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Eine Verschwörungstheorie bezeichnet die Theorie das ein Ereignis oder eine Entwicklung durch das illegitime Wirken einer Gruppe aus dem verborgenen heraus entstanden ist (vgl. Verschwörung).


Das Internet hat die Verbreitung von Verschwörungstheorien stark begünstigt, doch dessen ungeachtet liegen die ausführlichsten Verschwörungstheorien immer noch in Buchform vor. Häufig spielen Geheimbünde wie die Freimaurer oder Illuminaten, Geheimdienste oder mächtige Personen im Hintergrund eine Rolle. Gegenstand sind meist auch groß angelegte Vertuschungsmaßnahmen von Regierungen und anderen Organisationen.

BegriffBearbeiten

Obwohl der Begriff ursprünglich wertneutral ist, wird er meist dann verwendet, wenn die geäußerten Annahmen über den wahren Ablauf, die Ursachen oder die Hintermänner eines Ereignisses stark von der offiziellen oder üblichen Version abweichen.

Dies wird durch den unüblich Zusatz -theorie ausgedrückt, welcher hervorheben soll das es sich um eine Theorie unter vielen ohne vollkommenen Wahrheitsanspruch handelt.

Im wissenschaftlichen Kontext wird der Begriff Theorie allerdings nicht so verwendet (Beispielsweise "Relativitätstheorie", "Quantenfeldtheorie").

Kritiker merken also an, das es sich bei einer "Verschwörungstheorien" nicht um eine Theorie im eigentlichen Sinne handelt es sich, sondern vielmehr um eine Art Glauben der meist ideologisierte Weltbilder immunisieren soll.

VerschwörungstheseBearbeiten

Einige kritische Stimmen merken an das der Zusatz -theorie an sich nicht bzw. nicht immer korrekt ist, so handle es sich beispielsweise bei der Aussage "Die US-Regierung hat den 11. September inszeniert" nicht um eine Theorie, welche etwas zu erklären sucht, sondern um eine These, welches es zu beweisen gilt. Deshalb findet sich in einigen Publikationen auch der Begriff der Verschwörungsthese wieder.

Verschwörungsglaube, Verschwörungslegende und VerschwörungstheorieBearbeiten

Eine differenziertere Betrachtungsweise unterscheide die Begriffe des Verschwörungsglaubens, der Verschwörungslegende und der Verschwörungstheorie.

Der Verschwörungsglauben stellt zunächst einmal die Annahme dar, das eine Gruppe mit illegitimen Absichten im Unbekannten wirkt,
die Verschwörungslegende sieht die Gruppe mit illegitimen Absichten bereits als Urheber eines konkreten Ereignisses
und erst die Verschwörungstheorie beschreibt wie die Gruppe mit illegitimen Absichten ein oder mehrere konkrete Ereignisse herbeigeführt hat.

Vorteilhaft bei dieser Annahme ist für Verschwörungstheorie-Skeptiker das man annehmen kann das die letztendliche Verschwörungstheorie sich aus dem Verschwörungsglauben speist bzw. das die Verschwörungstheorie nur dazu diene den Verschwörungsglauben zu bestätigen.

Arten von VerschwörungstheorienBearbeiten

aktiv und passive VerschwörungBearbeiten

Es kann unterschieden werden zwischen (aktiven) Verschwörungstheorien, die der Verschwörung die Urheberschaft unterstellen, und (passiven) Verschwörungstheorien, die lediglich das wissentliche Geschehen lassen des Ereignisses annehmen. Im Unterschied zu Theorien über Verschwörungen basieren Verschwörungstheorien auf folgenden Annahmen, die in Frage gestellt werden können:

  • Die hinter dem Ereignis steckende Verschwörung ist außerstande, offen die Verantwortung dafür zu übernehmen, da sie sonst ihr Gesicht verlieren würde und muss daher die Urheberschaft einem Sündenbock zuschreiben. (z. B. besagt die Theorie über die Stauffenberg-Verschwörung nicht, dass für den Mord an Adolf Hitler ein Strohmann vorgeschoben werden sollte).
  • Die Verschwörung, bzw. die Personen und Bürokratien, aus denen sie besteht, sind sich ihrer immerwährenden Geheimhaltung so sicher, dass sie sich existenziell davon abhängig machen können (z. B. war die Stauffenberg-Verschwörung nur bis zum Tag des Attentats geheim, dann wollte Stauffenberg selbst ganz offen in die Regierung nachrücken).

