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Die POW/MIA-Theorie (Prisoner of War/Missing in Action) besagt, dass hunderte der als im Kampf verschollen oder im Kampf getötet (mit verschollenem Leichnam) geltenden US-Soldaten des Vietnam-Krieges, in Wahrheit zu Kriegsgefangenen geworden seien, deren Weiterleben aber von US-Regierung und -Militär geleugnet wurde, um keine weiteren Zugeständnisse an die sozialistischen Kriegsgegner machen zu müssen.

Diese US-Soldaten sollen, sofern nicht schon verstorben, bis heute in Kriegsgefangenschaft in Vietnam, Laos oder Kambodscha leben. Offiziell wurden die letzten Kriegsgefangenen in der Operation Homecoming 1973 in die USA überführt, dennoch blieben etwa 1350 US-Soldaten verschollen und von 1200, der im Einsatz getöteten, konnte keine Leiche geborgen werden.

Hinweise auf KriegsgefangeneBearbeiten

Unterschiedlichen Quellen zufolge, sollen über hundert Zeugen, Größtenteils Flüchtlinge, von US-Amerikanischen Kriegsgefangenen nach 1973 berichtet haben.

Darüber hinaus sollen, insbesondere während der Reagen-Regierung, immer wieder Geheimdienst-Informationen über verbleibende Kriegsgefangene und gescheiterte Rettungsversuche, insbesondere im Jahr 1981, durchgesickert sein. Zur gleichen Zeit wurden aber auch Offizielle, welche offen von noch verbleibenden Kriegsgefangenen in sprachen, massiv angegriffen.

Bobby GarwoodBearbeiten

Der US-Marine Bobby Garwood geriet am 28. September 1965 in nord-vietnamesische Kriegsgefangenschaft. Er kehrte erst 1979 in die USA zurück und behauptete ein zurückgelassener Kriegsgefangener gewesen zu sein und dass es noch weitere lebende Kriegsgefangene gäbe.

Das US-Verteidigungsministerium bestreitet Garwoods Aussage, Garwood sei 1973 auf eigenen Wunsch in Vietnam verblieben und sei ein Kollaborateur Nord-Vietnams gewesen. Laut der Defense Intelligence Agency konnten Garwoods aussagen über Steingebäude, in denen Kriegsgefangene gehalten würden, nicht mittels Satellitenbildern verifiziert werden.

Eugene F. TigheBearbeiten

Eugene F. Tighe war von 1977 bis 1981 Leiter der Defense Intelligence Agency. Seiner Aussage zufolge soll interne Kommission zu dem Schluss gekommen sein, das es noch lebende Kriegsgefangene in Indochina gäbe. Pentagon-Offizielle griffen ihn scharf für diese Aussage an.

RettungsversucheBearbeiten

Bereits kurz nach Ende des Krieges gab es Spekulationen über Kriegsgefangene in Vietnam. Der Milliardär Ross Perot entsendete deshalb 1973 selbst eine Söldnertruppe, welche in Vietnam nach Kriegsgefangenen suchen und sie befreien sollte.

Der Colonel Bo Gritz, welcher als Vorlage für Rambo diente, soll kurz nach dem Krieg selbst versucht haben, Kriegsgefangene ausfindig zu machen. Hierbei soll er eine Zeit lang mit der Intelligence Support Activity zusammengearbeitet haben, welche Aufgrund von Satelitten Bildern mit weißen Kriegsgefangenen selbst nach lebenden Kriegsgefangen suchte. Die ISA soll aber ihre Unterstützung von Gritz eingestellt haben, nachdem dieser sich als unzuverlässig erwies. Gritz selbst gab an, Teil einer Delta Force Operation gewesen zu sein, welche kurz vor dem Losschlagen abgebrochen wurde, worauf er und seine Männer auf eigene Faust handelten. Die Kriegsgefangenen seien allerdings kurz vor der Operation verlegt worden, angeblich weil die Voice of America die Operation verraten hätte.

Gritz arbeitete bei einem späteren Rettungsversuch auch mit Perot zusammen.

Unter Reagen wurde Perot "Sonderermittler" für Reagans Foreign Intelligence Advisory Board, worin er allerdings kaum Unterstützung bei der Suche nach Kriegsgefangenen erhielt. Er unternahm selbst versuche mit den Vietnamnesen zu verhandeln, welche ihm aber schnell durch eine US-Delegation abgenommen wurde, welche die Gespräche auf die sterblichen Überreste von US-Soldaten beschränkt haben soll.

United States Senate Select Committee on POW/MIA AffairsBearbeiten

Um die Frage nach verbleibenden Kriegsgefangenen endlich zu klären, wurde in den Jahren 1989 bis 1993 einen Ausschuss eingerichtet, welches die Hinweise untersuchen sollte. Letztendliches Ergebnis war, das sich keine Beweise für den verbleib von lebenden Kriegsgefangenen in Indochina nach 1973 gäbe.

Die Beteiligung von John Kerry und John McCain an dem Ausschuss gereichte ihnen jedenfalls in der Veteranen-Gemeinschaft, welche fest an die lebenden Kriegsgefangenen glaubt, zum Nachteil.

Eine nützliche Lüge?Bearbeiten

Einige, meist links stehende, Theoretiker sehen die "Lebenden Kriegsgefangenen" als eine kolportierte Desinformation an, welche dazu diente militärischen und geheimdienstliche Einsätze unter dem Deckmantel von Rettungsmissionen zu rechtfertigen und hierfür Spendengelder, etwa von Ross Perot, zu sammeln.

Hinweis hierfür sei insbesondere die schizophrene Position von US-Regierung und -Militär, welche einerseits jede Information auf lebende Kriegsgefangene bekämpfte und andererseits selbst immer wieder solche Informationen durchsickern ließ.

siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

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