,2-0,3mg/l Blut

Später gab es auf den Rechners des Doktors TCP-Angriffe sein komplettes Barschel-File war gelöscht worden laut seiner Aussage. Vor der Badewanne lag ein Handtuch in dem Rückstände des Lösungsmittel Dimethylsulfoxid DMSO, was geeignet ist andere Mittel perkutal durch die Haut in den Körper zu bringen ,und braune Flecken von Barschels ausgewaschenen Schuhen (Farbauswaschungen des Innenleders von Barschels Schuh). Ein weiteres Handtuch mit den gleichen Flecken wurde in der Voliäre gefunden. Die Ammarturen Warm Kalt der Badewanne waren abgewischt.

Auffinden durch Stern-ReporterBearbeiten

Der Stern-Redakteur kannte - woher ist unbekannt - Ort und Zeit der Ankunft Barschels in Genf. Es war auch bekannt dass Barschel um 14:45 einen Flug nach Deutschland gebucht hatte.

Seit 6 Uhr hatten der Stern-Reporter Sebastian Knauer und der Fotograf Hanns-Jörg Anders im Frühstückssaal auf Barschel gewartet. Knauer sei während dieser Zeit mehrmals zum Zimmer 317 gegen und habe geklopft.

Das wechselnde TürschildBearbeiten

Bereits um 9 Uhr am 11. Oktober stand der Reporter Sebastian Knauer vor der Tür von Zimmer 317 im Beau-Rivage, dabei hing an der Tür das rote "Bitte nicht stören"-Schild. Anders empfahl Knauer das Schild zu wenden, damit das Personal in das Zimmer gehe und so festzustellen sei, ob Barschel überhaupt da war, Knauer sei laut Anders daraufhin zum Zimmer gegangen um das Schild zu wenden. Knauer selbst meint, dass er das Schild womöglich aus Versehen gewendet hat.

Kurz vor 11 sah das Zimmermädchen Anne-Marie Esteves, dass das Schild mit der grünen "Bitte Zimmer aufräumen"-Seite an der Tür hängt, beschloss aber es erst später aufzuräumen. Der Zimmerkellner Ludovic Erba betritt kurz nach 11 das Zimmer um die Minibar aufzufüllen, das Zimmerschild sei zu dieser Zeit grün gewesen.

Als das Zimmermädchen Esteves nach ihrer Mittagspause um 11:30 das Zimmer aufräumen wollte, war das Schild wieder auf die rote Seite gedreht.

Zwölf Uhr: Eintritt ins ZimmerBearbeiten

Als man gegen 12 Uhr im Zimmer anrief und niemand abnahm, machte man sich direkt auf den Weg.

Nach dem Anruf betrat Knauer durch eine unverschlossene Tür das Zimmer 317 und rief laut, ob jemand da sei. Er sah Barschels rechten Schuh im Flur liegen und fand neben einem unberührten Bett einen auf sieben Seiten beschrifteten Notizblock, auf dem stand: "Treffen mit R.R. hat geklappt" und "Ich bin sicher, daß er kommt mit dem Bild".

Knauer verließ den Raum und holt Anders aus der Lobby. Da sich Anders weigerte ein fremdes Hotelzimmer zu betreten, holte Knauer den Notizblock und sie fotografierten ihn unter einer Lampe im Flur ab.

Um 12:30 ging Knauer zurück ins Zimmer um die Notizen wieder an ihren Platz zu legen und blieb nach Aussage Anders dabei ungewöhlich lange im Zimmer. Letzterer ging, nachdem der Sicherheitsmann eines Diamantenhändlers auf ihn aufmerksam geworden war, zurück in die Lobby.

Kurze Zeit später soll Knauer aufgelöst in die Lobby gekommen sein und berichtet haben dass Barschel tot in der Badewanne lag. Daraufhin gab ihm Anders eine Kamera der Marke Nikon und Knauer fotografiert das Zimmer und den in der Badewanne liegenden Barschel. Die Uhr auf Barschels Arm zeigte genau 12:45.

Danach ging Knauer und Anders vor die Tür des Hotels um Luft zu schnappen und sich zu beraten. Man rief den Chefredakteur Heiner Bremer an.