Bei passiven Verschwörungstheorien:

  • Die Verschwörer verfügen vorab über eine sichere Einschätzung über den Folgenhorizont des wissentlich hingenommenen Ereignisses, auch wenn es keinen Präzedenzfall gibt (z. B. impliziert die Pearl Harbor-Verschwörungstheorie, dass Präsident Franklin D. Roosevelt glaubte, der Angriff auf Hawaii würde einen Schaden anrichten, der groß genug wäre, um die öffentliche Meinung zu beeinflussen, aber gering genug, um sein Land nicht entscheidend militärisch zu schwächen).

Konspirationismus und gemäßigte VerschwörungstheorienBearbeiten

Eine Unterscheidungsmöglichkeit für Verschwörungstheorien ist auch die Unterteilung in Konspirationismus und gemäßigte Verschwörungstheorien.

Gemäßigte Verschwörungstheorien zeichnen sich dabei dadurch aus, dass sie die Verschwörung als zeitlich, räumlich und personell begrenzt betrachten, also die Verschwörung und die Mitwisser relativ gut abgrenzen können (z.B. JFK wurde von einer Gruppe Exilkubaner unter Anleitung der CIA ermordet). Typisch hierfür ist das die Verschwörung meist in kleinen Rahmen stattfindet.

Im Gegensatz dazu erscheint die Verschwörung im Konspirationismus als zeitlich, räumlich und personell nur sehr schwach bis gar nicht abgegrenzt. Der Verschwörung wird meist ein Einfluss durch die Geschichte hindurch zugeschrieben und auch Ereignisse der aktuellen Tagespolitik mit der Verschwörung in Verbindung gesetzt, ohne dass ein genauer Nachweis der Beteiligung einer Person oder Gruppe an der Verschwörung stattgefunden haben muss. Die Verschwörung wird an ihrem Resultat erkannt. Typisch hierfür sind meist WeltVerschwörungstheorien.

Eigenschaften von VerschwörungstheorienBearbeiten

Am Bestimmungswort „Verschwörung“ erkennt man das wichtigste Merkmal der Verschwörungstheorie: Den Verschwörer. Verschwörung ist ein negativ besetzter Begriff, denn eine Verschwörung versucht meist mit ungesetzlichen Mitteln ein meist ungesetzliches Ziel zu erreichen. Ob dieses Ziel dann positiv oder negativ ist liegt im Auge des Betrachters. Ein Verschwörungstheorie braucht einen Verschwörer, wobei es allerdings meist egal ist ob man ihn „SIE“, die Illuminaten oder die geheime Bruderschaft nennt.

Weitere Merkmale

  • Verschwörungsthesen sind selten neutral verfasst, sonder eher durch das Weltbild des Theoretikers bestimmt, wodurch auch religiöse Züge im Verschwörungsweltbild deutlich werden. (Der Verschwörer ist meist ein vorurteilsbelasteter Stereotyp)
  • Der Verschwörer wird durch spezielle Eigenschaften (Medienkontrolle, Geldmittel, Macht, etc.) zu einer fast allmächtigen Gestalt gemacht, welche selbst die komplexesten Entwicklungen der Gesellschaft aus dem Geheimen vorhersehen und steuern kann.
  • Die These sollte für den Leser eine Möglichkeit zum Nachprüfen ihm unbekannter Fakten haben, denn Verschwörungstheorien entstehen selten aus dem Nichts. Dass Nachzuprüfende sollte selbst wiederum mysteriös sein, wodurch es einer Erklärung bedarf. (Es ist einfacher einen Leser von Anfang an von der eigenen Meinung zu überzeugen, anstatt seine Meinung zu ändern)

CommunitiesBearbeiten

Interessant in der Entwicklung von Verschwörungsthesen ist das Herausbilden von Verschwörungstheoretiker Communities. Das Entstehen von diesen Communities ist wohl vor allem durch die Affinität ihrer Mitglieder zu bestimmten Erklärungsmodellen bedingt, sie arbeiten praktisch mit eigenen, meist nicht festgelegten „Erkenntnistheorien“.

Verschwörungstheoretiker verfassen Bücher, die wiederum selbst von Verschwörungstheoretikern gelesen und sodann in deren eigenen Büchern zitiert werden (Verschwörungstheoretiker schreiben voneinander ab!). Jemand der nun in dieses literarische Umfeld eintritt, wird schnell gleiche Zusammenhänge in gleicher Weise von unterschiedlichen Personen geschildert sehen, wodurch häufig der Eindruck entsteht, dass zwei unabhängige Personen zum selben Ergebnis gekommen wären.

