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Werwölfe (von germanisch "wer": "Mann") sind mythologische Formwandler welche sich von einem Menschen, fast ausschließlich Männern, in einen Wolf verwandeln können. Das moderne Bild des Werwolfs ist vor allem durch Kinofilme des 20. Jh. beeinflusst und deckt sich kaum mit dem historischen Werwolf aus Sagen und Dichtungen.

Man kann in Erzählungen vier Typen von Werwölfen unterscheiden:

• diejenigen die sich ohne zusätzliche Mittel verwandeln können

• diejenigen die sich freiwillig mit einem bestimmten Mittel (z.B. einem Wolfsriemen) verwandeln können

• diejenigen die aufgrund von Vererbung zur Verwandlung gezwungen sind

• diejenigen die aufgrund besonderer Umstände (z.B. einer Sünde) zur Verwandlung gezwungen sind

Der historische Werwolfsmythos weist deutliche Parallelen zu den Erzählungen über Berserker auf. Ein nahezu identisches Phänomen ist der Wegfuchs.

WerwolfsbundBearbeiten

Während sonst der Werwolf meist einzelgängerisch beschrieben wird, sind auf dem Baltikum und Ostpreußen auch Erzählungen von Gruppen von Werwölfen bekannt.

Nach Olaus Magnus (1490 — 1557) rotten sich die Werwölfe in Preußen, Livland und Litauen am Heiligen Abend an einem vorher festgelegten Ort zusammen und wüten gegen Tiere und Menschen. Dabei sollen sie im Wald stehende Häuser belagern und sogar versuchen die Türen aufzubrechen um alle in den Häusern lebenden Menschen wie Tiere zu töten. Sie würden auch in Bierkeller eindringen und dort sämtliches Bier und Met austrinken und die Fässer in der Mitte des Bierkellers aufschichten. Einmal im Jahr sollen sich die Werwölfe an einer Mauer, den Resten einer verfallenen Burg zwischen Litauen, Samogitien und Kurland, treffen und sich darin üben diese Mauer zu überspringen. Diejenigen die dies nicht schaffen würden, weil sie etwa zu dick waren, sollen von dem Vorsteher gegeißelt werden. Es wird desweiteren behauptet daß sich unter diesen Wölfen auch die Großen des Landes und Männer aus höchstem Adel befanden.

Magnus berichtet weiter, dass ein Deutscher oder Eingeborener, der den Willen habe, ebenfalls ein Werwolf zu werden, zu jemanden gehe, der in der Zauberei bewandert ist und einen Becher Bier trinkt, während jener gewisse Worte spricht. Danach stünde es ihm nach Belieben frei sich in einen Wolf zu verwandeln.

Es liegt der Verdacht nahe, daß es sich hierbei um Überreste heidnischen Brauchtums oder geheimer Kulte gehandelt hat. Ein hervorzuhebender Aspekt ist die Zusammenkunft ähnlich dem Hexensabbat und die zauberische Initiation.

siehe auchBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Geheimkulte - Will-Erich Peuckert

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