Uwe Barschel hatte seinen Bruder Eicke Barschel am 10. Oktober angerufen und um 19:18 Uhr mit den Worten abgebrochen: Die Transaktion beginnt jetzt. (Laut Barschel wollte er sich mit jemanden treffen, der ihn entlasten könne). Telefonaufzeichnungen des Hotels: 10 Oktober Zimmer 317 - 17:41 Uhr: 00 34 28 76 XX XX Ehefrau Freya - 18:01 Uhr: 00 49 43 41 XX XX XX seine Schwester in Kiel - 18:19 Uhr 021 77 43 83 Eicke Barschel - 18:28 Uhr 021 77 43 83 Eicke Barschel - 19:08 Uhr 021 77 43 83 Eicke Barschel

Seltsam nur das beide Redakteure ins Zimmer gingen, hatten die denn keine Angst das Barschel zurückkommen würde und sie dort vorfinden würde, zumal außen ein Bitte nicht stören Schild am Türgriff hing. Außerdem hatte der Sternreporter Barschel schon beim ankommen im Flughafenterminal in Genf angesprochen und Barschel verneinte seine Identität auf Englisch, um nicht weiter bekannt zu werden.

13 Uhr: Benachrichtigung des HotelpersonalsBearbeiten

Kurz vor 13 Uhr wurde der Hotel-Portier über das Auffinden einer Leiche in Zimmer 317 informiert. Dieser versuchte zunächst den Hotel-Besitzer zu informieren und rief danach die Polizei an.

ZweifelBearbeiten

Es fand keine Überprüfung statt, was genau der Reporter so lange im Hotelzimmer gemacht hatte, und die Rekonstruktion basierte großteils auf dessen Aussagen. Eine Spurensicherung fand nur sehr eingeschränkt statt.

Da die Presse scheinbar in den Skandal verwickelt zu sein schien (Der Spiegel brachte Barschel-Pfeiffer-Affäre und Der Stern sorgte für die vermeintliche "Aufklärung" des Selbstmord/Mordfalles) wird ihr in diesem Fall oft wenig Glauben geschenkt.

Der "Medikamenten-Cocktail"Bearbeiten

Barschel soll während seiner Karriere als Politiker schwer medikamentenabhängig, etwa von Tavor("Lorazepam n-mg"), geworden sein.

In Kombination mit anderen Medikamenten, welches ebenfalls in Barschels Blut gefunden wurde, soll dessen Wirkung erheblich verstärkt werden. Die Folgen, die eine weitere Kombination mit Alkohol (z.B. Rotwein) hat sind nicht absehbar.

Laut einigen Quellen waren nicht mehr alle Medikamente, die man in Barschels Blut fand, im Handel erhältlich.

BND-VerdachtBearbeiten

Ein Verdacht fiel auf den BND, als bekannt wurde dass dieser zur Zeit des Todes von Barschel einen Agenten im selben Hotel hatte. Der bekannte Agent Werner Mauß gab selbst zu, in der entsprechenden Nacht im Hotel "Beau Rivage" auf der Rückreise aus Südamerika gewesen zu sein, doch erfuhr er laut Eigenaussage erst am nächsten Tag von dem Mord.

Verbindungen zum MfS?Bearbeiten

Barschel war ein- bis dreimal in Kavelsdorf, einem Umschlaglager des MfS für Waffen, und achtmal in diversen Biotopen der DDR gewesen. Einmal machte er eine vierwöchige Kur in Marienbad (Tschechoslowakei).

Ergänzung: Der frühere SPD-Medienreferent Bernd Michels arbeitete ebenfalls für das Ministerium für Staatssicherheit Sonderabteilung X und hatte Direktkontakte zu Klaus Nilius. Die Stasi war genau im Bilde, was auch die Abhöraktionen gegen die SPD ab Januar 1987 erklärt.

Fest steht das Engholm im Sommer 1987 vor der Presse mit der Zeitung-Artikel (SPD und Grüne wollen Sex mit Kindern) in der Hand von schlimmsten Traditionen deutsch nationaler ... sprach. Die Grünen sich aber über zwanzig Jahre später von Ihren damaligen Äußerungen entschuldigten und distanzierten. Auch im Untersuchungsausschuss log Engholm, indem er behaupte er habe nichts gewußt, bis es in der Presse stand, später räumte er vor seinen Bonner Parteikollegen vor der Kür zum Kanzlerkandidaten der SPD ein, er habe schon im Sommer bescheid gewußt. Die mitgeschnittenen Telefongespräche der HVA im Januar, Februar 1987 von SPD´lern lassen ein anderes Bild von Engholm entstehen, das er da schon informiert wurde, laut Stasi-Mitarbeiterin.

Victor Ostrovskys Mossad-TheseBearbeiten

Victor Ostrovsky, ein im kanadischen Exil lebender ehemaliger Agent des Mossad, stellte die Behauptung auf, dass Barschel im Rahmen einer geheimdienstlichen Operation getötet worden wäre.