In diesen Communities herrscht meist aber praktisch Informationsinzucht (Informationen degenerieren mit jeder neuen Wiedergabe, durch das Weltbild des Theoretikers), widersprüchliche Informationen werden von der Community abgeblockt (vgl. dogmatische Religionen) und bestätigende Informationen schnell aufgenommen.

Funktionen von VerschwörungsthesenBearbeiten

Das Ziel einer Verschwörungsthese ist nicht immer, wie oft angenommen, eine bestimmte feindliche Gruppe anzugreifen.

Die Verschwörungsthese nimmt in der heutigen Gesellschaft, eher einen Platz zwischen Märchen und Mysterien-Religionen ein. Man könnte sie folgendermaßen einteilen, wobei, beabsichtigt wie unbeabsichtigt, durch das Abschreiben der Theorien natürlich auch Mischformen auftreten.

  • Sündenbock-Thesen
  • Schock-Thesen
  • Mysterien-Thesen
  • Aufklärende Thesen
  • Satirische Thesen

Die Sündenbockthese findet dort Zuspruch wo meist der Sündenbock schon feststeht. Sie ist wohl die einzige abzulehnende Form der Verschwörungstheorie, da sie meist als politisches Kampfmittel gegen Gruppen gewandt war (Jüdische WeltVerschwörungstheorie, Hexenverfolgung, Antiamerikanismus etc). Die Sündenbock-These dient meist nur noch zum Rechtfertigen der Handlung, es kann aber auch vorkommen, dass der Sündenbock für etwas Spezielles gesucht wird. „Wer ist schuld, dass sich meine Erfindung nicht vermarktet“(Freie Energie), „Wer ist an der Volksverdummung schuld?“, „Warum glaubt mir keiner?“(Hohlwelt) usw., aus dem egozentrischen Eindruck („alle sind gegen mich“), entwickelt sich eine Identifizierung des Bösewichts („SIE sind gegen mich“)

Schock-Thesen werden meist durch „gesellschaftlich traumatisierende“ Ereignisse ausgelöst. Ein gutes Beispiel hierfür ist der Kennedy Mord oder der Anschlag vom 11.September. Interessant an ihnen ist, das sie die Ereignisse nicht wie sonst vereinfachen, sondern verkomplizieren, die Ereignisse scheinen zu einfach („Ein Präsident kann doch nicht einfach von einem Irren erschossen werden!“, „Es kann doch nicht einfach jeder Terrorist ein Flugzeug besteigen und in ein Hochhaus steuern!“), weshalb komplexere Erklärungsmodelle gesucht werden, wodurch die Ereignisse dem Theoretiker gegenüber fassbar gemacht werden.(Weitere Beispiele:Mondlandung, Titanic)

Ein Mysterium spiegelt etwas Geheimnisvolles wider, was einer Erklärung bedarf und eine Erklärung wird mit dem Wirken einer Gruppe gesucht. Solche Theorien dienen mehr der Unterhaltung, können aber durchaus als real empfunden werden. Dort wo Wissenschaft Lücken lässt werden diese mit noch Mysteriöserem und somit Interessanterem gefällt. (Beispiel: Atlantis)

Aufklärende Thesen können Gesellschaftliche Zusammenhänge darstellen und auf Profiteure hinweisen. Beispiele wären: „Die Rüstungsindustrie verursacht Kriege“, „Der Zinshandel verursacht Armut/Schuldknechtschaft“ und „Der Staat fördert Lohnsklaverei“, sie sind in ihrer belehrenden Funktion und ihrer Fiktionalität mit Märchen und religiösen Schriften vergleichbar.

Satirische Thesen sollen den Leser meist einfach zum Lachen bringen und werden nicht ernsthaft diskutiert. Ein Beispiel wäre „Der Dackel von Lieschen Müller aus Bitterfeld ist der geheime Anführer der Illuminaten“. Satire ist oft mit Aufklärung verbunden gewesen und so gibt es auch hier aufklärende satirische Theorien, wie etwa die Bielefeld-Theorie, die die Erklärungsmuster von Verschwörungstheorien entlarvt.

Methoden von VerschwörungstheoretikernBearbeiten

Es ist nicht zu leugnen, dass viele Verschwörungstheorien mit Methoden arbeiten, die allem anderen als der oft versprochenen Wahrheitsfindung dienen. Im folgenden sollen solche Methoden offenbart werden, es sei aber angemerkt, dass nicht alle diese Methoden beabsichtigt sein müssen.


Der Umgang mit QuellenBearbeiten

selektive WahrnehmungBearbeiten

Viele Verschwörungstheoretiker zitieren Grundsätzlich nur andere Verschwörungstheoretiker und empfehlen deren Bücher weiter.

