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Als verlorene Kosmonauten (engl. Lost Cosmonauts) oder Phantom-Kosmonauten werden angebliche Kosmonauten bezeichnet die während des sowjetischen Weltraumprogrammes, insbesondere während der Jahre zwischen 1957 und 1965, im All verloren gegangen sein sollen und deren Schicksal aus propagandistischen Gründen verschleiert worden sein soll.

Bis heute ließ sich keine der Theorien um verlorene Kosmonauten ausreichend belegen, weshalb sie weithin als Verschwörungstheorie gelten.

HintergrundBearbeiten

Bei einigen Weltraumprogrammen der Sowjetunion war es oft gängige Praxis nur Erfolge zu vermelden oder Fehlschläge zu vertuschen. Zu diesem Zweck wurden etwa Benennungen von Sonden erst vorgenommen, wenn diese ihr Ziel erreicht haben. Bei Venera-Missionen, also Missionen, welche die Venus zum Ziel hatten, kam es zum Beispiel zu Fehlschlägen, die dazu führten, dass einige Sonden nur den Erdorbit erreichten und letztendlich als Sputnik (russ. „Begleiter“) oder Kosmos, also als Satellit benannt wurden.

Erster bekanntgewordener Fehlschlag mit Todesfolge des Kosmonauten war der Absturz von Sojus 1 im Jahr 1967.

Argumtente

Funksprüche unbekannter Herkunft

Es gab mehrfach Aufzeichnungen von Funksprüchen, welche scheinbar aus dem Weltraum stammten, aber keinen Missionen zugeordnet werden konnten.

Häufiger Kritikpunkt an Aufzeichnungen ist, das sie oft nur von einer Station gemacht wurden, während mehrere, z.T. deutlich besser ausgestattete, staatliche Institutionen nichts hörten. Darüber hinaus gibt es Vorwürfe, das Übersetzungen von Aufzeichnungen falsch seien.

Die Brüder Judica-Cordiglia und Torre Bert

Die im Bezug zu den verlorenen Kosmonauten bedeutsamsten Aufzeichnungen wurden von den italienischen Brüdern Judica-Cordiglia in einem zum Funkhorchposten umgebauten Bunker, welchen man Torre Bert nannte, gemacht. Nach Aussage der Brüder gab es bis 1964 mindestens 7 Phantom-Kosmonauten. Die Judica-Cordiglia Brüder zeichneten auch andere bekannte Raumflüge auf, weshalb durchaus davon auszugehen ist, das sie die Möglichkeit zur Aufnahme hatten. Beispiele für die Phantom-Kosmonauten:

  • 28-30.11.1960 einen Morsecode der Entschlüsselt "SOS to the world" bedeuten soll. Das Signal soll auch von der Sternwarte Bochum aufgefangen worden sein.
  • 02.02.1961 Empfang eines biomedizinischen Signals, welches vermutlich den Puls und die schwere Atmung eines sterbenden Menschen darstellte. Offiziell startete Sputnik 7 am 4. Februar 1961.
  • 16-23.05.1961 Empfang einer weiblichen russischen Stimme, welche scheinbar in Angst vor einem unkontrollierten Wiedereintritt in die Erdatmosphäre versucht mit der Bodenstation zu kommunizieren. Die Aufzeichnung wird später aus unerfindlichen Gründen als "Ludmilla recording" bekannt.
  • 14.10.1961 Empfang einer männlichen, russischen Stimme, welche nach kurzer Zeit verschwand. Andere Beobachtungsstationen in Tokio, Dakar, Sydney und Bochum sollen ähnliches dokumentiert haben.

Kritik

Häufig wird als Kritik an der Theorie der verlorenen Kosmonauten angeführt, dass das sowjetische Raumprogramm inszwinschen weit offener liege und keine Spuren dieser fehlgeschlagenen Raumflüge bekannt wären. Die vorliegenden Daten würden sogar als Alibi wirken, da sowohl zeitlich wie auch materiell die Ressourcen für verschleierte Raumflüge nicht vorhanden gewesen wären. Anhänger der Theorie hingegen führen an, das es durchaus möglich sei das es ein zweites schwarzes Raumfahrtprogramm gegeben habe, das als gesammtes bis heute verschwiegen worden sei. Ein solches Programm hätte etwa auch die Möglichkeit geboten Kosmonauten in one-way Missionen zu Opfern, was durchaus ein im Bezug zur Mondlandung auch von amerikanischer Seite ein diskutiertes Konzept war und im Bezug zur Marslandung auch heute vereinzelt diskutiert wird.

Verbindungen zu anderen VerschwörungstheorienBearbeiten

Häufig finden vergleiche zu Verschwörungstheorien um die US-amerikanische Mondlandung statt, wobei nicht selten die Verknüpfung gezogen wird, das die US-Amerikaner die verlorenen Kosmonauten verdeckt hielten damit die Sowjets die Mondlandung nicht entlarvten.

Darüber hinaus gibt es noch zahlreiche UFO-logische Theorien, wie etwa Alternative 3, die von einem weitergehenden Raumfahrprogramm ausgehen, als die offiziellen Darstellungen vermuten ließen.

WeblinksBearbeiten

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