Laut Ostrovsky wickelte der Mossad in den 80er-Jahren Waffengeschäfte mit dem Iran ab (vgl. Iran-Contra-Affäre). Diese Waffengeschäfte liefen über Deutschland (mit Unterstützung des BND) und Dänemark ab, als es aber zu Problemen an dänischen Häfen kam wurden die Transportwege nach Schleswig-Holstein verlagert und Uwe Barschel eingeweiht. Barschel lehnte dies ab, worauf man versuchte seine nächste Amtzeit als Ministerpräsident mit der inszenierten Barschel-Pfeiffer-Affäre zu verhindern. Dieser Versuch hatte Erfolg, doch Barschel drohte nun damit an die Öffentlichkeit zu gehen, was man mit seinem Mord verhinderte.

Laut Ostovsky wurden 5 tödliche Medikamente mittels einer Magensonde in Barschels Körper eingeführt.

Interessant in dem Zusammenhang ist das Ostrovsky auch über Flugsimulatoren in Schleswig-Holstein schreibt. In den Flugsimulatoren sollen der Mossad Piloten ausgebildet haben. Da ist der Weg zu Mohammed Atta und den Anschlägen vom 11.September nicht mehr weit.

Barschel reiste öfter in die DDR und stieg im Ostsee-Hotel Neptun ab, fast alle Bediensteten arbeiteten für die Stasi. Videokameras in der Decke der Hotelsuiten, Kameras im BH der weiblichen Angestellten. In Schleswig-Holstein wurden die irakischen Kampfpiloten von israelischen Piloten und Mossad ausgebildet unter größter Geheimhaltung im andauernden Iran-Irak-Krieg. Der CIA-Mann Robert Gates und spätere US-Verteidigungsminister soll auch in sie Schweiz gereist sein was er immer bestritt. Im Nachbarhotel des Beau Rivage soll sich Markus Wolf einquartiert haben. Markus Wolf wollte nach dem Tod seines Bruders der Schriftsteller Wolf 1982 und Stillers überlaufen seine Familiengeschichte schreiben und dafür in den Ruhestand gehen, aber Mielke lies ihn nicht. Nach der Schweizer Aktion ist er in den Ruhestand gegangen. Ein Ostberliner sagte aus er habe Pfeifffer im Hauptgebäude in der Normannenstraße mehrmals gesehen und ihn später auf Pressefotos wiedererkannt. Aber keiner glaubte ihm!

Es wurde ein rotes zweieinhalb Zentimeter Haar im Bett oder Kleidug von Barschel sichergestellt, als es zur DNA-Analyse aus der Asservatenkammer in Schleswig-Holstein abgeholt werden sollte, war es aus der Plastiktüte verschwunden! Auch wurde später eine fremde DNA an mehreren Kleidungsstücken von Barschel gefunden.

SchubladenaffäreBearbeiten

Eine der politischen Spätfolgen der Barschel-Affäre war die so genannte Schubladenaffäre.

1993 wurde bekannt, dass der schleswig-holsteinischen Sozialminister Günther Jansen (SPD) etwa 40000 Mark in zwei Raten an Reiner Pfeiffer, denjenigen der auch belastend gegen Barschel ausgesagt hatte, gezahlt hatte. CDU-Politiker witterten sofort ein Komplott der SPD, doch Jansen bestritt dass das Geld eine Bezahlung für die Aussage Pfeiffers war.

Pfeiffer hatte nach der Barschel-Affäre bei keiner Zeitung mehr eine Anstellung gefunden. Laut Jansens Aussage hatte er das Geld von verschiedenen Politikern als Unterstützung für den so finanziell geschwächten Pfeiffer gesammelt, es in seiner Schublade aufbewahrt und es Pfeiffer in Briefumschlägen übergeben.

Jansens Aussage entstand unter dem Eindruck, dass Pfeiffers Lebensgefährtin die Zahlungen in einem Sterninterview bekannt machte.

Die CDU trieb die Einsetzung eine Untersuchungsausschusses voran, der Pfeiffers Aussage nicht widerlegen konnte, allerdings stellte sich heraus dass die Spitze der schleswig-holsteinischen SPD schon vor der Landtagswahl wusste dass Björn Engholm bespitzelt wurde und schon über Gegenmaßnahmen beriet. Dies widersprach der Aussage, die diese vor dem Untersuchungsausschusses zur Barschel-Affäre gemacht hatten und führte so zum Rücktritt Björn Engholms vom Posten des Ministerpräsidenten und seiner Ämter bei der SPD.