Bücher von Kritikern der Verschwörungstheorie und zumeist auch Primärquellen/Zeugenaussagen werden einfach übergangen und nicht erwähnt (vielleicht aus einfacher Unwissenheit).

Durch diese selektive Wahrnehmung kommt es nicht selten dazu, dass der Verschwörungstheorie entgegen stehende Beweise ausgeblendet werden.

Beispiel: Die sich bewegende Fahne bei der Mondlandung, die trotz der Tatsache, dass sie von den Kritikern oft genug erklärt wurde, immer noch zu den Argumenten der Verschwörungstheorie gehört.

Von der Fiktion zur RealitätBearbeiten

Nicht wenige Verschwörungstheoretiker benutzten Romane als Quellen oder behaupten, dass die Autoren von Romanen etwas Spezielles sagen wollten, das sie nicht offen ausdrücken konnten.

Insofern werden die Erfindungen der Autoren zur Realität umgedeutet.

Nicht wenige Menschen zeigen eine Neigung dazu Fiktionen wie Romanen und Filmen Glauben zu schenken. Nach Oliver Stones Film über die Untersuchungen des Kennedy Attentats, der in weiten Teilen eine Verschwörung suggerierte, hat sich die Zahl der Anhänger dieser Theorie erhöht, obwohl sich die Beweislage nicht änderte.

unnachprüfbare QuellenBearbeiten

Nicht selten wird auf merkwärdige Quellen verwiesen, z.B. auf Tageszeitungen die vor mehr als einem halben Jahrhundert erschienen sein sollen.

Die Verifizierbarkeit dieser Quellen entzieht sich dem Durchschnittsbürger, da er keinen oder nur unter großem Aufwand Zugang zu ihnen hat. Hier liegt nicht selten der Verdacht nahe, dass Quellen erfunden werden.

BewertungBearbeiten

Es ist zum Teil doch recht offensichtlich, dass bei der Bewertung nach der Richtigkeit einer Quelle meist die persönliche Meinung des Verschwörungstheoretikers mit hineinspielt. So werden Berichte wie der Warren-Report oder der Bericht der Kommission zum 11. September fast schon im Vor raus als widersprüchlich bezeichnet, wofür selten ein Beleg gebracht wird.

Offizielle Berichte, die allerdings die Auffassung der Verschwörungstheoretikers stützen, werden hingegen meist ohne Prüfung als Beleg für die eigene Theorie genommen (siehe oben: selektive Wahrnehmung), wobei deren Richtigkeit auch meist nicht hinterfragt, sondern als gegeben hingenommen werden.

KonditionierungBearbeiten

Die Gewohnheit ist die stärkste Form der geistigen Programmierung. Ist sie einmal geschaffen, ist es schwer sie wieder loszuwerden.

Gewohnheit entsteht aus Wiederholung. Eine Sache die oft genug wiederholt wird ist "wahr".

Nicht selten beobachtet man es in Verschwörungstheorien, dass eine anfängliche Vermutung, sich vom Wahrscheinlichen bis hin zum Fakt wandelt. Behauptungen werden solange wiederholt, bis sie wahr sind.

"Lernen" durch KombinierenBearbeiten

Ein Verschwörungstheoretiker kann seinen Leser an die letztendliche "Wahrheit" heranführen ohne sie auszusprechen. In diesem Fall wird dem Leser vorgegaukelt, er hätte die freie Entscheidung was er glauben soll.

Der Autor kann mehrfach auf ein Merkmal hinweisen, das alle Verschwörer angeblich verbindet und gleichzeitig behaupten, dass dieses Merkmal nicht die eigentliche Verschwörung ausmachen wärde. Jan van Helsing demonstriet diese Methode in seinem Buch "Geheimgesellschaften", indem er dutzende Male darauf hinweist, dass eine Person "Jude", "jüdisch" sei (im unzensierten Orginal sogar "Rassenjüdin").

Ausnutzen von VorurteilenBearbeiten

Menschen lieben es das zu hören, was sie selber denken. Es schafft Selbstbestätigung, die grade bei Ideen, die nur Minderheiten vertreten, gebraucht wird.

Die Gesellschaft versucht in ihren Bestrebungen alte Vorurteile immer weiter zurückzudrängen und durch Sachlichkeit zu ersetzen (z.B. durch Politische Korrektheit). So wird jede Behauptung die dem alten Vorurteil in die Hände spielt schnell aufgenommen.

Je weniger verbreitet ein Vorurteil ist, desto hartnäckiger sind seine Anhänger.