Ergänzung Als herauskam das die SPD über Nilius Pfeiffer mit Geldübergaben je 25.000 DM im Schuhkarton an Raststätten versorgt hatte, später durch Pfeiffers Exfreundin Elfriede Jabs, die zweimal Nachts mitbekommen und reinschaute. Wörtlich: Es waren überwiegend 20DM-Scheine und fünfziger mit Geldbanderolen. Von ihrer Freundin an die Presse gebracht, beim zweiten mal erst aufgegriffen. Das Geld hatte der damalige schleswig-holsteinische SPD-Sozialminister Günther Jansen nach eigenen Angaben in einer „Schublade“ für Pfeifer gesammelt. Auch als Schubladenaffäre bekannt! Während Sozialminister Janssen sagte er habe den bedürftigen Pfeifffer nur helfen wollen. Aber Pfeiffer (Monatsgehalt 9000DM) hatte eine Abfindung für Ausscheiden aus dem Staatsdienst (Medienreferent) bekommen und ca. 200.000 DM vom Spiegel erhalten! Unter anderen 5700 DM pro Monat von Spiegel bis Ende 1988. Spiegel übernahm auch Gerichtskosten von 300.000 DM für Pfeifffer. Da es sich aber um Geldbanderolen handelte, kann das Geld nur von der Landeszentralbank stammen! Wenn man es im Vorfeld bestellt und abholt! Nur die geben das mit Geldbanderolen heraus. Während Pfeifer und Jabs von Geldbanderolen sprachen verneinte Nilius dies. Sonst hätte er das Konto nennen müssen wo er das Geld abgehoben hat und damit wären die Abbuchugen für die früheren Zeitraum nachzuvollziehen. Deshalb sagte er: Er habe es in der Schulade gesammelt! 5x20DM-Bündel 10000DM und 3x50DM-Bündel 15000DM, deshalb auch zuerst 20000DM die drei Geldbündel hatte Jabs als zwei verwechselt! Im November 1994 erklärte der frühere SPD-Polizeipräsident Pfeiffer habe ihn telefonisch gebeten , ihm eine „Wanze“ zum Abhören zu besorgen. Das Telefongespräch fand nachweislich am 28.Juli 1987 statt. Pfeiffer traf den früheren SPD-Sprecher Klaus Nilius am 16, 21 und 27. Juli 1987, also noch einen Tag vor dem Anruf beim Polizeipräsidenten Dieckmann in Bremen. Während Barschel nach seinem Flugzeugabsturz noch im Krankenhaus war

Belogen, schreibt Nilius, habe er den Parlamentsausschuß 1987 auch noch in anderen Punkten. Er wolle nicht länger leugnen, sein "Wissen aus Gesprächen mit Herrn Pfeiffer" über dessen Machenschaften im Dienste Barschels an Journalisten weitergegeben und schließlich "auf Bitten von Herrn Pfeiffer" auch "einen Kontakt zum SPIEGEL" hergestellt zu haben. Außerdem habe ihm Pfeiffer, neben dem Pilotenmutterbrief, noch ein weiteres internes Papier aus der Staatskanzlei übergeben, enthüllte Nilius: "einen Redeentwurf des damaligen Ministerpräsidenten Dr. Barschel". Nilius spätes Geständnis bringt Barschel-Nachfolger Engholm in arge Bedrängnis: Aufs neue lodert der Verdacht auf, daß der SPD-Spitzenmann lange vor der Wahl 1987 von den geheimen Nilius/Pfeiffer-Kontakten wußte. Engholm, der aus der Barschel-Affäre gleichsam mit einem Heiligenschein hervorgegangen war, sieht sich nun als Scheinheiliger hingestellt. "Engholm ist ein ehrenwerter Mann", leitartikelte vorige Woche die Hamburger Zeit, "aber wie lange noch?" Fest steht seit der Nilius-Erklärung, daß Pfeiffer im Sommer 1987 aus der Staatskanzlei den Entwurf der letzten Barschel-Rede vor dem Landtag mitgehen ließ - Tenor: "Die 10. Legislaturperiode zählt zu den erfolgreichsten der schleswig-holsteinischen Nachkriegsgeschichte."

ZitatBearbeiten

Mathias Bröckers: "Das Barschel-Rätsel ist nicht nur 'Waterkantgate', sondern auch das JFK-Attentat im Deutschland-Format."

WeblinksBearbeiten

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