Verdacht statt BeweisBearbeiten

In vielen Verschwörungstheorien wird die Verschwörung vorrausgesetzt und erst dann mit Verdachtsmomenten untermauert, viele Verdachtsmomente werden aneinandergereiht und im Ganzen als Beweis angesehen. Dabei findet allerdings so gut wie nie eine Untersuchung nach Momenten statt, die einer Verschwörung widersprechen.

Massen an IndizienBearbeiten

Besonders durch die Verbreitung von Verschwörungstheorien über Filme im Internet kommt es dazu, dass viele Indizien hintereinander aufgezählt werden, aber auf die einzelnen Indizien kaum intensiv eingegangen wird.

Für einige Konsumenten ergibt sich daraus der Eindruck, dass allein die Masse der Argumente schon ein Beweis für eine Verschwörung sei. Greifen Kritiker solche Theorien an, kommt es oft dazu, dass von einem Indiz zum nächsten gesprungen wird, z.T. wird auch versucht einen Diskussionsverlauf zu bestimmen, in dem ein anderes Indiz als wichtiger als das vom Kritiker angegriffene/widerlegte bezeichnet wird.

Die LügeBearbeiten

Einige Verschwörungstheoretiker lügen aus ihren Motiven heraus. Das an sich wäre kein Problem, wäre da nicht die bereits erwähnte selektive Wahrnehmung oder die Ausnutzung von Vorurteilen. Diese schaffen es schnell, dass Lügen zur Realität werden.

Regeln zum Schreiben von VerschwörungstheorienBearbeiten

nach Thomas Grüter, Freimaurer, Illuminaten und andere Verschwörer. Wie Verschwörungstheorien funktionieren ISBN 3502150478

  1. Regel: Prämisse der Verschwörungstheorie ist ein einfach formulierter Verschwörungsglauben.
  2. Regel: Tragen Sie Unerklärtes zusammen, werfen Sie Fragen auf, bezweifeln Sie bisherige Erklärungen.
  3. Regel: Bei der Wahrheit bleiben und nachprüfbare Zahlen verwenden, wo immer es geht. Gewagte Schlussfolgerungen möglichst unauffällig einflechten.
  4. Regel: Stellen Sie etablierte Methoden und Erkenntnisse immer wieder neu in Frage. Greifen Sie die Wissenschaftler (bei politischen Verschwörungstheorien: die Journalisten) pauschal und scharf an. Lehnen Sie ihre Schriften als parteiisch und borniert ab.
  5. Regel: Verbinden Sie scheinbar (oder tatsächlich) nicht zusammenhängende Ereignisse, Indizien oder Aussagen zu einem neuen Sinnzusammenhang.
  6. Regel: Verdrillen Sie Wahres, Halbwahres und Erfundenes zu einem unentwirrbaren Knäuel. Der Aufwand für die Nachrecherche wird dadurch so groß, dass sich kaum jemand die Mühe macht.
  7. Regel: Eine Verschwörungstheorie lebt davon, Motive für das Handeln von Personen zu erfinden. über die Motive verbindet sie typischerweise die einzelnen Verschwörungslegenden miteinander.
  8. Regel: Zitieren Sie! Zitieren Sie häufig, zitieren Sie Berühmtheiten, zitieren Sie bekannte Zeitungen! Zitate wirken eindrucksvoll, wissenschaftlich und belesen. Wenn Sie andere Verschwörungsbücher benutzen, zitieren Sie direkt deren Quellen.
  9. Regel: D#monisieren Sie den Gegner! Unterstellen Sie ihm finstere Absichten, unfairste Methoden, entsetzlichste Verbrechen und eine ungeheure Macht! Und vergessen Sie nicht eine Schwäche zu erfinden! Jeder anständige Dämon hat eine Achillesferse.
  10. Regel: Eine gute Verschwörungstheorie enthält mindestens einen Aufruf zum Mitmachen oder einen Ausblick auf weitere Enthüllungen.

ZitateBearbeiten

Am Anfang war die Verschwörung. Einzelne Moleküle schlossen sich zu Gruppen zusammen, um die Ressourcen des Planeten besser auszubeuten. Wann genau sich die ersten Kohlenstoffverbindungen dazu entschlossen, wie sie dabei vorgingen und wie lange es dauerte, bis sie erfolgreich waren, kann die Wissenschaft bisher nicht vollständig rekonstruieren - sicher ist nur, dass vor etwa 3,5 Milliarden Jahren das Ergebnis dieser molekularen Verschwörung erscheint: fortpflanzungsfähige Einzeller ... Bakterien ... Leben! Und sicher scheint auch, dass es dabei konspirativ zuging. Mathias Bröckers ISBN 3-86150-456-1

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

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